Gigaset Me angetestet: Das kann das FC Bayern-Smartphone

Gigaset hat seine ersten Smartphones auf der IFA vorgestellt, mit denen die Profis vom FC Bayern München künftig telefonieren sollen: Gigaset Me Pure, Gigaset Me und Gigaset Me Pro. So viel vorab: Auf ihre neuen Handys dürfen sie sich freuen. Wir sind positiv überrascht. Unser Hands-on.

Gigaset startet nicht mit einem Smartphone, sondern gleich drei Modellen. Das "Me Pure" ist ein Einsteigergerät. Die Standard-Ausführung hört schlicht auf den Name "Me", das Topmodell ist das "Me Pro". Als Sponsor stattet das Unternehmen den FC Bayern München nicht nur mit Festnetztelefonen aus, sondern auch mit Smartphones, die die Spieler zumindest bei beruflichen Anlässen tragen sollen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die neuen Geräte in der Champions League mitspielen können oder doch nur in der Kreisklasse kicken.

Me Pure, Me und Me Pro: Eleganz und gute Technik

Kurzum: Ich bin von Gigasets ersten Smartphones sehr positiv überrascht. In der der Bezirksliga spielen die definitiv nicht. Das Gigaset Me Pure und das Gigaset Me verfügen jeweils über ein fünf Zoll großes Display, das Gigaset Me Pro über 5,5 Zoll. Die Bildschirme haben jeweils eine Full-HD-Auflösung und bieten neben einem scharfen und detaillierten Bild auch knackige Farben und große Betrachungswinkel.

Unter der Haube stecken im Me und Me Pro der Snapdragon 810, dem der Grafikchip Adreno 430 und drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Benchmarktests konnte ich noch nicht durchführen, aber es wäre eine große Überraschung, wenn Gigabyte es geschafft hätte, die Hitzeprobleme des Chips zu beseitigen. Beim Me Pure muss der Snapdragon 615 mit dem Adreno 405 und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ausreichen. Den 32 Gigabyte - 16 Gigabyte beim Me Pure - großen internen Speicher könnt Ihr mit einer microSD-Karte erweitern. Dann ist allerdings nur Platz für eine SIM-Karte im Kartenschacht - und nicht zwei. Die drei Geräte laufen mit Android 5.1.1.

Die Kameras der Smartphones schützt Gigaset mit Saphirglas und verpasst ihnen drei unterschiedliche Auflösungen: 13 (Me Pure), 16 (Me) und 20 Megapixel (Me Pro). Die Selfie-Kamera löst bei allen drei Geräten mit acht Megapixeln auf. Bei Videos reicht es für eine 2K-Auflösung. Beim Me und Me Pro soll ein zweifarbiger Blitz für natürlichere Farben sorgen, während beim Me Pure ein einfarbiger Blitz ausreichen muss. Mit der "Later Focus"-Funktion könnt Ihr bei Fotos nachträglich den Fokus verstellen.

USB Typ-C und eine ganze Reihe Sensoren an Bord

Mit ihrem USB-Typ-C-Anschluss sind die Me-Smartphones gut für die Zukunft aufgestellt und verfügen darüber hinaus noch über einen UV-Sensor, einen Infrarot-Sensor, der die Smartphones zu Universal-Fernbedienungen macht, und einen Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Geräts. Gigaset verspricht einen "herausragenden High-End HD Sound" - egal ob mit dem Me oder einem externen Gerät. Von diesem konnte ich mich bei der Präsentation aber noch nicht überzeugen, dafür war es schlicht zu laut.

Im Fußball-Jargon gesprochen soll der Akku der Me-Smartphones nicht nur für die Nachspielzeit, sondern auch eine Verlängerung reichen. Beim Me Pro hat er immerhin eine Kapazität von 4000 mAh. Das Einsteigermodell Me Pure ist mit 3320 mAh sogar noch etwas besser aufgestellt als das Me mit 3000 mAh. Aber bereits eine kleine Pause können die Gigasets dank Schnellladefunktion angeblich optimal ausnutzen.

Mindestens 349 Euro für die Ablöse fällig

Während die Rückseiten des Me Pro und Me aus Glas bestehen, verfügt das Me Pure über eine Abdeckung aus Aluminium. Die finde ich persönlich schicker - und das nicht nur, weil die Fingerabdrücke nicht so anzieht, wie die beiden höherklassigen Geräte.

Das Gigaset Me Pure, Me und Me Pro sollen im Herbst 2015 auch in Deutschland erhältlich sein. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 349, 469 und 549 Euro. Neben einem schwarzen Modell wird es auch eine weiße Variante der Smartphones geben.

Fazit: Von der Qualifikation zur Champions League bis zum Titelgewinn ist es ein weiter Weg

Für die Champions League der Smartphones qualifiziert sich Gigaset mit dem Me Pro auf jeden Fall. Aber angesichts eines Galaxy S6, eines iPhone 6s oder eines LG G4 wird es sehr schwer für Gigaset, die Champions League zu gewinnen. Aber in der Europa League gehört das Me Pro definitiv zu den Top-Favoriten und bleibt in der Königsklasse ein Herausforderer, der für eine Überraschung gut ist. Vor allem das Me Pro muss sich vor dem iPhone und Android-Topmodellen nicht verstecken. Ich freue mich schon jetzt auf die ausführlichen Tests.


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