NASA-Sensor für Smartphones soll Lungenkrebs aufspüren

Kann NASA-Technik im Smartphone bald Diagnosen stellen?
Kann NASA-Technik im Smartphone bald Diagnosen stellen?(© 2014 CC: Flickr/NASA Goddard Photo and Video)

Das Smartphone könnte bald Teil der Gesundheitsvorsorge werden. Ein von der NASA entwickelter Sensor soll in Verbindung mit einer App Krankheiten frühzeitig erkennen. Vantage Health, eine der führenden Firmen in der mobilen Gesundheitstechnologie, und der Mutterkonzern Nanobeak haben laut Mobihealthnews in dieser Woche eine Zusammenarbeit mit dem Scripps Translational Science Institute (STSI) beschlossen. Das Ziel: die Entwicklung sogenannter Point-of-Care-Sensor-Apps. Damit soll es möglich sein, diagnostische Untersuchungen schnell und ohne langwierige Laborarbeit vorzunehmen.

Ein Hauch auf den Sensor reicht zur Erkennung der Krankheit

Die Technik für die Apps stammt direkt aus den Laboren der NASA. Die US-Raumfahrtbehörde hat einen Chip entwickelt, auf dem mehrere Sensoren platziert sind, die auf bestimmte Chemikalien reagieren. Zunächst kam der Sensor bei Trägerraketen zum Einsatz, um mögliche Treibstoff-Lecks frühzeitig zu erkennen. Auf der internationalen Raumstation ISS untersuchen die Chips die Luftqualität. Mittlerweile sind die Sensoren in einem Gehäuse untergebracht, das an ein Smartphone angedockt werden kann und per App die gesammelten Daten auswertet.

STSI, Vantage Health und Nanobeak wollen diese Technik jetzt so schnell wie möglich im Bereich der Gesundheitsvorsorge anwenden. Die erste App soll bei der Erkennung von Lungenkrebs helfen. Zum Hintergrund: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und dem Stickstoffgehalt der ausgeatmeten Luft eines Betroffenen. Zur Erkennung könnte es also reichen, wenn ein Patient auf den Sensor der Smartphone-App haucht. Apps zur Diagnose weiterer Krankheiten sollen folgen.


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