iPhone-App "Nude" findet Eure Nacktbilder und versteckt sie

Die Nude-App versteckt und verschlüsselt Eure Nacktaufnahmen auf dem Smartphone
Die Nude-App versteckt und verschlüsselt Eure Nacktaufnahmen auf dem Smartphone

Bilder aus der iPhone-Galerie verschwinden lassen: Gerade wenn Ihr Freunden oder Familienmitgliedern Eure Urlaubsfotos auf dem Smartphone zeigen möchtet und sich zwischen den Aufnahmen Nacktbilder von Euch oder anderen Personen verstecken, kann das blankes Entsetzen beim Betrachter auslösen. Die App "Nude" soll entsprechende Fotos unter iOS verstecken und verschlüsseln.

Die Entwickler von "Nude" haben ihrer App laut The Verge durch maschinelles Lernen beigebracht, nackte Tatsachen in Eurer Foto-Galerie zu entdecken. Trainiert haben sie den Algorithmus mit einer Vielzahl an Pornobildern. Insgesamt soll die Erkennung schon sehr gut funktionieren, doch sie sei noch nicht perfekt.

Nacktheit ist ein Hollywood-Problem

Alle identifizierten Nacktfotos werden dann in einen speziellen Bereich innerhalb der App verschoben und aus der iPhone-Galerie sowie von iCloud gelöscht. Zusätzlich können die privaten Aufnahmen mit einem Passwort gesichert werden. Das Programm soll über die Frontkamera sogar Fotos machen, sobald jemand den Code falsch eingibt. Durch das Programm dürften Nacktbilder vor Hackern geschützt sein und können auch nicht versehentlich verschickt werden.

Zu den Erfindern von "Nude" gehört Jessica Chiu. Sie soll im Rahmen eines Filmprojektes mit mehreren Hollywood-Schauspielerinnen gesprochen haben. Diese hatten offenbar alle anzügliche Bilder auf ihren Smartphones oder Laptops, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Nur wussten die Frauen nicht, wie sie die Fotos schützen können. Auch beim Durchstöbern der Foto-Galerie von Freunden hat Chiu angeblich recht schnell Nacktbilder gefunden. So hat sie wohl die Idee für diese App bekommen.

Gegenüber dem App-Entwickler lasst Ihr allerdings nicht die Hosen runter: Die Erkennung der Bilder soll lokal auf Eurem Smartphone vonstattengehen, die Aufnahmen werden demnach nicht erst an eine Cloud zur Verarbeitung gesendet. Möglich mache dies Apples Framework CoreML, das mit iOS 11 Bestandteil des Betriebssystems geworden ist. Auf Geräten mit einer älteren Version komme "Caffe2" von Facebook zum Einsatz, doch auch dann findet die Analyse offenbar lokal statt. Falls Ihr selbst pikante Aufnahmen auf Eurem iPhone habt und diese sichern möchtet, könnt Ihr Euch "Nude" im App Store herunterladen. Eine Version für Android-Geräte sei noch in Arbeit.


Weitere Artikel zum Thema
Falt­bare Geräte: Wird Apple das Feld von hinten aufrol­len?
Christoph Lübben
Das Display der Apple Watch könnte irgendwann einer flexiblen Variante weichen
Apple soll über ein Display nachdenken, das sich aufrollen lässt. Ein solcher Bildschirm könnte der faltbaren Konkurrenz überlegen sein.
iPhone: FaceTime-Fehler verhin­dert Hinzu­fü­gen weite­rer Teil­neh­mer
Francis Lido
Gruppen-Facetime ermöglicht Video-Telefonate mit bis zu 32 Personen
FaceTime bereitet erneut Probleme: Einige Nutzer können einem laufenden Gespräch offenbar keine weiteren Teilnehmer hinzufügen.
iPho­nes und Co.: Diese Apple-Neuhei­ten sagt ein Analyst für 2019 voraus
Francis Lido
Die kommenden iPhones werden wohl genauso groß wie die aktuellen Modelle
Neue iPhones, iPads, MacBooks und mehr: Apple hat 2019 offenbar viel vor.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.