Apple Mirror: Dieser Spiegel läuft mit (einer Art) iOS 10

Entwickler Rafael Dymek will einen Spiegel mit Touchscreen entwickelt haben, der ein auf iOS 10 basierendes Betriebssystem nutzt. Als Beweis hat er auf YouTube ein Video veröffentlicht, in dem der SmartMirror in Aktion präsentiert wird. Klar ist: Wer keine Fingerabdrücke auf einem Spiegel leiden kann, sollte jetzt wegschauen.

In dem Video sehen wir einen Spiegel mit schwarzem Rahmen. Bis hierhin nichts Ungewöhnliches. Allerdings sind links und rechts Apps zu sehen, oben rechts die aktuelle Uhrzeit und oben links das Wetter. Der smarte Spiegel, den Entwickler Dymek selber "Apple Mirror" tauft, ist ein gigantischer Touchscreen. Das Betriebssystem hat er nach eigener Aussage auf Basis von iOS 10 gestaltet.

Filme auf dem Spiegel schauen

Laut Dymek soll der Apple Mirror voll funktionsfähig sein. Zum Beweis verschiebt er Apps oder öffnet ein News-Portal und weitere Programme. Mit einem verbundenen Lautsprecher soll es sogar möglich sein, Apps von Video-Streaming-Anbieter mit dem Spiegel zu nutzen. Aktiviert wird die iOS 10-Nutzeroberfläche angeblich, indem Ihr mit dem Finger auf den Spiegel tippt. Nach 45 Sekunden sollen sich die Elemente von selbst wieder ausblenden.

Womöglich handelt es sich beim iOS 10-ähnlichen Betriebssystem allerdings um ein modifiziertes Android OS oder Windows, das nur im Apple-Look daherkommt. Dafür spricht auch, dass ein bereits von einem Google-Mitarbeiter entwickelter SmartMirror eine Anzeige für Uhrzeit und Wetter besitzt, die dem "Apple Mirror" in Stil und Schriftart ähnlich ist. Zwar hat Dymek den Spiegel nach eigener Angabe nur für seinen privaten Gebrauch entwickelt, doch es ist nicht auszuschließen, dass er vielleicht einen Anruf eines Unternehmens aus Cupertino kommt.

Mit einer Portion gesunder Skepsis ist uns beim Betrachten des Videos allerdings etwas aufgefallen: Sobald Dymek den iOS10-Spiegel mittels Fingertipp bedient, wackelt zwar die im SmartMirror gespiegelte Umgebung deutlich, doch sämtliche Elemente der Benutzeroberfläche scheinen von den Schwingungen hingegen nichts mitzubekommen. Vielleicht ist der "Apple Mirror" also doch nicht ganz so funktionsfähig, wie es dargestellt wird. Sicher lässt sich das allerdings nicht sagen.


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