Google Chrome stoppt Flash-Werbung bald automatisch

Her damit !82
Der Chrome-Brower friert Werbung ein, die auf Flash-Code basiert
Der Chrome-Brower friert Werbung ein, die auf Flash-Code basiert(© 2014 CC: Flickr/Marcin Wichary)

Der Google Chrome-Browser will nerviges Werbegeflacker auf Webseiten reduzieren. Dazu soll der Webbrowser ab dem ersten September Inhalte, die auf Adobe Flash-Code basieren, nur noch in ganz bestimmten Fällen vollständig ausführen. Der Rest, zu dem auch Werbeanzeigen gehören, soll eingefroren bleiben.

Bis auf Videos und Flash-Inhalte, die nicht Werbung zuzuordnen sind, soll Chrome den Werbeanzeigen auf Basis von Flash von sich aus pausieren, schreibt Google in seinem Blog. Gleichzeitig stellt der Suchmaschinenkonzern ein Tool bereit, mit dem sich vorab prüfen lässt, ob eigene Flash-Inhalte von der Maßnahme betroffen sind. Im selben Post rät Google Webseitenbetreibern ihre Inhalte in HTML5-Code umzusetzen. Schon seit Juni war bekannt, dass Google seinen Chrome-Browser mit dieser Flash-Sperre ausstatten wird. In Beta-Versionen für Entwickler war dies bereits implementiert worden.

Adobe Flash wird immer unpopulärer

Es dürfte nicht gerade überraschen, dass Google mit diesem Schritt vielen Flash-Inhalten auf Webseiten praktisch einen Maulkorb verpasst. Nutzer können zwar weiterhin selbst im Chrome-Browser den Start jeder einzelnen Flash-Animation veranlassen – aber wer will das schon?

Flash ist ein Überbleibsel aus der Anfangszeit des Web: Die Internetgemeinde war damals dankbar, als Adobe eine Technologie zur Verfügung stellte, um Multimedia-Inhalte in Webseiten einzubinden. Heute gibt es mit HTML5 wesentlich elegantere Lösungen hierfür.

Adobe Flash wird nicht erst seit der verweigerten Unterstützung durch das iPhone immer unpopulärer. Wer eine Webseite mit vielen Flash-Inhalten aufruft, der merkt je nach Internetanbindung und Ausstattung des PCs, dass diese Inhalte mächtig viele Ressourcen verschlingen. Außerdem nutzen Programmierer von Schadsoftware regelmäßig Sicherheitslücken in Adobes Flash, um Computer zu infiltrieren. Mit der Sperre für Flash-Werbeanzeigen im Chrome-Browser dürfte dieses Risiko nun auch deutlich geringer werden.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 8: Render­bil­der zeigen erneut Touch ID auf der Rück­seite
Guido Karsten3
Weg damit !27Das Design widerspricht einigen aktuellen Gerüchten zum iPhone 8
Das Rätselraten um die Positionierung von Touch ID im iPhone 8 geht weiter: Frisch aufgetauchte Rendergrafiken zeigen das Feature auf der Rückseite.
Xbox Game Pass: Micro­softs Netflix für Video­spiele ist da
1
Der Xbox Game Pass bietet Euch Zugriff auf namhafte Games
Der Xbox Game Pass bietet Euch Zugriff auf eine Games-Bibliothek mit monatlich wechselnden Titeln. Ab Juni startet der Abo-Dienst auch in Deutschland.
Galaxy S8: Samsung äußert sich zum Iris-Scan­ner-Hack
5
Samsung zufolge ist der Iris-Scanner des Galaxy S8 sicher
Der Iris-Scanner des Galaxy S8 wurde vom Chaos Computer Club leicht überlistet. In einem Statement behauptet Samsung aber, das sei "extrem schwierig".