Huawei wünscht ein frohes Jahr 2019 – von einem iPhone

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Huawei hat sich zum Start des Jahres 2019 einen Patzer geleistet
Huawei hat sich zum Start des Jahres 2019 einen Patzer geleistet(© 2015 CURVED)

Update, 4. Januar 2019: Offenbar hat der Tweet vom iPhone nun ein Nachspiel für die zuständigen Mitarbeiter. Chen Lifang, Corporate Senior Vizepräseident von Huawei, spricht von einem "Schaden für die Huwei-Marke", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Als Strafe wurden die Verantwortlichen offenbar um einen Rang degradiert und ihre monatlichen Gehälter um umgerechnet 638 Euro gekürzt. Bei einer der Personen handelt es sich wohl um den Digital Marketing Director des Unternehmens. Er darf anscheinend zusätzlich innerhalb der nächsten 12 Monate keine Gehaltserhöhung bekommen.

Spannend ist auch der Grund für den Zwischenfall: Offenbar hatte das externe Social-Media-Team Probleme mit der VPN am Computer und nutzte letztendlich ein iPhone mit einer speziellen SIM-Karte, um den Tweet pünktlich zum Jahreswechsel zu veröffentlichen. Dienste wie Twitter und Facebook sind in China aufgrund der Internet-Zensur blockiert – ohne eine VPN (mit der die Herkunftsadresse des eigenen Internetanschlusses auf ein anderes Land geändert werden kann) gibt es also keinen Zugriff auf die Plattformen.

Ursprünglicher Artikel:

Ein neues Jahr, ein neuer Faux Pas: Huawei hat den denkbar schlechtesten Start in das Jahr 2019 erwischt. Das Unternehmen wollte seinen Nutzern nur ein frohes neues Jahr wünschen – und sorgte unbeabsichtigt für einen Lacher.

Der Mitarbeiter, der den Neujahrs-Tweet für Huawei absetzte, nutzte für die Botschaft ein iPhone, wie dem YouTuber Marques Brownlee zuerst aufgefallen ist. Im originalen Tweet steht (frei übersetzt): "Frohes #2019 von uns allen bei Huawei. Unser Vorsatz dieses Jahr ist es, euch noch mehr Gründe zu geben, euch mit denen zu verbinden, die euch am Herzen liegen." Den Retweet von Brownlee findet ihr am Ende dieses Artikels.

Auch Samsung ist es passiert

Zwar hat Huawei den besagten Tweet schnell wieder gelöscht – der Spott ist dem Smartphone-Hersteller aber dennoch sicher. Delikat an der Angelegenheit sind aber die besonderen Umstände: Eine hochrangige Huawei-Mitarbeiterin war erst kürzlich in Kanada verhaftet worden, weil das Unternehmen sich nicht an die Sanktionen gegen den Iran gehalten haben soll. China hatte im Gegenzug einen Boykott von Apple-Produkten ausgerufen.

Huawei rutscht durch die Panne in der Liste der Apple-Konkurrenten wieder nach oben, die Tweets von einem iPhone veröffentlichen. Erst Anfang Dezember 2018 hat beispielsweise Samsung das Galaxy Note 9 beworben – über Twitter, von einem iPhone. Huawei selbst musste sich im vergangenen Jahr bereits erklären, nachdem die Markenbotschafterin Gal Gadot ("Wonder Woman") ebenfalls einen Tweet von einem iPhone veröffentlicht hatte.


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