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Apple Pay im Fadenkreuz: Kommt jetzt Google Pay auf das iPhone?

Nun könnt ihr auch in Deutschland mit Apple Pay bezahlen
Kontaktlos mit dem iPhone bezahlen – bald auch über Google Pay? (© 2018 Apple )
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15.11.19 von

Francis Lido

Google Pay könnte künftig auf dem iPhone verfügbar sein – und damit Apple Pay Konkurrenz machen. Zumindest hierzulande ist der Weg dafür beinahe frei: Der Deutsche Bundestag fordert, dass Apple den NFC-Chip im iPhone für andere Anbieter von Zahldiensten freigibt. 

Bislang ist dies nicht der Fall, weswegen NFC-Zahlungen auf dem iPhone nur über Apple Pay möglich sind. Diesen enormen Wettbewerbsvorteil will der Deutsche Bundestag aufheben. Damit es dazu kommt, muss allerdings noch der Bundesrat seine Zustimmung geben, berichtet Die Zeit. Der Gesetzentwurf erwähnt Apple Pay zwar nicht explizit. Doch es besteht kein Zweifel daran, dass der Zahldienst ins Fadenkreuz geraten ist. Unter anderem auch deswegen, weil der NFC-Chip von Android-Smartphones längst für diverse Anbieter von Bezahldiensten zugänglich ist.

Mehr Auswahl für iPhone-Nutzer

Tritt das Gesetz in Kraft, könntet ihr auf dem iPhone künftig auch andere Zahldienste via NFC nutzen. Der Bundestag denkt dabei wohl in erster Linie an Banken und Sparkassen. Die müssen sich bislang umständlicher Workarounds bedienen: Ihre Payment-Lösungen für das iPhone verlangen von Nutzern, an der Kasse einen QR-Code zu scannen. In Zukunft könnte die Zahlung so komfortabel wie bei Apple Pay ablaufen: Ihr haltet euer iPhone einfach an das Kassen-Terminal. Nicht nur Banken sollen laut der Zeit aber davon profitieren, sondern auch andere "Bezahldienstleister".

Letzteres schließt nach unserem Verständnis auch Google bzw. Google Pay ein. Natürlich müsste der Suchmaschinenriese seinen Dienst erst einmal für iOS portieren. Ob sich der Aufwand lohnen würde, hängt sicherlich auch davon ab, ob andere Länder Deutschlands Vorstoß folgen. Die Chancen dafür stünden nicht schlecht. Denn die EU hat Apple Pay schon länger im Blick – wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht.

Angriff auf Apple Pay überrascht

Der Angriff auf Apple Pay kommt überraschend. Denn eigentlich ging es im Bundestag um die Anpassung der Geldwäscherichtlinie. Die Forderung nach der NFC-Öffnung haben die Regierungsfraktionen nachträglich hinzugefügt. Wie Reuters berichtet, wollte das Kanzleramt die Gesetzesänderung verhindern, blitzte damit aber ab.

Der Bundestag hat Apple offenbar kalt erwischt, wie aus einem Statement des Unternehmens hervorgeht: Man sei überrascht, wie plötzlich es zu dem Gesetzentwurf gekommen ist. Zudem befürchte Apple eine Beeinträchtigung von Benutzerfreundlichkeit und Datenschutz.

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