Nextbit Robin: So soll die Cloud den Smartphone-Speicher retten

Nextbit hat lange Zeit ein großes Geheimnis daraus gemacht, was da hinter verschlossenen Türen entwickelt wird. Nun ist die Katze aus dem Sack und wir wissen endlich, woran die Branchenveteranen von Apple, Google, HTC & Co dort gearbeitet haben: Das Nextbit Robin ist das erste Smartphone des Herstellers – und es soll laut den Machern viel smarter sein als bisherige Geräte.

Gegründet wurde Nextbit von den Android-Experten Tom Moss und Mike Chan sowie dem HTC-Design-Chef Scott Croyle, um ein völlig neuartiges Smartphone mit Android-Betriebssystem zu entwickeln. Ganz so neu, wie sich dies vielleicht so mancher in den vergangenen Monaten vorgestellt hat, ist das Nextbit Robin aber scheinbar doch nicht. Die überragende Veränderung, die das Gerät zu bieten hat, ist nämlich offenbar bloß eine intelligente Auslagerung von Daten und Apps.

Lokaler Speicher soll keine Rolle mehr spielen

Das modifizierte Android-System, das zum oder kurz nach dem Release wohl noch auf Android 6.0 Marshmallow aktualisiert wird, soll dem ewigen Datenhunger von Apps, Fotos und Co. mit Verstand entgegentreten. So soll alles, was lange Zeit nicht mehr verwendet wurde, in einen Cloud-Speicher hochgeladen wird. Wird nun eine der online gesicherten Dateien doch noch benötigt, lädt das Nextbit Robin sie wieder herunter. Ausgelagerte Fotos werden, solange Ihr sie nicht öffnet, nur von grob aufgelösten und platzsparenden Platzhaltern auf Eurem Smartphone vertreten.

Die Ausstattung des Nextbit Robin erinnert an eine Mischung aus einem LG G4 und einem OnePlus 2: Ein Snapdragon 808 bildet mit 3 GB RAM wie beim Akkuwunder aus Korea das Herz des Smartphones. Die Kameras lösen wie beim chinesischen "Flaggschiff-Killer" mit 13 beziehungsweise 5 MP auf. Einen USB-Typ-C-Anschluss soll das Nextbit Robin genauso besitzen wie ein 5,5-Zoll-1080p-Display. Der interne Speicher ist 32 GB groß und natürlich nicht per microSD-Karte erweiterbar – hier soll schließlich der Cloud-Speicher ins Rennen kommen. 100 GB spendiert Nextbit pro Gerät. Weitere Features sind NFC, ein Fingerabdrucksensor und Doppel-Lautsprecher auf der Vorderseite.

Finanzierung via Kickstarter

Das Nextbit Robin wurde zwar offiziell angekündigt, jedoch hat die Produktion noch lange nicht begonnen. Die Gründer haben das Smartphone mit Cloud-Fokus als Kickstarter-Projekt mit einem Finanzierungsziel von 500.000 Dollar konzipiert.

Die ersten 1000 Unterstützer, die das Gerät zum günstigeren Preis von 299 Dollar erhalten sollen, waren bereits nach wenigen Stunden gefunden. Sie bekommen ihr Nextbit Robin bereits im Januar 2016 - zumindest, wenn alles nach Plan verläuft. Alle Weiteren, die das Projekt über Kickstarter unterstützen, sollen 349 Dollar bezahlen und das Smartphone ab Februar erhalten. Später will Nextbit für das Robin 399 Dollar verlangen.


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