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Baboom: Apple Music-Konkurrent nach Idee von Kim Dotcom gestartet

Der neue Musik-Streaming-Dienst Baboom soll Musiker besser entlohnen
Der neue Musik-Streaming-Dienst Baboom soll Musiker besser entlohnen (© 2015 Baboom, CURVED Montage )
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19.08.15 von

Daniel Lüders

Neue Konkurrenz für Apple Music: Der Musik-Streamingdienst Baboom wurde ursprünglich nach einer Idee von Kim Dotcom entwickelt. Auch wenn sich der Internet-Unternehmer mittlerweile vom Projekt zurückgezogen hat, soll das ursprüngliche Ziel nicht aus den Augen verloren worden sein: Künstler anteilig höher am Gewinn zu beteiligen.

Im Unterschied zu den meisten anderen Streaming-Diensten will Baboom die Publisher, Labels und vor allem auch die Künstler zu 90 Prozent an den Einnahmen beteiligen, wie Heise Online berichtet. Andere Streaming-Portale wie Apple Music oder Spotify würden nur etwa 70 Prozent der Gewinne an diese Gruppen abführen.

Mehr Transparenz bei der Gewinnbeteiligung

Baboom will außerdem mehr Transparenz bei der Abführung der Gewinne schaffen: Zahlungen von Abonnenten würden sofort in die virtuellen Taschen der Künstler wandern. Bei anderen Diensten würden die Transaktionen undurchsichtiger verlaufen, da erst alle Einnahmen gesammelt werden und der größte Teil aus diesem Topf zunächst an die beliebtesten Musiker und Labels gehen würde. Nur durch das "Fair Trade Streaming Modell" von Baboom hätten auch Indie-Labels überhaupt eine echte Chance, ihre Musik gewinnbringend an den Mann zu bringen.

Bislang kommen die meisten Songs der noch sehr übersichtlichen Musik-Bibliothek von Baboom dann auch genau von dieser Gruppe. Musik aus den Charts findet man so gut wie nicht. Die Titel können entweder als Stream angehört oder einzeln auch gekauft und heruntergeladen werden. Die Preise unterscheiden sich stark und reichen je nach Album von etwa 2,50 Euro bis 10 Euro oder mehr.

Kostenloses Konto mit Werbung oder Premium-Abo

Streaming-Nutzer können sich entweder per kostenlosem Account einloggen oder für den Premium-Service 6,62 Euro im Monat bezahlen. Wer es lieber gratis mag, muss Werbung hinnehmen und darf höchsten 100 Songs in seine Musiksammlung aufnehmen. Diese Beschränkungen fallen, sobald man Premium-Kunde wird.

Künstler, die von Baboom wirklich mit 90 Prozent an den Einnahmen beteiligt werden wollen, müssen selbst auch ein Premium-Abo besitzen – und dafür genauso viel zahlen wie gewöhnliche Kunden. Mit einem kostenlosen Konto bekommen die Musiker nur 70 Prozent der Einnahmen zugesprochen.

Ursprünglich stammt die Idee zu Baboom von Internet-Millionär und Megaupload-Gründer Kim Dotcom. Doch mittlerweile hat der Unternehmer seinen 45 prozentigen Anteil von Baboom verkauft. In einem Twitter-Post begründete er diesen Schritt mit den Worten: "Goodbye Baboom. Ich habe dich nur aufgehalten. Die Musikindustrie hasst mich. Dir wird es besser ohne mich gehen.[...]]". Baboom ist für iOS und Android als App erhältlich.

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