Teslas Semi-Truck kostet mehr als vier Model 3

Der futuristische Tesla Semi.
Der futuristische Tesla Semi.(© 2017 Tesla)

Tesla hat den Preis für seinen elektronischen Lastwagen Semi bekanntgegeben. Die günstigste Ausführung ist viermal teurer als ein Model 3.

Dieser Brummi ist eigentlich gar keiner: Denn der Lastwagen Semi, den Tesla Mitte November 2017 vorgestellt hatte, fährt rein elektrisch. Beim Event hatte der Autobauer fast alles über den LKW verraten. Nur der Preis war noch unbekannt. Den liefert Tesla jetzt nach. Laut Unternehmenswebseite kostet das Basismodell mit einer Reichweite von rund 480 Kilometern 150.000 US-Dollar. Das ist mehr als vier "Model 3"-Autos in der Basisversion (je 35.000 US-Dollar) kosten. Die interessantere Option für Fernfahrer dürfte aber die Version mit etwa 800 Kilometern Reichweite sein, die Tesla für 180.000 US-Dollar anbietet.

"Founders Series" ist teurer als das Basismodell

Für beide Modelle wird eine Anzahlung in Höhe von 20.000 US-Dollar fällig. Teurer wird es bei der "Founders Series". Für 200.000 US-Dollar können sich die Early Adopter unter den Spediteuren einen der ersten 1.000 Semi-Trucks sichern, die vom Band laufen. In diesem Fall ist eine Anzahlung nicht möglich. Wer zu den ersten Semi-Käufern gehören möchte, muss den Betrag komplett im voraus entrichten.

Die Preisgestaltung von Tesla ist durchaus interessant, wenn man bedenkt, dass man durchaus 100.000 Euro für einen vollausgestatteten Diesel-LKW ausgeben kann, bei dem zusätzlich auch noch Spritkosten anfallen. Die entfallen bei einem Elektro-Truck natürlich komplett. Aufladen können Fahrer den Lastwagen an sogenannten Mega-Chargern, die den Akku innerhalb von 30 Minuten mit genügend Strom für weitere 630 Kilometer versorgen sollen. Das Basismodell mit der geringeren Reichweite ließe sich in dieser Zeit sogar komplett aufladen. Tesla verspricht beim Umstieg auf den Semi eine Benzinkostenersparnis von satten 200.000 US-Dollar. Das klingt lohnenswert.

Dazu kommt, dass der Semi mit neuester Technik ausgestattet sein wird, unter anderem serienmäßig mit dem Tesla-Autopilot ausgestattet wird. Außerdem soll der Truck ohne Anhänger in nur fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Manche Serienautos sind langsamer. Warum ein LKW so aberwitzig stark beschleunigen können muss, verriet Tesla bislang allerdings nicht. Ob der Lastwagen alle Versprechen einhalten kann, werden wir frühestens 2019 sehen. Dann sollen die Modelle serienmäßig vom Band laufen – wenn es bei Tesla keine Probleme mit der Produktion gibt.

Wollt Ihr Euch auch einen Tesla sichern, könnt ihr übrigens klein anfangen: Der Autobauer hat mittlerweile auch eine Powerbank im Angebot. Kostenpunkt: 40 US-Dollar.


Weitere Artikel zum Thema
Model 3: Tesla muss das Auto­ra­dio erst per Update frei­schal­ten
Francis Lido2
Das FM-Autoradio des Tesla Model 3 soll erst durch ein Update funktionieren
Eine Autoradio-Funktion gehört seit jeher zum Standard sollte man meinen. Beim Tesla Model 3 gibt es die aber erst durch ein Update.
Elon Musk baut den größ­ten Akku der Welt
Francis Lido3
Tesla ist eigentlich vor allem für Elektroautos bekannt
Tesla hat die größte Lithium-Ionen-Batterie der Welt gebaut. Durch die Einhaltung der Frist hat Elon Musk eine 50-Millionen-Dollar-Wette gewonnen.
Schnit­tig wie ein Model S: So könnte ein Tesla-Smart­phone ausse­hen
Guido Karsten
Concept Creator YouTube Tesla Phone
Tesla ist derzeit in aller Munde. Passend dazu haben Konzept-Designer sich nun überlegt, wie ein Smartphones des Autobauers aussehen könnte.