Asus Transformer 3 Pro im Test: Das günstigere Surface Pro 4

Das Asus Transformer 3 Pro.
Das Asus Transformer 3 Pro.(© 2017 CURVED)

Anderthalb Jahre ist das Surface Pro 4 von Microsoft schon alt und Hinweise auf die baldige Vorstellung eines Nachfolgers gibt es nicht. Stattdessen aktualisiert ein anderer Hersteller die 2-in-1-Serie. Das Asus Transformer 3 Pro heißt zwar nicht Surface, sieht aber genauso aus und unterscheidet sich kaum vom Pro 4.

Genau wie Surface Pro 4 könnt ihr das Asus Transformer 3 Pro mit Eurem Gesicht entsperren. Über dem Display befindet sich die Kamera für Windows Hello, die das Tablet entsperrt, sobald Ihr Euch davor setzt. Das klappte im Test sehr zuverlässig und mit der Zeit habe ich es sehr genossen, kein Passwort mehr zum Entsperren eingeben zu müssen.

0,3 Zoll mehr Display

Das Display des Transformer 3 Pro ist mit 12,6 Zoll zwar 0,3 Zoll größer als beim Surface Pro 4, aber in der Praxis macht sich der Unterschied nicht wirklich bemerkbar. Der Touchscreen mit einer Auflösung von 2880 x 1920 Pixeln ist zwar für den Außeneinsatz nicht entspiegelt, bietet ansonsten aber schöne Farben und eine hohe Detailgenauigkeit – und zwar eine höhere als das Pro 4.

Beim Blick unter die Haube fällt auf, dass die Ausstattung des Transformer 3 Pro mit einer der sieben Varianten des Surface Pro 4 identisch ist. Das heißt aber auch, dass der Core i7 6500U noch aus der Skylake-Serie stammt und nicht aus der ganz aktuellen Kaby-Lake-Generation. Das dürfte dem zeitlichen Unterschied zwischen der ersten Präsentation von Asus und dem Verkaufsstart in Deutschland geschuldet sein, zwischen dem gut ein halbes Jahr lag. Daneben befinden sich noch 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und der Grafikchip "Intel HD Graphics 520" in dem Tablet. Zum Zocken bietet sich das Transformer damit nur bedingt an – und ist dafür mit seiner Bauform auch gar nicht vorgesehen. Zum Surfen, für Büroarbeiten, aber auch für einfache Grafikanwendungen und zum Filme schauen, reicht die Hardware völlig aus. Die 512 Gigabyte große SSD bietet zumindest viel Platz für Offline-Filme.

Quasi eins zu eins hat Asus den ausklappbaren Standfuß auf der Rückseite vom Surface übernommen. Den fand ich ja schon bei Microsoft super. Bei den Anschlüssen zeigt sich das Transformer 3 Pro dagegen etwas moderner als das Pro 4. So findet neben USB 3.0 und HDMI auch einen USB-C-Anschluss, der zum Aufladen dient und den Asus als Thunderbolt bezeichnet. Zusätzlich könnt Ihr noch eine microSD-Karte einlegen und einen Kopfhörer per Kabel anschließen. Der Akku verfügt über 45 Wattstunden und soll Asus zufolge für einen Tag reichen. Wir sind damit zumindest gut über die acht Stunden bei der Arbeit gekommen, aber am Abend hätten wir nicht mehr bis spät in die Nacht Serien schauen können. Falls Ihr das aber plant, könnt Ihr Euch darüber freuen, dass der Akku in 60 Minuten 60 Prozent Energie auffüllt.

Die Anstecktastatur verbindet sich auch beim Asus Transformer 3 Pro über Magneten mit dem Tablet. Sie lässt sich leicht schräg aufstellen, was das Tippen angenehmer macht. Mir gefallen der Widerstand und der Hub der Tasten sehr gut. Darauf könnte ich den ganzen Tag tippen und auch mit dem Touchpad den Cursor bewegen, falls ich mal nicht direkt auf den Touchscreen fassen kann.

Merkwürdige Geräusche

Definitiv kein positives Merkmal unserer Testgeräts sind die Geräusche, die es von sich gibt. Dass der Lüfter mal anspringt, ist nichts ungewöhnliches. Aber bei unserem Transformer 3 Pro passierte dies teilweise nachdem es mehrere Stunden unbenutzt herumlag plötzlich und ohne erkennbaren Grund. Zudem ist der Lüfter bei unserem Testgerät schlecht montiert oder hat sich mit der Zeit gelöst. Er kann sich nicht komplett frei drehen und ist dadurch extrem laut. Da macht man sich sorgen, dass gleich etwas kaputt geht.

Auf den letzten Metern des Tests hat das Transformer 3 Pro zudem noch angefangen Geräusche zu machen, die so klingen als hüpfe Commander Keen durch das Gerät. Sie müssen irgendwo in der Hardware entstehen. Sie sind selbst dann noch zu hören, wenn ich die Lautstärke komplett ausstelle.

Fazit: Leicht verbessertes Surface Pro 4

Keine Innovationen, aber kleine Verbesserungen und vor allem ein niedrigerer Preis: Das Asus Transformer 3 Pro ist Euer 2-in-1-Gerät Euch das Display vom Surface Pro 4 ein klein wenig zu klein war. Die getestete Ausstattungsvariante ist mit einem Straßenpreis von 1.565 Euro außerdem knapp 500 Euro günstiger als das fast identisch ausgestattete Surface Pro 4.

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