Smartwatch-Vergleich: Samsung Galaxy Watch Active vs. Apple Watch Series 4

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Die runde Galaxy Watch Active und die "eckige" Apple Watch.
Die runde Galaxy Watch Active und die "eckige" Apple Watch.(© 2019 CURVED)

In unserer Bestenliste ist die Apple Watch Series 4 das Maß der Dinge. Kurz darauf folgt aber schon die Galaxy Watch von Samsung. Deren neuer Ableger, die Galaxy Watch Active, soll sportliche Nutzer begeistern. Das will auch Apple. Welche der Smartwatch-Modelle bietet mehr? Ein Vergleich.

Dass Smartwatches immer beliebter werden, ist kein Geheimnis. Wie das Marktforschungsinstitut Gartner berichtet, wurden 2017 41,5 Millionen smarte Uhren weltweit verkauft, für das folgende Jahre errechneten die Experten im November 2018 53 Millionen verkaufte Exemplare. Tendenz steigend. Einer der größten Player am Markt ist Apple mit der Apple Watch. Die smarte Armbanduhr steckt voller Hightech, ist aber nicht günstig. Da will Samsung mit der neuen Galaxy Watch Active ansetzen. Die soll nur 249 Euro kosten, aber ebenfalls viele smarte Funktionen bieten.

Smartwatch-Design: Die Runde gegen die Eckige

Optisch könnten beide Uhren unterschiedlicher nicht sein: Apple verpasste der Apple Watch Series 4 im September 2018 ein Makeover, machte den Bildschirm größer und die Ecken etwas runder. Im Grunde blieb das Design der ersten Version aber erhalten. Heißt, der Button und die digitale Krone auf der rechten Seite blieben erhalten. Die Krone hat Apple aber überarbeitet: Scrollt man durch Menüs, gibt sie jetzt ein Vibrationsfeedback. Das hilft beim Navigieren durch Apps.

Schlichte Eleganz, großer Bildschirm: die Apple Watch Series 4.(© 2018 CURVED)

Der Bildschirm der Galaxy Watch Active ist dagegen kreisrund. Dadurch sieht die Uhr mehr wie eine echte Armbanduhr aus. Dazu passend hat sie zwei Buttons, die die Navigation erleichtern: Einer bringt euch zurück ins Hauptmenü, der andere immer eine Ebene zurück. Das größte Highlight der Galaxy Watch und der Galay-Gear-Uhren fehlt aber: Die Galaxy Watch Active kommt ohne die drehbare Lünette.

Das ist einerseits schade, denn so raubt Samsung der Uhr das einzigartige und immer gut funktionierende Bedienkonzept. Andererseits ist die Uhr dadurch extrem leicht, fiel uns im Hands-on fast gar nicht mehr auf. Auch der kleine Bildschirm dürfte dazu beitragen. Der misst nur noch 1,1 Zoll, ist also kleiner als in der kleinen Galaxy Watch (1,2) Zoll. Eine größere Variante von der Galaxy Watch Active gibt es nicht. Das ist bei der Apple Watch anders: Die Apple-Uhr gibt es mit 40 (1,57 Zoll) und 44 (1,78 Zoll) Millimeter großem Display. OLED-Displays mit knalligen Farben haben sie beide.

Die Galaxy Watch Active ist eine runde Sache.(© 2019 CURVED)

Smartwatches mit Fitness-Funktionen

Beide Hersteller preisen ihre Smartwatches auch als Fitness-Uhren an. Das passt. Mit beiden könnt ihr eure Läufe per GPS-Funktion tracken und in der entsprechenden App auswerten. Beide Uhren schneiden auch mit, wann ihr ein Workout beginnt und wann ihr eine Pause einlegt, weil ihr vielleicht an einer roten Ampel steht. Außerdem sind beide Uhren wasserdicht und eignen sich auch zum Schwimmen. Über einen Herzschlagsensor können die Apple Watch und die Galaxy Watch Active zusätzlich euren Herzschlag mitracken.

Safety First: Die Apple Watch Series 4 kann nicht nur EKGs aufzeichnen, sondern auch Stürze erkennen.(© 2018 CURVED)

Die Samsung-Smartwatch kann darüber hinaus euren Stresslevel ermitteln und euren Schlaf auswerten. Letztere Funktion ist auch für die Apple-Smartwatch im Gespräch, aktuell müsst ihr euch hier mit Drittanbieter-Apps behelfen. Dafür hat Apples Uhr andere Tricks auf Lager. Über Sensoren erkennt sie automatisch ob ihr gestürzt seid und ruft bei Bedarf den Notruf. Das hat schon mindestens einem Träger das Leben gerettet. Zweite Sonderfunktion: Die Uhr kann ein EKG aufzeichnen. Das klappt in Europa wegen fehlender Zulassung allerdings noch nicht.

Abseits vom Sport beherrschen die Uhren jeweils natürlich die Standards. Ihr könnt also Nachrichten vom Smartphone auch am Handgelenk lesen und beantworten und den Funktionsumfang mit Apps erweitern. Hier hat Apple allerdings die Nase vorn: Für die Apple Watch gibt es die besseren Anwendungen. Bei der Galaxy Watch Active sind einige Fitness-Apps und Spotify die wenigen Highlights.

Smartwatch-Kompatiblität: Offen für alle und in sich geschlossen

Obwohl beide Uhren ähnliche Vorzüge bieten, eignen sich nicht beide Modelle für jeden Nutzer. Stichwort: Kompatibilität. Die Apple Watch eignet sich, Apple-typisch, nur für iPhone-Besitzer. Mit Android-Smartphones funktioniert sie nicht. Zwar gibt es eine Variante mit LTE, mit der ihr auch ohne verbundenem Telefon telefonieren und Nachrichten verschicken könnt, für die Einrichtung ist aber trotzdem ein iPhone nötig.

Samsung gibt sich deutlich offener. Die Galaxy Watch Active funktioniert nicht nur in Verbindung mit Samsung-Geräten sondern mit vielen Android-Smartphones – und iPhones. Zumindest bei der Galaxy Watch klappte die Verbindung mit dem iPhone aber nur eingeschränkt. So konntet ihr zwar Nachrichten empfangen, aber nicht beantworten.

Fazit

Die Galaxy Watch Active und die Apple Watch Series 4 sehen beide auf ihre Weise schick und edel aus und bieten ähnliche Funktionen. Sie unterscheiden sich aber deutlich im Preis: Die Galaxy Watch Active wird beim Markstart am 20. März 2019 249 Euro kosten, die Apple Watch Series 4 kostet euch mindestens 429 Euro. Dafür bekommt ihr zwar potenziell mehr Funktionen, die Galaxy Watch Active bietet sich aber für iPhone-Besitzer als günstige Alternative an, Android-Besitzer sollten die Galaxy-Uhren von Samsung ohnehin immer auf dem Schirm haben. Sie können dank der schicken Optik und des innovativen Betriebssystems zu den besten Uhren am Markt.


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