Google will Nexus-Smartphones per Video-Chat verkaufen

Der neue Service könnte ein Schritt von Google Richtung Einzelhandel sein
Der neue Service könnte ein Schritt von Google Richtung Einzelhandel sein(© 2014 CURVED)

Virtuelle "Genius-Bar" in Entwicklung: Google testet derzeit einen neuen Service, der schon bald weltweit zur Verfügung stehen soll. Die neue Plattform basiert auf Video-Chats via Google Hangouts. Dort könnt Ihr Euch virtuell beraten lassen – und dann direkt einen Kaufvertrag abschließen.

Über die Plattform, die bisher noch keinen Namen erhalten hat, könnt Ihr dann Experten Eure Fragen zu Smartphones, Tablets oder Chromebooks stellen und das Gerät Eurer Wahl am Ende der Beratung kaufen, berichtet TechCrunch. Ein Sprecher von Google bestätigte die Arbeit an dem Projekt, wollte aber keine Details äußern: "Wir befinden uns in einer begrenzten Erprobung eines experimentellen Support-Features und sammeln Feedback – deshalb können wir bislang keine vollständigen Pläne mitteilen."

Virtuell und vor Ort

Google teste den Service derzeit im Rahmen des Google Play Stores, aber die Idee soll langfristig ausgeweitet werden und sowohl virtuell als auch in Geschäften zur Verfügung stehen. Die Idee dahinter: Ähnlich wie in den Apple Stores, wo Kunden an den sogenannten "Genius Bars" ihre Fragen loswerden können, soll es in Geschäften eine Art virtuelle Hilfetheke geben. Dort könnt Ihr dann beispielsweise fragen, ob das Nexus 6 oder doch das Nexus 5 am besten zu Euch passt.

Derzeit kann das Feature offenbar über den englischen Google Play Store bereits getestet werden: In der Kategorie "Geräte" muss der "Hilfe"-Button angeklickt werden. Wenn dann signalisiert wird, dass die Absicht besteht, ein Gerät zu erwerben, beispielsweise durch "Buy Nexus 6", kann als Option ein Videoanruf ausgewählt werden. Anschließend werden interessierte Käufer mit einer Person verbunden, die alle Fragen zu dem Gerät beantworten soll.

Sollte dieser Service tatsächlich in breiter Form veröffentlicht werden, würde Google damit einmal mehr seine Absicht unterstreichen, sich über das klassische Suchmaschinengeschäft hinaus ausbreiten zu wollen – und einen weiteren Schritt Richtung Einzelhandel unternehmen.


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