Logitech K780 im Test: die 3-in-1-Tastatur

Naja !16
Logitech K780: Eine Tastatur für drei Geräte.
Logitech K780: Eine Tastatur für drei Geräte.(© 2016 CURVED)

Eine Tastatur für drei verschiedene Geräte? Das klingt im ersten Moment total praktisch. Mit der Logitech K780 kann man auf dem Computer schreiben oder mit einem Knopfdruck zum Tablet bzw. Smartphone wechseln. Wie gut das im Alltag funktioniert, erfahrt Ihr in diesem Test.

Drei Geräte könnt Ihr per Bluetooth mit der Logitech K780 verbinden. Das klappte über die Standard-Bluetooth-Kopplung sowohl am Macbook als auch beim OnePlus 3 und iPhone 6s Plus ohne Probleme. Logitech legt der Tastatur einen kleinen USB-Dongle bei, über den man ebenfalls eine Verbindung zum Computer herstellen könnte. Aber den braucht man eigentlich nur bei älteren Modellen ohne Bluetooth.

Auf Computer, Tablet und Smartphone tippen

Durch Tippen auf die weißen Tasten wechsle ich zwischen den Geräten hin und her. Das funktioniert nahtlos, nur mit einer kurzer Wartezeit von einer bis maximal zwei Sekunden. Unter iOS wird die Tastatur sofort richtig erkannt, unter Android müsst Ihr noch das passende Tastatur-Layout auswählen, damit Ihr Sonderzeichen wie gewohnt tippen könnt. Auf mobilen Geräten ist die Logitech K780 dann die einzige Tastatur - selbst wenn Ihr das Smartphone oder Tablet in die Hand nehmt, erscheint keine Onscreen-Tastatur. Hierfür müsst Ihr die Verbindung zwischen beiden Geräten trennen. Das ist etwas umständlich gelöst.

Und wie tippt es sich? Der Tastenhub ist relativ lang, gefällt mir aber sehr gut. Gleiches gilt für den Druckwiderstand. Ginge es nur nach diesen zwei Kriterien, könnte ich den ganzen Tag auf der Logitech K780 tippen und sie gegen die Apple-Tastatur auf dem Schreibtisch eintauschen. Allerdings hat sich der Hersteller für runde Tasten entschieden und verschenkt damit viel Platz. Eckige Tasten wären größer und nicht unbedingt leichter zu treffen. Doch es nervt schon, ständig den Rand zu berühren und gefühlt im leeren Raum zwischen den einzelnen Tasten hängen zu bleiben. Bei den schmalen Cursor-Tasten wird es noch extremer. Die finde ich eine echte Zumutung. Sie verleiden mir fast die gesamte Tastatur.

Gut für den Wechseln zwischen Computern mit Windows und macOS sind die doppelt bedruckten Tasten. So weiß man sofort, welche Taste unter welchem Betriebssystem welche Funktion hat. Da es nur vier Tasten betrifft, wird die gesamte Tastatur dadurch nicht unübersichtlich.

Oberhalb der Tastatur befindet sich eine Schiene, in die Ihr Smartphones und Tablets stellen könnt. So ist das Display gut zu sehen und schnell mit den Fingern zu erreichen. Denn Ihr könnt zwar mit der Logitech K780 schreiben, aber sonst sind iOS und Android immer noch für die Bedienung über den Touchscreen ausgelegt. Ich musste mich sogar zwingen, nicht immer auf die vorgeschlagenen Worte auf dem Display zu tippen, sondern sie auf der Tastatur auszuschreiben. Ärgerlich ist, dass der Homebutton und andere Tasten unterhalb des Bildschirms nicht gut bzw. gar nicht mehr zu erreichen sind.

Und wie ist es mit der Akkuleistung? Die drei Batterien in der Logitech K780 sollen zwei Jahre lang halten. Dieser Wert vom Hersteller basiert auf zwei Millionen Anschlägen im Jahr in einer Büroumgebung - und kann in der Praxis natürlich abweichen.

Fazit: für Mobilgeräte, aber nicht wirklich mobil

Die runden Tasten sind der größte Nachteil der Logitech K780, die sonst ihren Zweck sehr gut erfüllt und problemlos zwischen verschiedenen Geräten hin und her wechselt. Bleibt nur die Frage, wo man sie wirklich braucht? Zum Mitnehmen ist sie zu groß und zu schwer. Am Schreibtisch kann man eigentlich alle längeren Texte auch am Computer tippen und bei Bedarf mit dem Smartphone synchronisieren. Geht dies aber aus irgendwelchen Gründen nicht – zum Beispiel getrenntem Dienst-PC und Privat-Smartphone – dann kann die 100 Euro teure K780 ihre Stärken ausspielen.


Weitere Artikel zum Thema
Apple AirPods: Darum könn­ten die Kopf­hö­rer noch nicht verfüg­bar sein
Aktuell sollen die Apple AirPods noch nicht marktreif sein
Die AirPods lassen weiterhin auf sich warten: Angeblich hat Apple noch Probleme zu lösen, bevor die kabellosen Kopfhörer auf den Markt kommen.
Google Daydream lässt Euch Netflix im VR-Wohn­zim­mer genie­ßen
Tapetenwechsel gefällig? Netflix VR für Google Daydream versetzt Euch in ein virtuelles Wohnzimmer
Auch Netflix ist jetzt für das Google Daydream VR-Headset verfügbar. Die App versetzt Euch in ein virtuelles Wohnzimmer zum Filme und Serien schauen.
MacBook Pro (2016): App verwan­delt Touch Bar in ein Piano
Die Touch Bar des MacBook Pro (2016) lässt sich auch als Piano nutzen
Ein digitales Piano: Für das MacBook Pro (2016) ist nun eine App verfügbar, die Eure Touch Bar zu einem Musikinstrument werden lässt.