LG G6 schneidet in DxOMark-Kameratest schlechter ab als LG V20

Das LG G6 hat ein gutes Ergebnis im DxOMark erzielt – liegt aber hinter dem LG V20
Das LG G6 hat ein gutes Ergebnis im DxOMark erzielt – liegt aber hinter dem LG V20(© 2017 CURVED)

Die Kamera-Experten von DxOMark haben sich das das LG G6 vorgenommen: Im Test schneidet die Dualkamera zwar gut ab, jedoch schlechter als das hierzulande nicht erhältliche Top-Smartphone LG V20. Bemängelt wurde ein Bildrauschen bei einigen Aufnahmen.

Im Kamera-Test haben sich mehrere Schwächen beim LG G6 gezeigt: Laut DxOMark gehen Bild-Details verloren, wenn Fotos bei schlechten Licht- und Kontrastverhältnissen geschossen werden. Dabei trete auch ein Rauschen auf den Aufnahmen auf, also Bildartefakte, die etwa durch eine digitale Aufhellung des Fotos entstehen. Allerdings sei dieser Effekt nicht immer sichtbar, sodass einige Bilder im Test hiervon stärker betroffen waren als andere – trotz gleichbleibender Lichtverhältnisse.

Probleme mit feinen Strukturen

Die Dualkamera des LG G6 soll auch bei feinen Strukturen Probleme haben. Etwa bei engen Gitter-Netzen könne ein Moire-Effekt auftreten, also Linien, die sich über den entsprechenden Bildteil ziehen. Zudem haben die Experten bei einigen Fotos leichte Lichtringe rund um kleinere Bildobjekte festgestellt, die womöglich durch softwareseitige Bildverbesserer entstehen. Generell sei es auch möglich, dass einige Bilder einen leichten Grünstich erhalten – unabhängig von den jeweiligen Lichtverhältnissen.

Gelobt hat DxOMark die Farbgebung und den Weißton der Fotos. Der Autofokus des LG G6 soll gerade bei guten Lichtverhältnissen sehr schnell funktionieren, beispielsweise bei Sonne fängt die Kamera viele Details ein. Demnach entstehen viele der genannten Probleme erst, wenn es etwas dunkler ist. Insgesamt hat das LG G6 das ordentliche Ergebnis von 84 Punkte erreicht. Damit liegt es allerdings hinter dem LG V20 von 2016, das im Test 85 Punkte erhalten hat. Hierzulande ist das V20 nicht erhältlich: Dem südkoreanischen Hersteller zufolge sollen Europäer nämlich keine Phablets mögen.