Gamescom 2018: Das sind unsere Messe-Highlights (Teil 2)

In Assassin’s Creed Odyssey stecht ihr in See.
In Assassin’s Creed Odyssey stecht ihr in See.(© 2018 Ubisoft)

Tag zwei auf der Gamescom stand ganz im Zeichen der großen Namen: Neben "Assassin's Creed: Odyssey" haben wir uns das neue "Forza Horizon 4" und "Destiny 2: Forsaken" angeschaut. Aber auch Ubisofts "Starlink: Battle for Atlas" hat uns begeistert.

Assassin’s Creed Odyssey

Während sich der "God of War" Kratos auf der Playstation 4 aus der griechischen Mythologie verabschiedet hat, geht es für Assassinen im Oktober genau dort hin. Der jüngste Ableger der "Assassin’s Creed"-Reihe spielt nach Ägypten im antiken Griechenland zu Zeiten des Peloponnesischen Krieg, also knapp 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Während sich das Setting Jahr um Jahr ändert, bleibt sich die Serie spielerisch in weitesten treu. Fans von Origins finden sich sofort zurecht und begeben sich entweder als Alexios oder Kassandra auf eine Odyssee durch die mythologisch aufgeladene Spielwelt.

Der Ubisoft-Formel folgend strotzt die Übersichtskarte nur so vor Nebenaufgaben, Sammelobjekten und Geheimnissen. Schon bei meiner knapp 40-minütigen Anspielsession musste ich darauf achten, nicht aus Neugier die Segel gen Westen zu hissen und eine der unzähligen Inseln anzusteuern oder mich in einer Seeschlacht zu verlieren (am Ende habe ich mein Schiff dann doch versenkt). Optisch ist "Odyssey" wie jeder Teil davor eindrucksvoll inszeniert, das macht besonders in den Kämpfen Freude. Zumal beide Figuren – ganz Spartaner – den ikonischen Tritt von Leonidas aus dem Film "300" beherrschen. Die Gegner einfach von einem Felsen in den Hades zu treten wird auch nach 20 Mal nicht langweilig.

Dass "Assassin’s Creed" sich seit "Origins" zudem auch der jeweiligen Mythologie öffnet, gefällt mir sehr gut und sorgt für Abwechslung. So erledige ich als Alexios oder Kassandra nicht stumpf einen Auftragsmord nach dem anderen, sondern stehe am Ende der Gamescom-Demo Medusa gegenüber, einer übermannsgroßen Frau mit Schlangen statt Haaren auf dem Kopf und magischen Fähigkeiten.

Starlink: Battle for Atlas

Ubisoft vorzuwerfen, sie würden nicht auch neue Dinge probieren und stets nur ihre etablieren Spielereihen fortsetzen, wäre angesichts von "Starlink" zu kurz gedacht. Denn mit der neuen IP wagen sich die Franzosen auf das fast schon wieder ausgestorbene Feature von Toys-to-Life, bei dem echte Spiele in Videospiele eingebunden werden.

Auf spielerischer Ebene erinnert Starlink an Nintendos "Starfox" bzw. "Starwing" und in Teilen an "No Man’s Sky". In kindgerechter Comicgrafik sause ich in einem Gleiter nahtlos aus dem Weltall auf einen von sieben individuell gestalteten Planeten zu. Dort warten Flora und Fauna darauf gescannt zu werden und verschiedene Völker und Fraktionen darauf, dass ich für sie auf Beutezüge gehe – hier ist Starlink unverkennbar ein Spiel von Ubisoft.

Das Besondere an "Starlink": Es wird mit einem Spielzeuggleiter, einem Piloten und Ansteckwaffen ausgeliefert. Befestige ich diesen auf dem Controller, erscheint das Vehikel exakt so in Echtzeit im Spiel. Wer mit "Skylanders" oder "Lego Dimensions" vertraut ist, versteht das Prinzip auf Anhieb. Durch separat erhältliche Sets lassen sich so unzählige Varianten an Gleitern modellieren, die durch die Piloten ganz unterschiedliche Eigenschaften bekommen. Cool: Manche Waffenkombinationen bieten sogar versteckte Boni, die besonders viel Schaden verursachen.

