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Bill Gates: Auch Microsoft war an WhatsApp interessiert

Bill Gates findet die Hälfte der Startups im Silicon Valley "dumm".
Bill Gates findet die Hälfte der Startups im Silicon Valley "dumm". (© 2007 Flickr/Juvertson )
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15.03.14 von

Elisabeth Oberndorfer

Microsoft-Gründer Bill Gates sprach mit dem Rolling Stone über die NSA, Startups im Silicon Valley und Politik. Auch den Milliarden-Deal von WhatsApp kommentierte er mit kritischen Worten. 

Bereit für WhatsApp-Kauf

"Seine Aggressivität ist weise", sagt Gates über Facebook-CEO Mark Zuckerberg im Bezug auf die Akquise von WhatsApp. Dass das Portal für die Messaging-App 19 Milliarden Dollar hinblätterte, damit habe der Microsoft-Chef nicht gerechnet, gibt aber im gleichen Atemzug zu: "Ja, Microsoft wäre bereit gewesen, WhatsApp zu kaufen. Aber wir hätten nicht so viel gezahlt."

Kritisch sieht der Software-Pionier nicht nur den Megadeal, sondern auch die Glorifizierung von Edward Snowden. Er halte den NSA-Aufdecker für keinen Helden, weil er gegen das Gesetz verstossen habe. Der ehemalige Mitarbeiter der Sicherheitsbehörde hätte vorsichtiger mit den Informationen umgehen sollen und sich im eigenen Land engagieren sollen, findet Gates. Zwar sei natürlich eine Debatte über die Methoden der NSA nötig, aber auf einer allgemeinen, um die Techniken der NSA zu bewahren.

Hälfte der Startups "dumm"

"Die Innovation in Kalifornien befindet sich derzeit an der Spitze", beobachtet der Microsoft-Gründer. Allerdings seien die Hälfte der Startups im Silicon Valley "dumm". Zwei Drittel der Unternehmen werden laut ihm pleite gehen, aber: "ein Dutzend Ideen, die hier entstehen, werden sehr wichtig werden."

Beim Thema Cloud sieht der Unternehmer seinen Konzern als Pionier. Der Software-Hersteller habe bereits in den 90er Jahren Cloud-Services entwickelt. Damals konnte sich Microsoft solche Experimente leisten, erinnert sich Gates. Man sei mit dem Thema jedoch zu früh dran gewesen. Heute habe Google den Luxus, diese Bereiche zu testen.

Weltverbesserer und Genie

Mit seinem größten Konkurrenten, Apple-CEO Steve Jobs habe er ein gutes Verhältnis gepflegt, betont Gates. Die beiden hätten sich hin und wieder getroffen und über Berufliches und Privates gesprochen: "Steve war ein Genie."

Gates gilt als großer Philanthropist und sieht auch in der US-Regierung großes Verbesserungspotenzial. Könne er Aspekte des Systems reparieren, so wären das politischer Stillstand, Kosten der medizinischen Versorgung und Bildung.

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