Digital Tattoo und eSkin Thermometer ausprobiert

Dass Wearables direkt auf der Haut kleben können, beweist Vivalnk mit dem Digital Tattoo zum Entsperren von Smartphones und dem eSkin Thermometer zum drahtlosen Messen der Körpertemperatur. CURVED hat beide ausprobiert.

Das Digital Tattoo ist bereits im Sommer 2014 zusammen mit dem Moto X erschienen, funktioniert aber inzwischen auch mit anderen Smartphones – sofern sie über einen NFC-Chip verfügen und Android 5.0 Lollipop installiert ist.

Smartphone mit Tattoo statt Code entsperren

Ich habe mir bei der Wearable Technologies Conference in München ein Digital Tattoo auf das Handgelenk kleben lassen. Anschließend war es ein Kinderspiel, den aufgeklebten NFC-Chip in meinem Nexus 4 als vertrauenswürdiges Gerät einzurichten. Das Entsperren über das Tattoo klappte problemlos. In der Praxis erweist es sich allerdings als Spielerei ohne wirklichen Mehrwert.

Das Smartphone lässt sich mit Hilfe des Digital Tattoo nicht schneller entsperren als auf anderen Wegen. Im Endeffekt ist es egal, ob ich den Bildschirm aktiviere, das Smartphone an mein Handgelenk halte und nach oben wische oder den Bildschirm einschalte, nach oben wische und meinen Code eingebe. Gefühlt ist es sogar umständlicher. Man kann sogar mit ihm duschen und es mehrere Tage tragen. Allerdings klebt bereits nach einem Tag Dreck an den Rändern, was nicht besonders schön aussieht. Da sind mir zehn Dollar für ein Zwölferpaket zu teuer.

Wenn ein Aufkleber Fieber misst

Praktischer kann das eSkin Thermometer sein. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Aufkleber mit Sensoren, der die Körpertemperatur misst und per NFC an ein Smartphone überträgt. Der Bär als Form macht schon deutlich, dass Kinder und Eltern die erste Zielgruppe sind. Das Ganze funktioniert problemlos und liefert sehr schnell eine Temperatur an die VivaBear-App auf dem Smartphone.

Das eSkin Thermometer arbeitet auf jeden Fall schneller als ein herkömmliches Thermometer, ob es genauer als andere Stirn- oder Ohrenthermometer ist, konnte ich nicht überprüfen. Ich bin auch skeptisch, ob sich kranke Kinder wirklich einen Bären auf die Stirn kleben lassen.

Aber immerhin überlegt Vivalnk noch, wie sie dafür sorgen können, dass das Aufkleber-Thermometer wiederverwendbar ist. Noch ist es nicht ganz fertig, soll aber ab bereits im Frühjahr in den USA erhältlich sein. Europa folgt vielleicht später, wenn der Hersteller einen Vertriebspartner findet.


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