Make Galaxy S3 Great Again: Trump nutzt offenbar einen Uralt-Androiden

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US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump(© 2017 CC: Flickr/Gage Skidmore)

Unsicherer geht es wohl kaum: Allem Anschein nach benutzt US-Präsident Donald Trump immer noch ein Galaxy S3. Das Smartphone ist mittlerweile fünf Jahre alt und bekommt keine Sicherheitsupdates mehr.

Dabei hatte es vor einigen Tagen noch geheißen, dass Trump sein privates Smartphone abgegeben und gegen ein verschlüsseltes, vom Secret Service abgesegnetes Gerät eingetauscht hätte. Doch neue Berichte der New York Times legen nahe, dass Trump offenbar weiterhin ein privates Gerät nutzt. So hätte der 70-Jährige in einem Telefoninterview erwähnt, dass es „die schönsten Telefone sind, die ich je in meinem Leben benutzt habe“. Desweiteren hätte der verantwortliche Redakteur Trump beobachtet, wie er mit seiner Familie auf dem Sofa gesessen und ein altes Smartphone genutzt hätte.

Android Central zufolge handelt es sich dabei um das Galaxy S3 von Samsung. Darauf deuten einige Design-Spezifika auf den wenigen verfügbaren Bildern hin, etwa die Lage des Kopfhöreranschlusses sowie der LED-Blitz. Nicht ausschließen will man, dass es sich um eine Sonderanfertigung handelt. Doch fest steht: Das Smartphone ist bereits fünf Jahre alt. Im schnelllebigen Mobile-Markt mehr als eine halbe Ewigkeit! Abgesehen davon,  dass "The Donald" über das nötige Kleingeld verfügt: Das letzte Update bekam das Smartphone Mitte 2015. Während aktuelle Androiden schon mit Android 7 Nougat ausgestattet werden, läuft das S3 noch auf auf Android 4.3 Jelly Bean.

Das letzte Update im August 2015

Egal, in welchem Umfang Trump den Android-Knochen nutzt: Dass der mächtigste Mann der Welt über ein derart angreifbares Stück Technik kommuniziert, ist ein enormes Sicherheitsrisiko. Je älter ein Smartphone mit dem Google-Betriebssystem ist und je länger ein sicherheitsrelevantes Update zurückliegt, desto mehr Sicherheitslücken können Hacker theoretisch ausnutzen. Auch wenn Trump mit diesem Gerät keinerlei Daten aus dem Weißen Haus abrufen könnte, so könnte es eine Verbindung zu seinem Twitteraccount haben, den er weiterhin privat nutzt. Auf diese Weise wiederum könnten Dritte an die Zugangsdaten gelangen. Nicht auszumalen was passiert, wenn der Twitter-Account des gewählten US-Präsidenten mit Abermillionen Followern in die falschen Hände gerät. Denn schon vor einigen Jahren war das Benutzerkonto Trumps bei Twitter gehackt worden.

Aus diesem Grund verwendete sein Vorgänger Barack Obama in den Anfängen einen modifizierten Blackberry, später dann ein iPhone, das er wiederum nur eingeschränkt nutzen durfte. Doch dass Trump in nächster Zeit auf ein Apple-Smartphone wechseln könnte, ist dann eher unwahrscheinlich. Noch im Wahlkampf hatte er dazu aufgerufen, den Konzern aus Cupertino zu boykottieren, solange er nicht die Produktion aus China zurück in die USA verlagern würde.


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