The Headphone: Bragi stellt neue kabellose Kopfhörer vor

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Auf den ersten Blick sehen The Headphone und The Dash gleich aus.
Auf den ersten Blick sehen The Headphone und The Dash gleich aus.(© 2016 Bragi)

Doch keine Apple-AirPods aus Deutschland: Das Münchener Start-up Bragi erweitert sein Portfolio und hat am Montag neue Kopfhörer vorgestellt. The Headphone ist im Prinzip The Dash – nur ohne The Dash.

Bragi, quasi ein Pionier in Sachen kabellose Kopfhörer, hatte zum 5. September um 10 Uhr Ortszeit in Cupertino zum Presse-Event geladen. Schnell wurde spekuliert, dass das Münchener Unternehmen die kabellosen EarPods für Apple herstellt. Denn das iPhone 7 soll ja bekanntlich ohne Kopfhörereingang kommen. Uhrzeit und Ort stimmten mit den Daten der Apple-Keynote am 7. September fast überein, nur der Tag war mit Montag ein anderer. Mittlerweile ist klar: Der Zusatz "Cupertino Time" war ein kleiner PR-Gag.

Denn die neuen Kopfhörer, genannt The Headphone, zeigte Bragi um 19 Uhr deutscher Zeit auf der IFA. So ganz ohne Apple geht's aber doch nicht: "The Headphone ist Bragis Antwort auf das, was passiert, wenn Apple und andere Mobil-Unternehmen den Kopfhörereingang endgültig begraben", sagt CEO Nikolaj Hviid. Im Klartext: Bragi will die richtige Lösung für iPhone-7-Käufer auf der Suche nach passenden Kopfhörern bieten.

Über das Case könnt The Headphone aufladen.(© 2016 Bragi)

Die Technik von The Dash fehlt

Außerdem löst das Münchener Start-up mit den In-Ears ein selbstgemachtes Problem: Die ersten Bragi-Kopfhörer, The Dash, zeichnen sich dadurch aus, dass man sie nicht einfach nur auf das Thema Musik herunterbrechen kann. Sie sind Fitnesstracker, Freisprecheinrichtung und noch mehr – manchmal auch zu viel. Denn das Unternehmen gibt selbst zu: Manchen Nutzern war der Funktionsumfang von The Dash zu groß. Viele Kunden hätten das "Hearable" in erster Linie als Kopfhörer gekauft, verrät Jarrod Jordan, "Chief Marketing Officer at Bragi" im Pressgespräch. Mit The Headphone hat Bragi nun ein passende und vor allem einfache In-Ears im Angebot.

Die Unterschiede sind schnell erklärt: Anders als The Dash kommt The Headphone ohne Fitnessfunktionen und folglich auch ohne Herzschlagsensor. Mit den Daten könnten die Kopfhörer ohnehin nichts anfangen, denn sie haben kein Betriebssystem zur Auswertung. Ihr könnt damit wirklich nur Musik hören – und das sogar relativ lange. Denn weil die Entwickler Technik einsparen, ist Platz für größere Akkus. Bragi verspricht eine Laufzeit von sechs Stunden. Wie von The Dash bekannt, werden auch die neuen In-Ears über ein mitgebrachtes Case geladen, dessen Akku wiederum per Mikro-USB-Kabel mit Strom versorgt wird.

Auslieferung erst im November

Verzichten müsst Ihr außerdem auf die Touchpads an den Oberflächen der Stöpsel. Stattdessen steuert Ihr The Headphone über drei Buttons am rechten Ohrhörer. Außerdem sind die neuen In-Ears nur noch gegen Spritzwasser geschützt und nicht mehr komplett wasserdicht. Permanentes Unterauchen klappt also nur einmal. Das einzige, was von The Dash übrig ist, ist der Transparency-Modus. Ist der eingeschaltet, lassen Mikrofone an den Seiten Geräusche durch. Noch ein Wort zur Musikleistung: Laut Pressemitteilung bieten die In-Ears satten Stereo-Klang. Ob das wirklich stimmt, kann natürlich erst ein Test zeigen. Bei The Dash haben uns zumindest etwas die Tiefen gefehlt. Kritik gab es damals außerdem für die mangelhafte Bluetooth-Reichweite.

The Headphone bedient Ihr über die Knöpfe am rechten Ohrhörer.(© 2016 Bragi)

Weil The Headphone weniger kann als The Dash, sind die In-Ears auch günstiger. Vorbesteller erhalten Sie im Bragi-Shop bis zum 1. November 2016 für 119 Euro. Danach werden die Kopfhörer 149 Euro kosten. Wer sich The Dash über die Kickstarter-Kampagne gekauft hat, bekommt außerdem eine 20-Euro-Gutschrift für The Headphone. Die ersten Exemplare sollen allerdings erst im November 2016 ausgeliefert werden. Das beißt sich etwas mit der Vorstellung, dann präsent zu sein, wenn Apple den Kopfhörereingang abschafft. Und ob das wirklich so passiert, bleibt auch abzuwarten.


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