Für die Nintendo Switch gibt es zudem exklusiv Fox McCloud mitsamt Arwing aus "Starfox" als Set.

Forza Horizon 4

"Forza"-Fans müssen jetzt stark sein. In der halbstündigen Präsentation von "Forza Horizon 4" offenbarte der Entwickler Playground Games, dass fortan der PC das beste Rennfahrerlebnis bieten werde. Wenngleich der Arcade-Racer natürlich weiterhin für Microsofts Xbox One erscheinen wird, ist die PC-Version die grafisch aufwendigste. Nur hier werden 4K und 60 Bilder pro Sekunde ermöglicht. Selbst auf der Xbox One X müsst ihr euch entweder für 4K und 40 Bilder oder für Full-HD und 60 Bilder entscheiden. Aber keine Sorge, auch in Full-HD sehen die schottische Highlands der offenen Spielwelt grandios aus.

Die größte Neuerung sind die wöchentlich wechselnden Jahreszeiten, die sich in Teilen sogar auf die Fahrphysik auswirken und nicht bloß kosmetisches Gimmick sind. Statt zum Beispiel im Winter einfach nur die Grastextur weiß zu streichen und das Laub von den Bäumen zu schütteln, haben sie die Entwickler genau überlegt, wie die Spielwelt im Schnee aussehen würde und entsprechend händisch neu gestaltet.

Übrigens hat sogar der Master Chief aus "Halo" einen kleinen Gastauftritt in "Forza Horizon 4" – mehr will ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

Destiny 2: Forsaken

"Forsaken" könnte für "Destiny 2" das werden, was das Addon "König der Besessenen" für den Erstling war: die lebensrettende Maßnahme. Seit "Destiny 2" vergangenes Jahr für die Konsolen und erstmals für den PC erschien, musste der Shooter viel Kritik einstecken. Diese soll nun zum Teil in "Forsaken" eingeflossen sein. Ob Bungie wirklich auf die Wünsche gehört, wird sich bereits in wenigen Wochen zeigen. "Forsaken" erscheint bereits am 4. September, setzt allerdings das Hauptspiel sowie beide bereits erschienene DLCs voraus.

Auf der Gamescom habe ich den neuen Spielmodus Gambit angespielt, der am 1. September für 24 Stunden für alle "Destiny 2"-Spieler zum Testen freigeschaltet wird. Gambit ist eine Mischung aus PvP, also Spieler gegen Spieler, und PvE, also Spieler gegen Computergegner. Zunächst müssen zwei Teams zu jeweils vier Hüter getrennt voneinander Gegner ausschalten, deren Motes einsammeln und in einen Behälter füllen. Erreichen sie eine bestimmte Punktzahl erscheint beim gegnerischen Team ein Zwischenboss, den sie zunächst erledigen müssen, bevor sie weiter Motes sammeln können. Schafft es ein Team 25 oder 50 Motes zu sammeln, dürfen sie einen aus ihren Reihen aufs feindliche Spielfeld schicken, um für reichlich Chaos zu sorgen.

Auf der Messe habe ich Gambit mit drei fremden Kollegen ausprobiert, trotz anfänglicher Schwierigkeiten haben wir uns schnell im neuen Modus zurechtgefunden und die Mechanik verstanden. Dummerweise hat das gegnerische Team einen Tick koordinierter gespielt und uns kurz vor Schluss einen Spieler mit geladenem Raketenwerfer vorbei geschickt. Spaß gemacht hat es trotzdem jede Menge.

Am Montag folgt der nächste Teil unserer Gamescom-Zusammenfassung, unter anderem mit Nintendo, dem Asus ROG Phone und dem Honor Play. Wer darüber hinaus noch mehr zur Gamescom hören möchte: in der aktuellen Episode des CURVED-Cast widmen wir uns ganz der Spielemesse.

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