iWatch als Luxus-Uhr? Apple wirbt TAG Heuer-Manager ab

Wird die iWatch etwa teurer als gedacht? Apple hat kürzlich den Sales Director des Schweizer Luxusuhren-Herstellers TAG Heuer abgeworben – und Analysten schwärmen bereits von einer "Chance für Uhren im High-End-Segment".

Bislang hat Apple den Preis für seine iWatch noch nicht verraten, geschweige denn überhaupt die Absicht, eine eigene Smartwatch veröffentlichen zu wollen. Analysten spekulieren allerdings bereits eifrig. Ein CNBC-Bericht deutet nun erneut auf Apples Smartwath-Ambitionen – und sorgt für Sorgenfalten bei sparsamen Gadget-Fans: Demnach haben die Kalifornier den Sales Director des Schweizer Luxusuhren-Herstellers TAG Heuer abgeworben.

Wie der Manager Jean-Claude Biver vom Mutterkonzern LVHM dem Sender bestätigte, solle sich der abgeworbene Verkaufsleiter bei Apple um das Marketing der neuen iWatch kümmern. Nach Informationen von CNBC soll Apple in den vergangenen Monaten bereits mehrfach versucht haben, Führungskräfte von namenhaften Schweizer Uhrenmachern abzuwerben – bislang jedoch ohne großen Erfolg.

Begehrtes Label "Swiss Made" soll Verkauf anheizen

Nach Ansicht der Analysten von Bernstein Research wolle Apple mit der Abwerbungsstrategie das begehrte Label "Swiss Made" erlangen, das auf dem Uhrenmarkt für hohe Qualität steht. "Die Schweizer haben allerdings kein Interesse daran, mit Apple zusammenzuarbeiten – wenn du ein Luxushersteller bist und mit Apple kooperierst, dann kommt es zu einem Verwässerungseffekt", so der Bernstein-Experte Mario Ortelli.

Die Schweizer Uhrenhersteller seien einfach nicht daran interessiert, ihren Namen für ein Produkt herzugeben, das in Kalifornien designt und in China hergestellt wird. Laut Ortelli würde die iWatch tatsächlich eine potenzielle Konkurrenz für Schweizer Uhren darstellen – allerdings nur für billige Zeitmesser. Für Hersteller hochpreisiger Uhren sei die iWatch hingegen eine "Chance" neue Käuferschichten anzulocken.

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