Verschwundene SMS: Android-Nutzerin verklagt Apple

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Der iPhone-Herstellern soll Android-Umsteigern iMessage-Nachrichten vorenthalten.
Der iPhone-Herstellern soll Android-Umsteigern iMessage-Nachrichten vorenthalten.(© iMessage, CURVED Montage)

Beim Wechsel vom iPhone auf ein Android-Smartphone hält der Hersteller offenbar Textnachrichten zurück. Dafür muss sich Apple jetzt vor Gericht verantworten. 

iMessage-Nachrichten nicht übermittelt

Lässt Apple bewusst Textnachrichten verschwinden, wenn ein iPhone-Nutzer auf das Google-Betriebssystem Android umsteigt? Das behauptet zumindest eine Frau, die am Donnerstag im kalifornischen San Jose eine entsprechende Klage eingereicht hat.

Im Detail wirft die Neo-Android-Nutzerin dem in Cupertino beheimateten Konzern vor, Textnachrichten über den iMessage-Service auf ihr Samsung-Smartphone nicht zu übermitteln. "Personen, die von Apple-Produkten auf mobile Endgeräte von anderen Herstellern wechseln, können nicht alle Dienste ihres Telekom-Anbieters in Anspruch nehmen", heißt es in der Beschwerde weiter.

Support-Mitarbeiter bestätigt Fehler

Apple habe nicht kommuniziert, dass ein Umstieg  von iOS auf andere Betriebssysteme zu einer Beeinträchtigung des Mobildienstes führe. Das Rechtsverfahren soll den Status einer Sammelklage erhalten. Das Unternehmen hat sich bisher zu dem Fall nicht geäußert.

Ein Mitarbeiter des Kundensupports hat jedoch am Donnerstag bereits verraten, dass es tatsächlich beim Gerätewechsel zu Störungen beim Senden von SMS kommt. Ein Nutzer, der dieses Problem hatte, wandte sich damit an den Apple-Support. Weil der keine Lösung parat hatte, tauschte er schließlich sein Android-Smartphone wieder gegen das iPhone ein.

Für Konkurrent Samsung dürfte der Fall neuen Zündstoff im Rechtsstreit mit Apple bieten. Und erst am Freitag hatte der Tech-Riese seine Verfahren mit Google, dem Betreiber des Android-Betriebssystems, eingestellt.


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