DJI Mavic Pro vorgestellt: Das kann die ultrakompakte Drohne mit 4K-Kamera

Her damit !72
Der Mavic Pro ist ein Quadcopter zum Zusammenfalten
Der Mavic Pro ist ein Quadcopter zum Zusammenfalten(© 2016 DJI)

Kurz nach der Vorstellung der GoPro Karma legt DJI nach. Der Weltmarkführer im Bereich unbemannter Luftfahrzeuge hat eine faltbare Drohne vorgestellt, mit der sich 4K-Videos drehen lassen: die Mavic Pro.

Die Drohne macht auf den Fotos einen stabilen Eindruck und kommt in dunklem Grau auf den Markt. Der Clou: Der Quadrocopter ist zusammengeklappt nur 83 x 83 x 198 Millimeter groß. Mit 743 Gramm wiegt die Mavic Pro zwar kein Fliegengewicht, aber dennoch weitaus leichter als die GoPro Karma mit rund einem Kilogramm. Die Kamera-Drohne des Actioncam-Pioniers ist zudem größer und eignet sich zum Transport in einem Rucksack. Die neue DJI-Drohne hingegen passt sogar in die Tasche eines Radfahrer-Trikots, wie dem Produktvideo zu entnehmen ist.

4K-Kamera mit Mini-Gimbal

Für Fotos und Videos hat der Mavic Pro eine stabilisierte 4K-Kamera an Bord. Videos nimmt sie bei 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde und bei Full-HD mit 96 Bildern pro Sekunde auf. Verwendet wird ein sehr kleiner Drei-Achsen-Gimbal für verwacklungsfreie Fotos und Videos. Die Kamera könnt Ihr zudem um 90 Grad nach unten drehen, um auch vertikale Aufnahmen zu erzeugen.

Der Fokus beträgt 0,5 Meter. Fotos schießt die Drohne mit 12 Megapixeln. Auch ein Selbstauslöser ist dabei. Ein Countdown zur Aufnahme wird durch blinkende Lichter an den vorderen Armen des Mavic angezeigt. Entstehende Videos könnt Ihr zudem sofort im Livestream via Facebook Live, Periscope und YouTube durch die DJI GO App online stellen.

Fernbedienung oder Smartphone

Bedient wird der Mavic Pro mit einer Fernbedienung. Auf kürzere Entfernungen könnt Ihr die Drohne auch mit dem Smartphone steuern. Zum Einsatz kommt das Geofencing System (GEO) von DJI, um Flugverbotszonen zu erkennen. So werden Überflüge in heiklen Gebieten, wie zum Beispiel Flugplätzen, verhindert. Wie alle DJI-Drohnen kann der Mavic Pro automatisch zu seiner Startposition zurückkehren, sollte er Kontakt mit der Fernbedienung verlieren oder einen zu niedrigen Batteriestand erreichen. Zum Landen kommt ein neues System zum Einsatz, das mit zwei Stereo-Kameras Videos und Fotos des Bodens beim Start aufnimmt, um dann auch präzise dort zu landen, wo er abgehoben ist.

Die Reichweite zwischen Fernbedienung und Copter soll bis zu sieben Kilometer betragen. Im Gegensatz zu den Multicoptern der Konkurrenz in dieser Größenordnung soll der Akku mit bis zu 27 Minuten Flugzeit mehr als doppelt so lange halten. Im Sportmodus kann der Mavic Pro laut Hersteller Geschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometern pro Stunde erreichen. DJI zufolge bleibt der Copter dann auch bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde stabil in der Luft.

Viele Sensoren und FPV-Brille

Besonders stolz ist der Hersteller auf sein Flight-Autonomy-System. Dieses wird beschrieben als "zentrales Nervensystem des Mavic Pro, ein komplexes Netzwerk aus Hard- und Software, welches über fünf Kameras, ein GPS- und GLONASS Navigationssystem, ein Paar Ultraschall-Entfernungsmesser, unzählige Sensoren und eine Gruppe von 24 leistungsfähigen Rechenkernen verfügt". Damit soll der Multicopter punktgenau positioniert und navigiert werden können. Auch eine Routenplanung soll möglich sein. Praktisch ist die Hindernisvermeidung, die auch ohne Satellitensignal funktioniert – und das bis zu einer Geschwindigkeit von 36 Kilometern pro Stunde. Wenn Ihr mal drinnen fliegen wollt, gibt es den Stativ-Modus. Dabei wird die Geschwindigkeit gedrosselt, sodass sich kleine Bewegungen präziser steuern lassen sollen.

Kompatibel ist der Multicopter mit der DJI Goggles, einer FPV-Brille (First Person View), damit Ihr die Welt aus den Augen des Mavic Pro sehen könnt. Dabei habt Ihr eine 85 Grad-Ansicht in Full-HD-Auflösung, die direkt von der Drohne auf die Brille gestreamt wird.

Preis und Verfügbarkeit

Inklusive Fernsteuerung kostet der Mavic Pro 1199 Euro. Zusätzliche Akkus kosten nochmal je 99 Euro. Außerdem wird ein "Mavic Pro Fly More Combo"-Set angeboten, das neben dem Mavic Pro zwei zusätzliche Akkus, extra Propeller, eine Akkuladestation, ein Autoladegerät und eine Umhängetasche beinahltet. Dieses kostet 1499 Euro.

Der Mavic Pro kann ab sofort auf der offiziellen Webseite von DJI vorbestellt werden. Der Versand soll im Oktober beginnen. Ab November könnt Ihr die Drohne außerdem bei Apple kaufen.


Weitere Artikel zum Thema
Netflix bei Hotel­gäs­ten belieb­ter als Pornos
Netflix und Gratis-Inhalte im Internet verdrängen offenbar Bezahl-Content von Hotels
Netflix-Inhalte sollen in Hotelzimmern wesentlich beliebter als Pornos sein. Spannende Geschichten sind Gästen demnach wichtiger als Adamskostüme.
Nintendo Switch: Mitge­lie­fer­ter Joy-Con Grip lädt die Control­ler nicht
Marco Engelien2
Peinlich !33Wollt Ihr die Joy-Cons beim Spielen laden, braucht Ihr eine zusätzliche Halterung.
Akkufrust programmiert: Ohne Zubehör lassen sich die Joy-Cons der Nintendo Switch beim Zocken nicht mit Strom versorgen. Wer das will, muss löhnen.
Nvidia Shield TV (2017) im Test: die Stre­a­ming-Box für Gamer
Marco Engelien3
Supergeil !10Im Lieferumfang von Nvidias Shield TV sind Fernbedienung und Controller
Das Nvidia Shield TV (2017) eignet sich nicht nur für Film-Fans, sondern auch für Gamer. Doch für wen lohnt sich der Kauf der Set-Top-Box?