Spotify: Wer nicht zahlt, kann neue Alben erst zwei Wochen später hören

Spotify überarbeitet sein Freemium-Modell
Spotify überarbeitet sein Freemium-Modell(© 2016 CURVED)

Der Musik-Streaming-Anbieter Spotify hat sich mit der Universal Music Group auf einen neuen Vertrag geeinigt. Zukünftig dürften einige Neuerscheinungen zunächst exklusiv für Premiumkunden zur Verfügung stehen. Nicht zahlende Musikliebhaber müssen sich in Geduld üben.

Spotify schränkt sein Freemium-Geschäftsmodell ein: Das Unternehmen und die Universal Music Group haben einen über mehrere Jahre laufenden und global geltenden Lizenzvertrag unterschrieben, wie das Streaming-Unternehmen mitteilt. Teil der Vereinbarung ist, dass Künstler, die bei Universal unter Vertrag stehen, ab sofort entscheiden dürfen, ob ihre Alben auf der Musikplattform zunächst nur für die weltweit 50 Millionen Premiumkunden veröffentlicht werden. Nutzer mit einem kostenlosen Account müssen bis zu zwei Wochen länger auf den Release auf Spotify warten. Singles, als Werbung für den neuen Tonträger, können dagegen auch ohne kostenpflichtiges Abo vom ersten Tag an gehört werden, heißt es.

Ziehen Warner und Sony nach?

Es ist davon auszugehen, dass Spotify Universal Music die Zugeständnisse machte, um im Gegenzug für das Musikstreaming niedrigere Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Spotify ist offenbar noch immer nicht profitabel, will aber laut einem Bericht von TechCrunch bis 2018 an die Börse. Rote Zahlen könnten Aktienkäufer jedoch abschrecken.

„Wir wissen, dass nicht jedes Album der Künstler auf demselben Weg veröffentlicht werden kann“, erklärt Spotify-CEO Daniel Ek. Er und sein Geschäftspartner Martin Lorentzon hätten daher intensiv an einer neuen flexiblen Veröffentlichungspolitik gearbeitet. Womöglich wird Spotify zukünftig auch mit der Warner Music Group und Sony Music Group ähnliche Verträge abschließen.


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