Facebook ist so wichtig wie 110 – findet Zuckerberg

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Mark Zuckerberg hält Facebook für überlebenswichtig
Mark Zuckerberg hält Facebook für überlebenswichtig(© CC: Flickr/dullhunk)

Lebensretter Facebook: Wie The Verge berichtet, hat sich Mark Zuckerberg in einem Interview mit Bloomberg ausgiebig zu dem Facebook-Internetprojekt Internet.org geäußert, das bestimmte Internetdienstleistungen für alle bieten soll.

Zwei Drittel der gesamten Weltbevölkerung besitzen keinen Zugang zum Internet, wie auf der Website des Facebook-Projektes Internet.org zu lesen ist. Für den Social-Network-Chef Mark Zuckerberg ist dies ein untragbarer Zustand. In einem aktuellen Interview versucht Zuckerberg zu erklären, warum der Zugang zum Internet quasi ein Menschenrecht ist und welche Rolle sein Unternehmen in diesem Zusammenhang spielen soll. Dabei stellt er einen ziemlich gewagten Vergleich auf und will von Kritik selbstverständlich nichts hören.

Die eingeschränkte Facebook-Nächstenliebe

Das "Internet für alle"-Modell, das Facebook anstrebt, solle demnach dem des Notrufs ähnlich sein. Auch wer über keinen Mobilfunkvertrag verfügt, kann im Notfall bekanntermaßen kostenlos die 110 wählen. Dazu solle es laut Zuckerberg ein Äquivalent für das Internet geben. Dadurch würden Menschen, die sich den Internetzugang nicht leisten können, zumindest die Möglichkeit bekommen, grundlegende Dinge wie Gesundheitsinformationen, Job-Tools oder einfache Kommunikationsmittel im Netz nutzen zu können.

Dazu zählt natürlich auch Facebook. Nun lässt sich darüber streiten, ob das weltweit größte soziale Netzwerk einen ähnlichen Stellenwert besitzt wie die kostenlose Notrufnummer. Diskutabel ist auch die Frage, welche Internetinhalte welchen Regionen zur freien Verfügung gestellt werden müssen. Und ob Zuckerberg Internet.org tatsächlich nur aus reiner Nächstenliebe ins Leben gerufen hat, daran dürften sich ebenfalls die Geister scheiden.


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