Neue Xbox: Microsoft arbeitet offenbar an günstiger Streaming-Konsole

Auf die aktuelle Xbox-Generation soll offenbar auch eine Konsole mit Streaming-Schwerpunkt folgen
Auf die aktuelle Xbox-Generation soll offenbar auch eine Konsole mit Streaming-Schwerpunkt folgen(© 2017 Microsoft)

Während der Spielemesse E3 in Los Angeles verriet Microsoft, dass das Unternehmen an einer neuen Xbox-Generation arbeite. Nun heißt es, dass unter dem Projektnamen "Scarlett" nicht nur eine Art Xbox Two in Entstehung sein soll.

Neben solch einer neuen High-End-Konsole mit weitaus stärkerer Hardware als der, die wir aus der aktuellen Xbox One X kennen, soll laut Brad Sams von Thurott nämlich auch eine Xbox entwickelt werden, die voll auf Streaming setzt. Dem Bericht nach werde dieses Gerät günstiger sein, weil es eben keine leistungsstarke Hardware für die Wiedergabe von Games benötigt. Spiele werden stattdessen auf Servern von Microsoft ausgeführt und wie bei Diensten wie GeForce Now oder PlayStation Now lediglich über das Internet auf den Bildschirm des Gamers übertragen.

Optimierte Streaming-Technologie gegen Lags

Damit beim Spielen über die sogenannte "Scarlett Cloud" keine Verzögerungen oder Ruckler auftreten, arbeite Microsoft an einem neuen Ansatz für das Streaming von Games, so Sams. Demnach biete die Streaming-Xbox zumindest so viel Leistung, dass sie einen kritischen Teil der Prozesse bei der Wiedergabe ausführen könne. Dazu soll neben der Bildwiedergabe und der Verarbeitung von Eingaben durch den Controller zum Beispiel auch die Kollisionsabfrage von Objekten in einem Spiel gehören.

Zwar werde die Streaming-Konsole also günstiger als die traditionelle Variante mit leistungsstarker Hardware. Ganz so wenig wie manch andere Vollblut-Streaming-Geräte soll sie aber nicht kosten. Spieler werden außerdem mit Sicherheit dazu ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen müssen, um den Streaming-Dienst nutzen zu können.

Ausstattung noch unbekannt

Positiv könnte sich auf die Geschwindigkeit beim Spielen mit der Streaming-Xbox auch ein anderer Faktor auswirken: Microsoft könnte sowohl die Games zur Übertragung an die Spieler als auch die Server für Multiplayer-Partien auf seiner Azure-Plattform laufen lassen und so an dieser Stelle Übertragungszeit einsparen.

Über die enthaltene Hardware in der nächsten High-End-Xbox und in der Streaming-Xbox ist noch nichts bekannt. Da beide Konsolen aber wohl auch erst 2020 erscheinen sollen, hat das US-Unternehmen noch einige Zeit, um die Komponenten festzulegen und aufeinander abzustimmen.


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