Beats Powerbeats3 wireless und Bose Soundsport Pulse im Vergleichstest

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Bose Soundsport Pulse und Beats Powerbeats3 wireless.
Bose Soundsport Pulse und Beats Powerbeats3 wireless.(© 2016 CURVED)

Apples neuer Sport-Kopfhörer Beats Powerbeats3 wireless tritt im Test gegen den Bose Soundsport Pulse an. Beide sind kabellos und leicht, müssen im Test aber auch mit festem und gleichzeitig bequemen Sitz sowie gutem Klang überzeugen.

Bügel für sicheren Halt

Beide Kopfhörer sitzen beim Sport sicher im Ohr, der Powerbeats 3 wireless mit seinen Bügel allerdings noch fester und sicherer. Mit ihm könnte man sogar Trampolin springen. Selbst das Zusammenspiel mit einem Brillenbügel stellt entgegen meiner ersten Befürchtungen kein Problem dar. Dafür gibt es kurzzeitig ein anderes Problem: Das Einlegen ins Ohr muss man etwas üben, damit es in einem Rutsch klappt. Das funktioniert bei den SoundSport Pulse zwar auf Anhieb, aber sie stehen doch sehr weit aus dem Ohr heraus. Auch wenn sie gut halten, fürchtet man ständig, dass sie bei der nächsten Erschütterung aus dem Ohr rutschen.

Beim Powerbeats 3 wireless könnt Ihr den Bügel passend zu Eurem Ohr verformen und zwischen Kunststoff-Aufsätzen in vier Größen wählen. Beim Bose Soundsport Pulse sind es nur drei Größen. Zur individuellen Anpassung sind die Aufsätze nicht so gut geeignet: Der Ear-Wing ist fest verbunden und wächst automatisch mit, was im Endeffekt in weniger Ohren für einen guten Sitz sorgt. Bei beiden Kopfhörern lässt sich das Verbindungskabel kürzen, sodass es beim Sport nicht frei wippt.

Mehr oder weniger Bass

Start und Stopp sowie die Lautstärke kontrolliert Ihr bei beiden Kopfhörer über die Fernbedienung. Beim Powerbeats3 wireless könnt Ihr zusätzlich noch zum nächsten Song springen oder Siri und OK Google aktivieren. Bei den Soundsport Pulse empfehle ich Euch, die englische Sprachausgabe aktiviert zu lassen. Die deutsche Stimme klingt nicht nur unschön, sondern ist auch schwer zu verstehen.

In einem Punkt erfüllt der Powerbeats3 wireless ein Klischee: Bei ihm ist der Bass stärker als beim Bose Soundsport Pulse, aber weniger dominant als bei früheren Generationen und der Sound dadurch insgesamt recht klar. Aber beim Sport ist ein kräftiger Bass ja nicht verkehrt, sondern treibt einen voran. Allerdings fällt auf, dass die Höhen und Tiefen wie beim Beats Solo3 wireless besser zu hören sind, je lauter Ihr aufdreht. Beim Soundsport ist das schon bei geringer Lautstärke der Fall, so dass hier der Sound insgesamt deutlicher und feiner ist.

W1-Chipsatz oder Pulsmessung

Eine Besonderheit des Powerbeats3 wireless ist der W1-Chipsatz. Der sorgt nicht nur für den Klang des Kopfhörers, sondern macht auch die Verbindung mit iPhone, iPad und anderen Apple-Produkten denkbar einfach: Bluetooth aktivieren, Powerbeats einschalten und neben das iPhone halten. Anschließend den Anweisungen auf dem Display folgen. Eben das Produkt einer Apple-Tochterfirma optimiert für das iPhone 7 und Co..

Darüber hinaus ist der W1 besonders energieeffizient und ermöglicht bei den Powerbeats3 wireless eine lange Laufzeit. 40 Stunden wie beim Beats Solo3 wireless sind es zwar nicht, aber für einen kompakten Sportkopfhörer sind zwölf Stunden sehr viel. Zumal Ihr in fünf Minuten genug Strom für eine Stunde Musik hören ladet.

Der Bose Soundsport Pulse bringt es im Vergleich nicht einmal auf die halbe Laufzeit. Spätestens nach fünf Stunden ist Schluss. Die Pulsmessung könnt Ihr nicht deaktivieren, um die Laufzeit zu verlängern. Das ist darüber hinaus ärgerlich, da der Kopfhörer jedes Mal eine Ansage macht, wenn er den Puls gefunden hat. Beim Sport ist das in Ordnung, aber im Alltag beim Musik hören sind es zu viele Unterbrechungen, die nach kurzer Zeit extrem nerven.

Fazit: Bose oder Beats?

Preislich gibt es eine kleine Überraschung. Entgegen des Klischees ist der Apple-Kopfhörer etwas günstiger. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Beats PowerBeats3 Wireless liegt bei 200 Euro. Für die Bose Soundsport Pulse müsst Ihr 230 Euro einplanen. Für den höheren Preis ist die integrierte Pulsmessung verantwortlich. Ohne diese sollen die Soundsport 180 Euro kosten.

Die Soundsport Pulse lohnen sich mit der integrierten Pulsmessung nur für Sportler, im Gesamtpaket haben mir die Jabra Sport Coach aber besser gefallen. Die Powerbeats3 wireless kann man mit ihrer langen Akkulaufzeit dagegen den ganzen Tag lang benutzen. Idealerweise mit einem iPhone oder anderen Apple-Produkt. Dann ist der Klang und das Zusammenspiel ein klein wenig besser. Schreckt Euch der schlechtere Tragekomfort nicht ab und steht Ihr auf weniger Bass und dafür auf klareren Ton, wären unter Umständen die Bose Soundsport ohne Pulsmessung etwas für Euch.

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