Medion Lifetab X10311 im Test: ein Schwergewicht zum kleinen Preis

Das Medion Lifetab X10311 macht einen stabilen Eindruck, ist aber vergleichsweise recht schwer
Das Medion Lifetab X10311 macht einen stabilen Eindruck, ist aber vergleichsweise recht schwer(© 2017 CURVED)

Medion hat ein günstiges Android-Tablet mit LTE auf den Markt gebracht, das mit einer sehr guten Verarbeitung und stabilem Metallgehäuse daher kommt. Was es abseits davon taugt und wo Ihr Abstriche machen müsst, lest Ihr hier im Test.

Beim Medion Lifetab X10311 handelt es sich um eine Neuauflage des Lifetab X10301. Dieses hatte zwar von Hause aus mit 64 Gigabyte mehr internen Speicher, musste dafür aber auf den neuen WLAN-Standard ac verzichten. Der ist nun mit dabei, das neue Tablet hat aber nur 32 Gigabyte Speicher.

Design und Verarbeitung

Das Medion Lifetab X10311 kommt in einem schwarzen Metallgehäuse und fühlt sich sehr hochwertig an. Rings um das Tablet verläuft ein silberner Rand, oben und unten sind Front und Rücken mit einer schmalen Gummischicht abgesetzt, was für besseren Grip sorgt.

Das Lifetab X10311 ist mit 605 Gramm allerdings richtig schwer. Zum Vergleich: das aktuelle iPad (ohne Pro) wiegen knapp 135 Gramm weniger. Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn Ihr gern auf dem Rücken auf dem Sofa liegt, während Ihr ein Tablet nutzt. Denn das wird schon nach kurzer Zeit anstrengend.

Technische Ausstattung und Performance

Der Bildschirm ist 10,1 Zoll groß und löst durch den Widescreen mit etwas mehr als Full HD (1920 x 1200 Pixel) auf. Das Display bietet gute Kontraste und die IPS Technologie sorgt für weite Blickwinkel.

Im Inneren arbeitet der achtkernige MediaTek MT8783 Prozessor, der mit jeweils 1,3 GHz taktet. Dazu kommen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und der erwähnte 32 Gigabyte große  Speicher. Letzterer lässt sich per microSD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitern. Doch der Slot für die Karte ist leider offen und nicht mit einer Klappe oder ähnlichem geschützt. Als Betriebssystem kommt Android 7.0 Nougat zum Einsatz. Neben dem Surfen über WLAN könnt Ihr auch eine SIM-Karte einstecken, um das mobile Internet zu nutzen. Der Akku ist 8000 mAh groß. Mit PCMark für Android erreichte das Gerät im Work 2.0 Battery Life Test fast neun Stunden bei mittlerer Bildschirmhelligkeit. Leider dauerte das vollständige Aufladen im Test mehr als sechs Stunden.

Die verbaute Frontkamera löst mit zwei Megapixeln auf. Das reicht, wenn Ihr sie für Videotelefonie benutzt. Doch bei schwachen Lichtverhältnissen erhaltet Ihr schnell ein schwarzes Bild. Die rückseitige Kamera löst mit fünf Megapixeln auf. Für Schnappschüsse ist die Qualität okay.

Wenn Ihr das Tablet in Betrieb nehmt, werden einige Apps schon vorinstalliert. Dazu zählen neben Googles Standard-Apps wie Maps, Gmail und Co. auch zum Beispiel das Antiviren-Programm von McAfee, Ebay und Skype. Benötigt Ihr diese nicht, könnt Ihr sie deinstallieren.

Grafisch aufwendige Spiele wie "Asphalt 8" laufen nur auf niedrigen Grafikeinstellungen flüssig(© 2017 CURVED)

Im alltäglichen Betrieb macht das Tablet eine gute Figur. Textverarbeitung, Surfen im Netz und auch das Abspielen von Videos sind kein Problem. Bei unserem Test ist der Google Play Store des Öfteren aus bisher nicht erklärbaren Gründen abgestürzt. Andere Apps hatten dieses Problem allerdings nicht. Abstriche müsst Ihr beim Multitasking machen. Sobald eine andere leistungshungrige App läuft, wie beispielsweise ein Spiel, zeigt das Tablet nicht die stärkste Performance. Das Ergebnis: Bei Eingaben auf dem Starbildschirm kommt es zu Rucklern, Apps öffnen sich langsam und Eingaben werden stark verzögert erkannt.

Im Benchmark-Test kommt das Tablet auf ausreichend gute Werte für die Alltagsnutzung. Bei AnTuTu erreichte es im Schnitt 39824 Punkte. Geekbench schaffte 634 Punkte im Single-Core-Modus sowie 2535 Punkte im Multi-Core-Modus. Spiele laufen bei diesen Werten nicht immer zufriedenstellend. "Asphalt 8" lief zum Beispiel erst auf den niedrigsten Grafikeinstellungen flüssig. "Super Mario Run" könnt Ihr dagegen in hoher Auflösung spielen. Wer bei einem Tablet eher Wert auf anspruchsvolles Gaming legt, sollte lieber zu höherpreisigeren Geräten greifen.

Fazit

Wer ein günstiges, stabiles Android-Tablet mit guten Display sucht, sollte sich das 249 Euro teure Medion Lifetab X10311 auf jeden Fall anschauen. Leider ist das Tablet recht schwer geworden, wodurch sich der Einsatz nicht als so flexibel herausstellt wie mit Konkurrenzgeräten. Spielt Ihr gern unterwegs solltet Ihr vielleicht eher ein anderes Modell in Erwägung ziehen.


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