iPad Pro vs. Surface Pro 4: der ausführliche Video-Vergleich

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iPad Pro (li.) und das Surface 4 Pro (re.)
iPad Pro (li.) und das Surface 4 Pro (re.)(© 2015 CURVED)

Das Surface Pro 4 oder das iPad Pro? Windows oder iOS? Nahezu zeitgleich gehen die Flaggschiffe von Microsoft und Apple in den Verkauf - passend zum anlaufenden Weihnachtsgeschäft. Wir haben die beiden Konkurrenten miteinander verglichen.

Unterschiede werden schon deutlich, wenn man beide Geräte zum ersten Mal in die Hand nimmt: Obwohl es knapp 50 Gramm leichter ist, braucht Ihr für das iPad Pro eine größere Tasche als für das Surface Pro 4. Das verfügt dafür über einen ins Gehäuse integrierten Standfuß, mit dem Ihr es fast überall aufstellen könnt. Das Smart Cover des iPad Pro ist da deutlich instabiler, dafür schützt es das Display. Für einen ähnlichen Schutz müsstet Ihr beim Surface das Type Cover kaufen, bekommt dafür gleichzeitig eine Tastatur, die Apple mit dem Smart Keyboard ebenfalls im Angebot hat.

Nur kleine Unterschiede beim Display

Beim Touchscreen heißt es 12,3 Zoll (Surface Pro 4) gegen 12,9 Zoll (iPad Pro) und 2736 x 1824 Pixel gegen 2732 x 2048 Pixel. Als Ergebnis hat das auch vom Gehäuse her kleinere Surface Pro 4 trotzdem bei der Pixeldichte die Nase vorn. Aber nur sehr, sehr knapp. Es kommt auf 267 ppi gegenüber den 264 ppi des iPad Pro. Für das Auge macht das keinen Unterschied. Beide Tablets haben sehr gute Displays mit satten Farben, großen Betrachtungswinkeln und einer hohen Detailgenauigkeit.

Einheits-Hardware vs. sechs Modelle zur Auswahl

Im iPad Pro steckt immer dieselbe Performance: Der A9X-Chip, der M9-Coprozessor und vier Gigabyte Arbeitsspeicher - egal wie viel Geld Ihr ausgebt. In Sachen Leistung reicht dieses Setup aus, nicht nur aus um mit dem aktuellen MacBook mithalten zu können, sondern es im Benchmark-Test sogar zu übertreffen.

Das Surface Pro gibt es dagegen in sechs unterschiedlichen Varianten, die sich beim Prozessor, Arbeitsspeicher und dem SSD-Speicherplatz unterscheiden. Zur Auswahl stehen der Core m3, i5 und i7 sowie vier, acht oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die SSD bietet je nach Modell 128, 256 oder 512 Gigabyte Speicherplatz. Beim iPad Pro stehen 32 oder 128 Gigabyte zur Auswahl.

Wir hatten die 1500 Euro teure Version des Surface Pro 4 im Test, die zum Arbeiten, Surfen und Filme streamen mehr als genug Rechenkraft hat. Auch Tablet-Spiele laufen problemlos, nur für Top-Titel fehlt die dedizierte Grafikkarte. Bei Geekbench 3 bewegte sich das Windows-Tablet im gleichen Bereich wie das iPad - und auch die günstigste Variante des Surface sollte für Office-Anwendungen, Internetanwendungen und Medienstreaming genug Leistung haben.

Windows oder iOS?

Bei iOS handelt es sich um ein Betriebssystem für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets, Windows hingegen stammt aus der Desktop-Welt. Daraus ergeben sich für die Benutzung der Geräte für verschiedene Szenarien unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Microsoft schafft es zwar durch den Tabletmodus von Windows 10, das Surface Pro 4 auch als Tablet besser nutzbar zu machen als sein Vorgänger mit Windows 8. Aber trotzdem liegt der Fokus bei Office- und Unterhaltungsanwendungen. Das iPad Pro mit iOS 9 kann auch unterhalten, bietet aber vor allem im Zusammenspiel mit dem Apple Pencil noch mehr Möglichkeiten für Kreative. Der Surface Pen sorgt dagegen mit OneNote eher für strukturierteres Arbeiten im Büro.

Zubehör, Anschlüsse und Preis

Während das iPad Pro nur mit einem Lightning-Anschluss aufwarten kann, verfügt das Surface Pro 4 über einen USB-3.0- sowie einen Display-Port-Anschluss und einen Einschub für microSD-Karten. Anders als beim iPad gibt es aber keine Modellvariante mit LTE, sodass Ihr nur per WLAN online gehen könnt - oder einen Datenstick per USB anschließen müsst.

Sowohl Apple als auch Microsoft bieten neben den Eingabestiften auch Tastaturen für ihre großen Tablets an. Die bisherigen Erfahrungen legen nahe, dass in nächster Zeit zahlreiche weitere Hüllen, Tastaturen und anderes Zubehör von Drittanbietern für das iPad erscheinen. Für das Surface Pro 4 ergeben Hüllen aufgrund der Bauform keinen Sinn.

Preislich liegt das iPad Pro vorne: Es ist günstiger als das Surface Pro 4. Apple verlangt für die Einsteiger-Version seines Tablets 899 Euro. Wollt Ihr lieber 128 statt 32 Gigabyte Speicherplatz, zahlt Ihr 1079 Euro. Für die LTE-Version werden 1229 Euro fällig. Das Surface Pro 4 gibt es ab 999 Euro, bei der bestmöglichen Ausstattung steigt der Preis auf 2499 Euro.

Arbeiten oder kreativ sein?

Für sich genommen sind beide Tablets gelungen, haben darüber hinaus aber auch völlig unterschiedliche Einsatzbereiche im Blick. Während das Surface Pro 4 ein Arbeitsgerät ist und sich auch zur Unterhaltung eignet, liegt der Fokus beim iPad Pro neben Entertainment auf Kreativität.

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