Galaxy S6 Edge Plus und S6 Edge im Vergleich: Ist größer immer besser?

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Bietet das Samsung Galaxy S6 Edge Plus einen echten Mehrwert, oder ist einfach nur größer?
Bietet das Samsung Galaxy S6 Edge Plus einen echten Mehrwert, oder ist einfach nur größer?(© 2015 CURVED)

Ist das Samsung Galaxy S6 Edge Plus nur eine große Variante des Galaxy S6 Edge, oder steckt doch mehr dahinter? Wir machen den Check.

Darf es ein bisschen mehr sein? Am 13. August 2015 präsentierte Samsung auf einem Unpacked-Event in New York das Samsung Galaxy S6 Edge Plus. Auf Pressebildern ist das Riesen-Smartphone nicht vom kleineren S6 Edge zu unterscheiden. Wirft man aber mit der Lupe einen Blick auf die technischen Spezifikationen, gibt es durchaus ein paar Unterschiede zu erkennen.

Fangen wir mit dem offensichtlichsten Unterschied an: Das Samsung Galaxy S6 Edge Plus ist mit einer Display-Diagonale von 5,7 Zoll immerhin 0,6 Zoll größer als das Samsung Galaxy S6 Edge. An der Displayauflösung ändert sich aber nichts. Die liegt bei beiden Geräten bei 2560 x 1440. Deshalb ist die Pixeldichte beim S6 Edge Plus mit 518 ppi auch etwas geringer als bei der kleinen Variante (577 ppi). In der Praxis macht das aber keinen Unterschied. Auch auf dem großen Display kann man keine Pixel erkennen.

Beim Gehäuse tut sich, abgesehen von der Größe natürlich, fast gar nichts. Die verwendeten Materialien bleiben mit Glas und Metall die gleichen. Auch die Kamera ragt bei beiden Geräten heraus. Keine Überraschung ist, dass das S6 Edge Plus mit einem Gewicht von 156 Gramm schwerer ist, als das S6 Edge (132 Gramm). Einen kleinen Schmunzler gibt es aber doch: Das größere, schwere Smartphone ist laut Samsung tatsächlich dünner: nämlich genau 0,1 Millimeter.

Die Leistung stimmt bei beiden

Mit dem Gehäuse ist natürlich auch der Akku gewachsen. Statt 2600 ist beim S6 Edge Plus ein Modell mit 3000 mAh an Bord. Auch beim großen Smartphone könnt Ihr den Akku nicht auswechseln. Dafür lädt das Phablet über die Schnellladefunktion nicht nur an der Steckdose fix auf, sondern auch über Samsungs neue Ladestation. Das S6 Edge muss zum Schnellladen per Kabel in die Steckdose.

Obwohl das S6 Edge Plus neuer ist, hat es keinen schnelleren Prozessor. Beide Geräte kommen mit dem Exynos-7420-Chip, der je vier mal 2,1 und vier mal 1,5 Gigahertz auf den Tacho bringt. Beim Arbeitsspeicher war Samsung schon spendabler: Während das S6 Edge mit "nur" 3 Giagbyte auskommen muss, bekommt die 5,7-Zoll-Variante satte 4 Gigabyte spendiert. Im AnTuTu-Benchmark erreichte das S6 Edge Plus mit 69.200 Punkten einen minimal besseren Wert als das S6 Edge (68.400 Punkte). Auch dieser kleine Geschwindigkeitsunterschied dürfte im Alltag kaum auffallen. Beide Geräte bieten Leistung satt.

Beim mobilen Internet ist das S6 Edge Plus dank "LTE Cat. 9"-Unterstützung potentiell ein wenig schneller unterwegs. Damit sind theoretisch immerhin bis zu 450 Mbps drin. Das S6 Edge unterstützt nur LTE Cat. 6. Hier müsst Ihr mit 300 Mbps vorliebnehmen.

Gleiche Kamera, ähnliche Software

Anders als beim iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus macht Samsung keine Unterschiede was die Kamera im jeweiligen Modell angeht. Sowohl S6 Edge als auch S6 Edge Plus haben eine 16-Megapixel-Knipse mit optischem Bildstabilisator an Bord. Vorne findet Ihr je eine Kamera mit 5 Megapixeln. Noch hat das S6 Edge Plus dem S6 Edge eine Funktion in der Kamera-App voraus. Über die könnt Ihr Videos nämlich direkt livestreamen. Ein Update soll die Funktion laut SamMobile aber auch bald auf das kleine Smartphone bringen.

Vorne 5, hinten 16 Megapixel. Bei den Kameras tut sich nichts.(© 2015 CURVED)

Das gilt dann wohl auch für die Zusatzfunktion "Edge Screen". Während Ihr beim S6 Egde nur fünf favorisierte Kontakte über den gekrümmten Bildschirm aufrufen könnt, könnt Ihr auf dem S6 Edge Plus fünf weitere Plätze mit Euren Lieblings-Apps belegen. Ob das nun ein Vorteil ist, sei mal dahingestellt. Ansonsten hat Samsung die Icons auf dem S6 Edge Plus abgerundet und einige Symbole minimal verändert. Wer mit dem Kauf liebäugelt und vorher ein anderes Galaxy hatte, wird sich aber ohne weiteres zurechtfinden. Auf beiden Geräten läuft übrigens Android 5.1.1 als Betriebssystem. Das S6 Edge ist ursprünglich mit Android 5.0 auf den Markt gekommen. Per Update hat Samsung da aber nachgeholfen.

Fazit: Minimale Anpassungen, höherer Preis

Das Samsung Galaxy S6 Edge Plus ist also unter der Lupe nicht einfach nur ein großes S6 Edge. Die kabellose Schnellladefunktion ist eine praktische Erweiterung, der größerer Akku eine Notwendigkeit. Dinge wie die erweiterte Funktionalität des Edge Screens sind nette Spielereien aber kein Kaufgrund, zumal das S6 Edge die neuen Features per Software-Update nachgeliefert bekommen soll. Insgesamt zahlt Ihr rund 100 Euro mehr, wenn Ihr Euch das größere S6 Edge Plus zulegen wollt.


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