MWC 2018: Vier neue Outdoor-Smartphones im Vergleich [mit Video]

Outdoor-Smartphones müssen robust sein und einiges aushalten. Zwischen vier Neuvorstellungen vom MWC 2018 gibt es aber große Unterschiede. Ihre Zusatzfunktionen machen sie für sehr verschiedene Zwecke interessant.

Das bekannteste neue Outdoor-Smartphone vom MWC 2018 dürfte das CAT S61 sein. Zudem betritt mit Land Rover eine bekannte Marke die Bühne der robusten Mobiltelefone. Crosscall hat den Sprung aus Frankreich über die Grenze nach Deutschland gewagt und Ruggear versucht mit einem großen Display zu punkten. Alle vier Modelle sind wasserdicht und haben zahlreiche Falltests erfolgreich bestanden.

CAT S61: Das Allround-Werkzeug

Wie schon der Vorgänger S60 verfügt das CAT S61 über eine Wärmebildkamera. Die liefert in der neuen Generation schärfere Bilder und erfasst einen höheren Temperaturbereich. Zusätzlich baut der Hersteller ein Luft- bzw. Schadstoffmessgerät für flüchtige organische Verbindungen in das Smartphone ein. Mit einem Laser misst das Smartphone darüber hinaus Entfernungen.

Mit 899 Euro ist das CAT S61 allerdings nich günstig. Die große Investition lohnt sich nur, wenn man die Werkzeuge des Smartphones auf der Baustelle oder anderswo beruflich nutzt. Wer nur ein wasserdichtes, robustes Smartphone haben will, kommt mit anderen Modellen günstiger davon.

Land Rover Explore: Der Abenteuer-Begleiter

Das Land Rover Explore ist nicht nur ein hilfreicher Begleiter, wenn man mit seinem Jeep durch den Dschungel fährt. Ähnlich wie bei den Moto Mods von Motorola kann man auf der Rückseite des Explore ein Akkupack befestigen und so die Batteriekapazität fast verdoppeln. Zusätzlich befindet sich ein GPS-Modul in dem Akkupack. Das soll genauer und stärker als das vom Smartphone sein und mit eigenständigen GPS-Geräten mithalten können.

Zusammen mit dem Akkupack ist das Land Rover Explore sehr dick, lässt sich aber mit einer Hülle und einem Karabiner außen an Jacken, Hosen oder Rucksäcken befestigen. Zusätzlich kooperiert der Hersteller mit dem Kartendienst Viewranger. Damit bietet sich das – inklusive Akkupack und Karabinerhülle – 649 Euro teure Smartphone vor allem für längere Wanderungen, Kanutouren und andere Ausflüge in die Natur an.

Ruggear RG850: Der Schönling

Das auf dem MWC 2018 ausgestellte RG850 von Ruggear hatte noch nicht das finale Design. So soll zum Beispiel der Gummi-Rahmen auf der Vorderseite noch höher werden, um das Display besser zu schützen. Aber trotzdem ist es für ein Outdoor-Smartphone vergleichsweise schmal und elegant. Mit seinem Display im 18:9-Format folgt es zudem dem aktuellen Trend zu lang gezogenen Displays. Preislich gehört es mit 349 Euro zu den günstigen Outdoor-Smartphones und soll im zweiten Quartal 2018 erhältlich sein.

Crosscall Action X3: Der Action-Sportler

Ebenfalls 349 Euro kostet das bereits erhältliche Crosscall Action-X3. Es ist quasi der Allrounder unter den neuen Outdoor-Smartphones mit einem Faible für Action-Sports. Auf seiner Rückseite befindet sich mit X-Link eine magnetische Schnittstelle mit zwei Funktionen. Mit ihr kann man das Smartphone an Halterungen im Auto oder mit einer zusätzlichen Sicherung am Fahrradlenker befestigen. Zusätzlich überträgt sie drahtlos Strom. Wahlweise von einem Ladegerät oder einem Akkupack zum Anstecken. Das schont die Gummi-Abdeckung über den USB-C-Anschluss, der bei zu häufiger Benutzung irgendwann seine Wasserdichtigkeit einbußen würde.

Vier Smartphones für vier unterschiedliche Nutzer: Das CAT S61 ist für Handwerker, Bauarbeiter oder Ingenieure ein praktischer Begleiter. Das Land Rover Explore würde ich als Abenteurer einpacken. Ginge es mir nur um den Look, würde ich das Ruggear RG 850 nehmen und das Crosscall Action-X3 ist das ideale Outdoor-Smartphone für den Alltag und beim Action-Sport.

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