Oculus Rift-Erfinder entschuldigt sich für hohen Preis

Peinlich !7
Die Oculus Rift mit Zubehör kostet hierzulande 741 Euro inklusive Versand
Die Oculus Rift mit Zubehör kostet hierzulande 741 Euro inklusive Versand(© 2016 Oculus VR)

699 Euro zuzüglich Versandkosten – so viel müssen Deutsche Kunden für eine Oculus Rift hinblättern. So mancher Virtual-Reality-Fan hatte offenbar mit weniger gerechnet. Oculus-Gründer Palmer Luckey rechtfertigt nun den hohen Preis und nennt ihn "obszön billig", wie Videogamer berichtet. Sein Unternehmen mache damit nicht einmal Gewinn.

Seit dem 6. Januar ist die Katze aus dem Sack: Die Oculus Rift lässt sich vorbestellen und die Preise sind bekannt: 599 Dollar für US-Kunden, 699 Euro für deutsche Interessenten. Das ist offenbar mehr, als erwartet wurde. Hatte Palmer Luckey nicht im Vorfeld von ungefähr 350 Dollar gesprochen? Im Rahmen eines AMA auf Reddit stellte sich der Oculus-Gründer nun den Fragen der Community und entschuldigt sich: "Ich habe die Kommunikation schlecht gehandhabt".

Erste Charge bereits ausverkauft

Er erklärt, dass viele Berichte einen Preis von 1500 Dollar nannten, dabei bezog sich die Summe auf Oculus Rift inklusive eines Gaming-PCs mit passender Hardware. In einem Interview wurde Luckey danach gefragt, ob Oculus Rift 350 Dollar kosten werde, woraufhin er antwortete: "so was in dem Dreh" – denn der Betrag liegt näher an 599 Dollar als an 1500 Dollar.

Erst in den zwei Wochen vor Beginn des Vorverkaufs habe Luckey versucht zu vermitteln, dass Oculus Rift doch teurer wird als 350 Dollar. Zudem war die zweite Revision der Vorab-Hardware zu diesem Preis erhältlich, was die Erwartungshaltung zusätzlich geschürt habe. Allerdings sei das Entwickler Kit dem finalen Release unterlegen. "Um eines absolut klarzustellen: Wir verdienen nichts an der Rift", so Luckey. Selbst ohne Extras wie das Xbox One-Pad oder die Oculus Remote würde der Preis nicht merklich reduziert werden können, da die Hauptkosten in der Hardware selbst lägen, den zwei OLED-Displays, dem Bewegungssensor, den DSLR-Linsen und Co. Die Vorverkäufe laufen trotzdem gut: Das Kontingent für einen März-Launch ist bereits verkauft, wer jetzt zugreift, wird frühestens im Juni beliefert werden.

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