Snapdragon 835: Das sind die Specs des neuen Flaggschiff-Chips

Dieses Bild zeigt den Snapdragon 835 (Mitte) im Vergleich mit einem Penny und dem Snapdragon 820
Dieses Bild zeigt den Snapdragon 835 (Mitte) im Vergleich mit einem Penny und dem Snapdragon 820(© 2017 Qualcomm)

Auf der Consumer Electronics Show 2017 in Las Vegas hat Qualcomm Details zum neuen Flaggschiff-Chipsatz Snapdragon 835 genannt. Bei der gemeinsamen Ankündigung mit Samsung Mitte November 2016 hielt sich der Hersteller noch mit näheren Informationen zurück.

Im Vergleich zum Snapdragon 820 ist der Chip um ganze 35 Prozent geschrumpft, wie PhoneArena berichtet. Damit ist das Stück Technik kleiner als ein Penny und somit auch kleiner als eine 10-Cent-Münze. Verkleinert hat sich dabei auch der Energieverbrauch. Mit dem Snapdragon 835 ausgestattete Smartphones könnten daher den Akkuverbrauch um bis zu 25 Prozent reduzieren, im Direktvergleich mit dem Snapdragon 801 sogar im bis zu 50 Prozent. Dabei lässt Qualcomm offen, ob die Angaben sich auf eine jeweils gleiche Leistung beziehen.

Schneller Spielen, schneller Laden

Die im Snapdragon 835 verbaute GPU Adreno 540 soll hingegen von einer Performance-Steigerung um knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorgänger profitieren. Zudem unterstütze die Grafikeinheit 4K-Displays mit einer Darstellung von 60 Bildern pro Sekunde, wie 9to5Google berichtet. Auch die Ladezeiten von Apps seien um bis zu 20 Prozent reduziert. Verantwortlich dafür ist ein Octa-Core: Die Taktrate von vier Kernen des Prozessors soll bis zu 2,45 GHz betragen, die anderen vier Kerne liefen mit bis zu 1,9 GHz.

Qualcomms Chipsatz biete darüber hinaus Unterstützung für die neue Schnellladetechnologie Quickcharge 4.0. Knapp fünf Minuten Aufladen sollen demnach genügen, um genug Energie für fünf Stunden bereitzustellen. Der Snapdragon 835 würde zudem Support für das Desktop-Betriebssystem Windows 10 bieten, was die Einsatzzwecke des Chipsatzes erweitern könnte. Die ersten Geräte mit dem neuen Qualcomm-Herzstück sollen noch im ersten Halbjahr 2017 erscheinen. Erwartet werde ein Einsatz unter anderem im kommenden Galaxy S8 von Samsung – zumindest in einigen Regionen.