PSN und Xbox Live langsamer: Drosselung wegen Coronavirus

Sony drosselt den Online-Dienst für die PlayStation 4
Sony drosselt den Online-Dienst für die PlayStation 4 (© 2019 CURVED)

Falls ihr euch in nächster Zeit wundert, warum Downloads auf der PlayStation 4 oder Xbox One länger dauern als gewohnt: Aufgrund des Coronavirus kommt es zu einer Drosselung von PSN und Xbox Live.

Wie Sony in seinem PlayStation.Blog erklärt, mache sich die PSN-Drosselung in Form von langsameren oder verzögerten Downloads bemerkbar. Das (Online-)Spielerlebnis bleibe aber "stark". Unklar ist, ob es beim Online-Gaming zu keinerlei Geschwindigkeitseinbußen kommt oder sich diese einfach nur in Grenzen halten.

Xbox Live und PSN langsamer: Darum geht es

Auch Microsoft verlangsamt seinen Online-Dienst unter Umständen. Wie das Unternehmen gegenüber Engadget erklärte, stehe Xbox Live aktuell unter permanenter Beobachtung. Abhängig von der Beanspruchung des Dienstes, werde es zu einer vorübergehenden Anpassung der Geschwindigkeit kommen. Ziel sei ein möglichst reibungsloses Erlebnis für alle Nutzer.

Wie anfangs erwähnt stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wegen der Ansteckungsgefahr verbringen Menschen weltweit viel mehr Zeit zuhause. Dieses sogenannte Social Distancing führt offenbar zu einer intensiveren Nutzung von PSN und Xbox Live. Durch die Beschränkung der Bandbreite wollen Sony und Microsoft ihren Beitrag zur Internet-Stabilität beitragen. Man befürchtet, dass es sonst zu einer Überlastung kommen könnte.

Längere Downloads über PSN und Xbox Live sind nicht unerheblich. Schließlich haben selbst Spiele-Updates inzwischen teils astronomische Umfänge. Einige Aktualisierungen sind mittlerweile so groß wie früher komplette Spiele. Wenn euch ein solches Update überrascht, kann es also schon mal vorkommen, dass ihr eine abendliche Gaming-Session auf den nächsten Tag verschieben müsst.

Netflix und YouTube haben es vorgemacht

Xbox Live und das PlayStation Network sind nicht die ersten Dienste, die von einer "Corona-Bremse" betroffen sind. Eines der ersten Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, ist Netflix. Bei dem Video-Streamingdienst kommt es aktuell zu einer leichten Beeinträchtigung der Bildqualität.

Amazon ist kurz darauf nachgezogen und auch YouTube hat sich zu einem ähnlichen Schritt entschlossen: Auf Googles Plattform gilt aktuell SD als Standardauflösung. Allerdings könnt ihr sie bei Bedarf wieder hochstellen, während euch Netflix und Co. diese Möglichkeit nicht bieten.


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