Forscher laden Fitnesstracker per WLAN

Supergeil !7
Ein Jawbone Up24 ließ sich ganz ohne Kabel oder weitere Zusatzhardware aufladen
Ein Jawbone Up24 ließ sich ganz ohne Kabel oder weitere Zusatzhardware aufladen(© 2014 CURVED)

Forschern der Universität Washington ist es gelungen, den Akku eines Fitnesstrackers per WLAN aufzuladen. Der Energiespeicher eines Jawbone Up24 ließ sich mit der "PoWi-Fi" genannten Methode ganze ohne Kabel oder Ladestation innerhalb von zweieinhalb Stunden zu 41 Prozent füllen, berichtet das MIT Technology Review.

Die vorgestellte Technik sei besonders für Smart-Home-Ausstattung geeignet: So verwendete das Forscher-Team PoWi-Fi zunächst für eine Überwachungskamera. Dank drahtloser Energieübertragung kam die stationäre Hardware sogar gänzlich ohne Akku aus.

Für Heimgeräte geeignet

Ein normales WLAN-Signal erwies sich in ersten Tests als zu unzuverlässig. Um Geräte mit Energie zu versorgen, ist ein stetiger Datenstrom erforderlich. Die Lösung: Ein präpariertes Netz wurde dahin gehend manipuliert, dass es einfach ein Rauschen sendet, wenn es sonst gerade nichts übertragen würde. Für gewöhnlich überträgt ein kabelloses Netzwerk Daten nämlich in kurzen Stößen.

Eine vollwertige Überwachungskamera ersetzt die so angetriebene Hardware noch nicht: Die Energie reicht gerade aus, um die Aufnahme eines Bildes alle 35 Minuten zu erlauben. Denkbar ist aber ein Auslöser per Bewegungsmelder. Die Kamera selbst darf nicht mehr als fünf Meter vom WLAN-Hotspot entfernt sein. Immerhin: Mit einem eingebauten Akku verlängerte sich die Reichweite schon auf 7 Meter – und funktioniert sogar durch Wände hindurch.

iPhone 6-Hülle von Nicola Labs will Energie aus der Luft holen

Ein Praxistest mit sechs Personen ergab, dass vier Probanden keine Einschränkung beim alltäglichen Surfen durchs Netz bemerkten. Einer behauptete gar, eine bessere Verbindung wahrzunehmen, während ein anderer angab, dass das Videostreaming per YouTube dezent gelitten habe. Offen ist allerdings, ob das aufbereitete Signal andere Netzwerke in der Umgebung stört. Doch wie so oft bei neuen Technologien heißt es auch hier: Potenzial ist vorhanden, ob und wann es eine tatsächliche Umsetzung findet, bleibt zunächst unklar.

Etwas weiter scheint da ein geplantes Kickstarter-Projekt zu sein: Nikola Labs arbeitet an einer iPhone 6-Hülle, die Energie für das Smartphone einfach aus der Luft holt. Die Crowdfunding-Kampagne soll schon bald beginnen. Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage der findigen Tüftler.


Weitere Artikel zum Thema
WhatsApp erlaubt ab sofort das Teilen belie­bi­ger Datei­ty­pen
Christoph Groth
In WhatsApp unterliegt das Teilen von Daten künftig nur noch Größenbeschränkungen
Mehr Freiheit beim Teilen: WhatsApp rollt ein Update aus, das Euch erlaubt, beliebige Dokumente zu verschicken – unter iOS, Android und Windows.
Nintendo Switch: Bald wohl keine Liefe­reng­pässe mehr
Stefanie Enge
Mit dem Start der neuen Spiele im Sommer sollen die Lieferenpässe der Nintendo Switch vorbei sein
Die Nintendo Switch ist immer noch flächendeckend ausverkauft. Doch mit dem Start der neuen Spiele im Sommer soll sich das ändern.
WhatsApp: Rück­ruf von Nach­rich­ten könnte schon bald möglich sein
Michael Keller
WhatsApp wird vermutlich bald das Zurückholen von Nachrichten erlauben
Schon lange gibt es Gerüchte dazu – und nun neue Hinweise: WhatsApp könnte schon bald via Update das Zurückholen von Nachrichten möglich machen.