Seniorenhandy Doro 5516 im Test: Oma mag's klassisch

Das Doro 5516 soll sich für Senioren eignen
Das Doro 5516 soll sich für Senioren eignen(© 2018 CURVED)

Das Doro 5516 ist noch ein echtes, klassisches Handy, das sich dank Spezial-Funktionen besonders für Senioren eignen soll. Ob das stimmt, verrät der Test.

Zwar gibt es auch Smartphones, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sind, weil sie zum Beispiel extra große Icons auf dem Display anzeigen oder oder mit stark vereinfachten Menüs den Einstieg erleichtern. Aber auch mit diesen Geräten muss man sich erstmal arrangieren, wenn man sich vorher noch nie mit Smartphones auseinandergesetzt hat. Wer erstmal nur mobil erreichbar sein möchte, für den reicht erstmal auch ein klassisches Handy mit physischen Tasten, wie man sie am Doro 5516 findet.

Trotz vieler Tasten: Da fehlt doch etwas?

Äußerlich unterscheidet sich das Gerät zunächst kaum von anderen Handys. Stünde nicht Doro darauf, es könnte auch ein Handy von Nokia sein. Interessant wird es, wenn man genauer hinschaut. Denn das 5516 hat ein paar Sachen an Bord, die es so bei anderen Marken nicht gibt. Da ist zum Beispiel der Notfall-Knopf auf der Rückseite, über den man im Ernstfall vorher gespeicherte Nummern anrufen kann.


Außerdem gibt es auf der Vorderseite neben den Nummern- und den Navigationstasten noch vier Sondertasten: je eine für die Kamera, favorisierte Kontakte, SMS – und die Taschenlampe. Letztere können Nutzer jederzeit aktivieren, wenn sie den Knopf gedrückt halten. Aber: Obwohl es ganz schön viele Tasten gibt, fehlen noch zwei für die Lautstärke. Um etwa die Tastentöne auszuschalten, muss man sich durch vier Menüs arbeiten. Übersichtlich ist das nicht.

Vieles ist unnötig kompliziert

Auch sonst bietet das Doro 5516 nur wenige Funktionen, die genau auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Das Display ist etwas zu klein geraten, die Kamera keine Rede wert. Um die Notruftaste einzurichten, muss man einen ähnlich umständlich Weg gehen, wie den zur Regulierung der Lautstärke. Dazu kommt die für Technik-Neulinge einigermaßen umständlich Einrichtung der Funktion. In einem Hinweis zur Notruf-Taste heißt es:

"Seien Sie vorsichtig beim Einfügen von Zahlen in automatische Antworten in die Anrufliste, da die Alarmsequenz stoppt, nachdem der Anruf angenommen wurde. Um dies zu vermeiden, können Sie die "Mit 0 bestätigen"-Funktion verwenden."

Das schreckt eher ab. Auch die beiliegende Schnellstart-Anleitung ist da keine große Hilfe. Schade! Hier hätte der Hersteller mehr an die Zielgruppe denken müssen, die es möglichst einfach braucht. Ebenso merkwürdig mutet die Entscheidung an, einen Browser auf einem Seniorenhandy zu installieren. Der lädt auch etablierte Nutzer nicht zwingend zum Surfen ein.

Praktisch: Die Ladestation erspart Gefummel mit dem Kabel.(© 2018 CURVED)

Bei aller Kritik macht Doro aber auch einiges richtig beim Senioren-Handy. Die Schriftgröße hat der Hersteller zum Beispiel angepasst. Zwar muss man deswegen ein paar Mal pro SMS scrollen, kann aber doch alles gut lesen. Außerdem gefällt die Lösung zum Laden des Akkus. Im Lieferumfang befindet sich eine Ladestation, in die das Smartphone einfach hineingelegt werden kann. Geht es auf Reisen, kann das Gerät aber auch separat über ein Mikro-USB-Kabel geladen werden.

Fazit: Zum Telefonieren reicht es

Wenn man sich mobil aufs Wesentliche beschränken, also nicht mehr als telefonieren und SMS schreiben möchte, kommt man mit dem rund 70 Euro teuren Doro 5516 gut aus. Für alles, was darüber hinaus geht, sollte man aber doch ein Smartphone in Betracht ziehen. Ein passendes Gerät mit relativ einfacher Nutzerführung ist zum Beispiel das Doro 8050 aus gleichem Hause.

Welche anderen Smartphone ebenfalls einen Modus speziell für Oma und Opa bieten, erklären wir euch hier.

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