Facebook-Chef Mark Zuckerberg erschafft künstliche Intelligenz Jarvis

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Ein Teil von Jarvis: Das ist die künstliche Intelligenz, die im Haus von Mark Zuckerberg für Ordnung sorgt
Ein Teil von Jarvis: Das ist die künstliche Intelligenz, die im Haus von Mark Zuckerberg für Ordnung sorgt(© 2016 Facebook)

Der Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte sich für 2016 große Ziele gesteckt. Er wollte 365 Meilen laufen und sein gesamtes Haus smart machen und vernetzen. Beides hat er geschafft. In die Entwicklung seiner eigenen künstlichen Intelligenz, die in seinem Haus nun für Ordnung sorgt, gibt er jetzt einige Einblicke.

Seine KI heißt Jarvis, wie die künstliche Intelligenz in den "Iron Man"-Filmen. Programmiert hat er sie nach eigenen Aussagen selbst mit Python, PHP und Objective C. Ähnlich wie Amazon Echo (Alexa) oder Google Home reagiert Jarvis auf seine Wünsche.

Gesichtserkennung und Chatbot

Wenn Familie Zuckerberg Besuch von Freunden bekommt, öffnet sich die Tür automatisch, denn Jarvis entscheidet per Gesichtserkennung, ob der Besucher autorisiert ist. Per Smartphone bekommt die Familie auch eine Benachrichtigung, wer gerade ihr Haus betreten hat.

Jarvis AI: Zuckerbergs KI kann per Gesichtserkennung seine Freunde und Familie ins Haus lassen(© 2016 Facebook)

Über die Zentrale kann er per Jarvis in jedem Raum die Temperaturen separat regeln. Und auch Musik kann die KI jederzeit abspielen. Für diese Befehle hat der Facebook-Chef einen Chatbot eingesetzt, der im Facebook Messenger läuft. Theoretisch kann Jarvis auch Sprachbefehle verstehen, aber weil seine Mitmenschen nicht stören wolle, tippe Zuckerberg lieber Befehle auf dem Smartphone ein, schreibt er.

Probleme bei der Entwicklung hatte Zuckerberg auch an einigen Stellen. So fiel es Jarvis beispielsweise schwer zu verstehen, was es bedeutet, wenn er in "meinem Büro" die Temperatur verändern möchte. Denn damit ist ein anderer Raum gemeint, wenn er es selbst sagt oder seine Frau Priscilla. Auch bei Musikwünschen ist es schwierig, da Jarvis erkennen muss, in welchem Raum jetzt diese Musik abgespielt werden soll. Inzwischen seien diese Stolpersteine aber beseitigt.

KI soll selber lernen und sich erweitern

Insgesamt habe die Entwicklung des System gar nicht so lange gedauert wie angenommen. Nur etwa 100 Stunden Arbeit hat der Facebook-Chef in Jarvis investiert, bis es zu einem funktionierenden System gereift war. Doch Zuckerberg ist noch lange nicht fertig mit seinem Projekt.

Sein Ziel ist es, dass die KI irgendwann selbstständig neue Funktionen erlernen kann. In den kommenden Jahren werde sich einiges entwicklen, schreibt er. Schön finden wir den Ansatz, dass er darüber nachdenkt, Jarvis als Open Source System jedem zur Verfügung zu stellen. Dafür müsste er allerdings zuerst eine unabhängige Version entwicklen, da die derzeitige komplett auf seine eigenen Geräte und Räume zugeschnitten sei.


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