AKG Y500 im Test: Bluetooth-Kopfhörer mit netten Features und solidem Sound

Im Alltag können die AKG Y500 im Test überzeugen.
Im Alltag können die AKG Y500 im Test überzeugen.(© 2019 CURVED)

AKG ist eigentlich bekannt für professionelle Studio-, Recording-, und andere HiFi-Produkte. Doch ihr bekommt auch alltagstaugliche Hardware, wie zum Beispiel Kopfhörer. Wir haben uns die AKG Y500 für einen Test vorgeknöpft.

Ein kurzer Exkurs zu Anfang: Kennt ihr die Marke AKG? Falls ihr ein Samsung-Smartphone habt, ganz bestimmt. Immerhin tragen die Kopfhörer, die ihr zu eurem Smartphone bekommt, genau diesen Namen.

Dahinter steht das Unternehmen Harman International Industries, eine Tochterfirma von Samsung. Die wiederum sind nicht nur für AKG zuständig, sondern auch für JBL, die für saubere Audio-Produkte bekannt sind. Expertise sollte also da sein – können sich die AKG Y500 Wireless Kopfhörer im Test bewähren?

AKG Y500 im Test: Was auf dem Papier steht

Zunächst mal einige harte Fakten. Der Akku der On-Ear-Kopfhörer soll gute 33 Stunden durchhalten, das ist ein ordentlicher Wert bei der Akkulaufzeit. Ein Mikrofon ist nicht integriert, dafür liegt dem Bluetooth-Kopfhörer ein Verbindungskabel bei, mit dem ihr die Y500 zum Headset machen könnt.

Seid ihr keine Kabelfans, hat der Hersteller ein nettes Feature verbaut: Sind die Kopfhörer per Bluetooth verbunden, pausieren sie automatisch die Wiedergabe, wenn ihr sie abnehmt, um beispielsweise zu telefonieren. Setzt ihr sie wieder auf, geht's weiter.

Noch spannender ist allerdings die sogenannte "Ambient Aware Technology": Damit könnt ihr gezielt Umgebungsgeräusche ein- oder ausblenden, die euer Ohr erreichen sollen. So hört ihr immer noch die U-Bahn-Durchsagen oder bestimmte Gespräche.

Das erste Anlegen

In der Packung der AKG Y500 liegen neben dem Kopfhörer das besagte Kabel mit integriertem Mikrofon und Lautstärkewippe, ein USB-Ladekabel sowie ein gefütterter Transportbeutel aus Stoff. Beim Design wirken die Bluetooth-Kopfhörer angenehm schlicht: Meine Farbe ist ja sowieso schwarz, die Tasten befinden sich am hinteren Teil der Ohrmuscheln, unaufdringliche silberne Elemente runden die Optik stylisch ab.

On-Ear-Kopfhörer sind besonders für Leute gedacht, die Wert auf eine dezente Optik legen und sich nicht völlig von der Umgebung abschotten wollen. Sie liegen auf dem Ohr und umschließen es nicht, wie es bei Over-Ear-Kopfhörern der Fall ist. Die AKG Y500 sind nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch kaum noch zu spüren. Immerhin wiegen sie ja auch nur 230 Gramm, meine Kopfhörer, die ich privat nutze, sind 30 Gramm schwerer.

Trotzdem – und das hat mich überrascht – dämmen sie die Umgebungsgeräusche ziemlich effektiv und führen den Sound auch dahin, wo er hingehört: in eure Ohren. Besonders bei In-Ear-Kopfhörern kennt ihr vielleicht das Problem, dass ihr bei höherer Lautstärke eure Umgebung an den Beats teilhaben lasst.

Die Features der AKG Y500 im Test

Der Bügel ist verstellbar, bis zu zehn Stufen bietet AKG am Alubügel an. Die Bedienung der Bluetooth-Kopfhörer ist simpel und de Knöpfe sind recht schnell gefunden. Auf der linke Seite gibt es eine Art Wippe für die Lautstärkeregelung. Darunter befindet sich der Play-Pause-Button.

Allerdings pausiert der Kopfhörer sehr zuverlässig beim Abnehmen, wodurch dieser nahezu überflüssig ist. Auf der rechten Seite befinden sich der Ein-Aus-Schalter sowie der Taster für die besagte "Ambient Aware Technology". Achtung: Nicht verwechseln mit Noise Cancelling!

Aktiviert man diese, ertönt ein Geräusch, das ich persönlich viel zu laut finde, zumal es auch von der Tonhöhe her fast schon schmerzt. Was passiert dann? Die Musik spielt weiter – allerdings gedämpft. Sagen wir so. Wollt ihr die U-Bahn-Durchsage hören, nehmt ihr die Kopfhörer besser ab.

Und wenn ihr ein Gespräch führt, ist es allein aus Höflichkeit wohl auch zu empfehlen, die AKG Y500 um den Hals zu legen. Immerhin pausiert die Musik automatisch – und das ist tatsächlich ein besonders praktisches Feature, auch wenn es noch so banal klingen mag. Immerhin hat das nicht jeder Kopfhörer.

AKG Y500 im Test: Saubere Performance beim Sound

Kommen wir zum Sound – und damit zum zweiten Überraschungsmoment. Ich habe zum Vergleich Musik aus verschiedenen Genres gehört, und in jedem überzeugen die AKG Y500 im Test mit einem ausgewogenen Klang. Das mag nach Floskel klingen, ist aber tatsächlich nicht selbstverständlich. Denn wo der ein oder andere Kopfhörer bei den Tiefen versagt, kann er eine kräftige Klarheit in den Höhen erzeugen.

Hier sind die AKG Y500 eher Allrounder und wissen in der Mitte zu überzeugen: Die Bässe sind meines Empfindens nach kräftig genug, ohne zu stark auf die Ohren zu prügeln. Bei den Höhen bleibt es klar – nur wenn es komplexer wird, verschwimmt das Klangbild ein wenig. Dem Alltagshörer geht das keineswegs auf den Keks – nur wer den kräftigen Ausbruch sucht, wird etwas matt auf dem Boden sitzen bleiben. Denn hört ihr zu laut, übersteuern die AKG hörbar.

Ein Allrounder für den Alltag

Der AKG Y500 leistet im Alltag auf jeden Fall was er soll. Er bietet eine solide Performance, einen guten Tragekomfort und nette Features. Zum völligen Dahingleiten in andere Sphären empfehle ich aber weiterhin Over-Ear-Kopfhörer, die dann aber eben auch etwas mehr kosten: Knapp 150 Euro kosten die Y500 direkt bei Samsung, aktuell bekommt ihr sie zum Note 10 und Note 10+ dazu.

Ihr sucht für den täglichen Gebrauch einen Kopfhörer, mit dem ihr euch in der U-Bahn von den anderen Menschen etwas abkapseln könnt, der wenig auffällt und der euch auch für spontane Gespräche wappnet? Dann seid ihr mit dem AKG Y500 gut bedient.


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