Apple vs. FBI: Das sagt Steve Wozniak zum Fall

Der Streit Apple vs. FBI erhitzt weiter die Gemüter: Tech-Legende Steve "Woz" Wozniak war in der populären Talkshow von Conan O'Brien zu Gast. Dort legte er seine Wahrnehmung des aktuellen Falls dar – und ergriff nicht ganz überraschend Partei für das von Ihm mitbegründete Unternehmen.

Auf die Frage, was er von dem Fall "Apple vs. FBI" halte, erklärte sich Steve Wozniak sofort mit Apple solidarisch. Er eröffnete sein Statement mit der Bemerkung, dass er sich seit Jahren für Menschenrechte engagiere und auch die EFF mitbegründet habe – wofür er vom Publikum Applaus erhielt. Die EFF (Electronic Frontier Foundation) ist eine Non-Profit-Organisation, die sich schon seit den 90er Jahren mit dem Thema "Digitale Rechte" beschäftigt. In dieser Sache sei er klar bei Apple.

FBI habe sich den "falschen Fall" herausgesucht

Steve Wozniak erklärt seine Haltung auch damit, dass sich das FBI seiner Meinung nach den falschen Fall herausgesucht habe: Erstens gebe es keine nachgewiesene Verbindung der Attentäter zu einer terroristischen Vereinigung; zweitens handele es sich bei dem iPhone, zu dem das FBI gerne Zugriff hätte, um ein Arbeitsgerät. Die Wahrscheinlichkeit, darauf verwertbare Informationen zu finden, sei laut Woz denkbar gering. Wie erst unlängst bekannt wurde, soll das FBI selbst das Passwort zu dem besagten iPhone geändert haben – und habe damit den Streit mit Apple erst heraufbeschworen.

Wozniak selbst habe im Laufe seiner Karriere mehrfach ein Virus entwickelt, mit dem er alle Macs hätte infizieren können – und jedes Mal den Code vernichtet. Eine Hintertür, wie das FBI sie für iPhones fordere, sei zu gefährlich und könne zu leicht in die falschen Hände geraten. Die Hintergründe zu dem Daten-Dilemma haben wir für Euch in einem separaten Artikel zusammengetragen.


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