iPad, Surface oder doch ein Android? Die besten Tablets für Studenten

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Tablet, Studenten, Lernen, Universität(© 2018 Shutterstock / Candyclub)

Neues Semester, neues Tablet? Auf ein klobiges Notebook kann man verzichten, denn mit dem richtigen Tablet kann man auch Hausarbeiten schreiben. Welche Geräte sich da anbieten, haben wir hier für euch aufgelistet.

Ohne Zubehör eignen sich Tablets nicht wirklich für den Uni-Alltag. Mit der Tastatur auf dem Touchscreen schreibt man nicht mal Referate. Deswegen brauchen Tablets für Studenten externe Tastaturen, die sich im Idealfall direkt anstecken lassen und beim Transport den Bildschirm vor Kratzern schützen. Angesichts des in der Regel begrenzten Budgets, kommen zwei bis drei Modelle in die nähere Auswahl.

Zum Arbeiten: iPad, Surface oder Galaxy Tab

Das neue Surface Go, das aktuelle iPad – Apple spricht von der sechsten Generation, wir hängen "9.7 (2018)" hinten dran – und das Samsung Galaxy Tab S4 sind alle ähnlich groß. Die Diagonalen der Bildschirmen schwanken zwischen 9,7 und 10.5 Zoll. Bei der Displaytechnik und der Ausstattung gibt es noch weitere Unterschiede. Die meisten kann man aber bei der Nutzung in der Bibliothek, im Hörsaal oder am Schreibtisch vernachlässigen. Jeder Touchscreen hat ein scharfes Bild, die Hardware ist zum Arbeiten völlig ausreichend und der interne Speicher reicht für Präsentationen und Text-Dokumente aus.

Zudem gibt es für jedes der drei Tablets Ansteck-Tastaturen. Microsoft und Samsung haben für das Surface Go und das Galaxy Tab S4 eigene Modelle im Angebot, bei Apple stehen zahlreiche Drittanbieter mit ihren Produkten bereit. Um mit den externen Tastaturen sinnvoll arbeiten zu können, benötigt man auf jeden Fall einen Tisch oder ähnlich stabilen Untergrund. Sitzt man im Hörsaal auf dem Fußboden muss man das Tablet ständig ausbalancieren. Das Surface Go hat bei der Standfestigkeit einen klaren Vorteil. An seiner Rückseite befindet sich ein Standfuß zum Ausklappen. Die anderen beiden Tablets sind dafür jeweils auf die Hilfe einer (Tastatur-)Hülle angewiesen. Für die Ansteck-Tastaturen muss man je nach Modell zwischen 100 und 150 Euro einplanen.

Ein wichtiger Unterschied zwischen den drei Tablets ist das Betriebssystem. Auf dem iPad läuft iOS, auf dem Surface Go Windows und auf dem Galaxy Tab S4 Android. Davon ist keines grundsätzlich besser oder schlechter zum Arbeiten geeignet. Office-Apps wie Word & Co gibt es für alle drei. Wichtiger könnte die Frage sein, ob ihr euch bereits an eines von ihnen gewöhnt habt und bereits einen Mac oder Windows-PC nutzt. Dann würde es Sinn ergeben, ein Tablet aus dem gleichen Universum anzuschaffen. Zudem solltet ihr prüfen, ob es spezielle Programme für euer Studium gibt, die nicht für jedes Betriebssystem zur Verfügung stehen.

Das Galaxy Tab S4 kann man per Kabel an einen Monitor anschließen und dann bis zu fünf Android-Apps von dem Tablet auf ihm laufen lassen. Samsung DeX heißt diese Funktion und bindet auch eine Maus und Tastatur ein, so dass man bequem auf dem großen Bildschirm arbeiten kann. Das Surface Go schafft dies über seinen USB-C-Anschluss ebenfalls und spiegelt seinen Bildschirm komplett. Beim iPad müsste man dafür den Umweg über ein Apple TV nehmen.

Es widerspricht dem Klischee, aber in dieser Auswahl ist das iPad 9.7 (2018) das günstigste Gerät. Man bekommt es bereits ab 349 Euro und muss für mehr Speicher oder ein verbautes LTE-Modem zusätzlich Geld ausgeben. Das Surface Go folgt mit einem Startpreis von 449 Euro. Hier könnt ihr nur für mehr Speicher extra zahlen. Das Samsung Galaxy Tab S4 ist trotz Android mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro am teuersten. Für einen Aufpreis von 60 Euro baut der Hersteller noch ein LTE-Modem in das Tablet ein.

Mehr Unterhaltung als Produktivität: MediaPad oder Fire Tablet

Steht bei eurer Entscheidung für ein Tablet die Produktivität im Hintergrund, wird das verfügbare Zubehör unwichtiger und die Auswahl erweitert sich um zwei weitere Geräte: Das Huawei Media M5 und das Amazon Fire HD10. Beide haben ebenfalls rund zehn Zoll große Displays und laufen mit Android, bzw. einer extra angepassten Variante von Googles Betriebssystem. Zur Not könnte man mit ihnen auch arbeiten, aber mit ihrer Hardware und Bildschirmen laden sie eher zur Unterhaltung ein. Mit Musik, Serien, Filmen oder Spielen kann man sich auf ihnen die Zeit vertreiben.

Zudem sind sie günstiger als die drei anderen vorgestellten Modelle. Das Huawei MediaPad M5 geht aktuell für knapp über 300 Euro über den Ladentisch und Amazon bietet das Fire HD10 ab verlockenden 150 Euro an. Dafür bindet ihr euch allerdings sehr eng an den Online-Händler. Stört euch das nicht, lohnt es sich eventuell Geduld zu haben. Das aktuelle Amazon Fire HD10 wurde im September 2017 vorgestellt und gerüchteweise könnte im Oktober eine Nachfolger oder eine aktualisierte Version erscheinen.

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