Mophie Space Pack im Test: Akku- & Speichererweiterung

Weg damit !31
Mophie Space Pack
Mophie Space Pack(© 2014 CURVED)

Es ist schon eine ziemlich gute Idee: Mit dem Space Pack hat Hersteller Mophie ein Battery-Case für das iPhone 5 / 5s entworfen, das dem Apple-Smartphone gleichzeitig zusätzliche Speicherkapazität zur Verfügung stellt. Lohnt die (teure) Anschaffung?

Zunächst die wichtigsten Fakten: Das Mophie Space Pack ist entweder mit 16 oder 32 GB Speicherkapazität und in drei verschiedenen Farben (Schwarz, Weiß und Rot) erhältlich. Die rote Variante scheint dabei in Deutschland noch weitgehend auf sich warten zu lassen, kann jedoch über die US-amerikanische Hersteller-Website geordert werden. Hier kostet eine 16-GB-Version des Space Pack 149,95 US-Dollar, für 32 GB müsst Ihr 30 US-Dollar Aufschlag zahlen.

In Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers analog bei 149,99 respektive 179,99 Euro. Bei einem großen Online-Händler sind die Packs teilweise zehn bis zwanzig Euro günstiger erhältlich. Dennoch: Ein Schnäppchen ist das Mophie Space Pack nicht gerade. Testen konnten wir ein weißes Space Pack mit 16 GB Speicher.

Die Kapazität des integrierten Zusatzakkus beträgt 1700mAh, wodurch das iPhone nach Herstellerangaben mit einem voll aufgeladenen Space Pack doppelt so lange durchhalten soll wie ohne Zusatzakku.

In exemplarischen Zahlen bedeutet das: Ihr erhaltet acht Stunden mehr Sprechzeit oder eine zehn Stunden längere Videowiedergabe oder 40 Stunden mehr Power beim Abspielen von Musik. In der Praxis geht die zusätzliche Batterielaufzeit natürlich in der Regel für eine Mischung aus verschiedenen Aktivitäten drauf, wobei sich besonders E-Mail- und Social-Media-Junkies über die zusätzliche Power freuen dürften.

Zu dick aufgetragen?

Akku-Packs sind in der Regel relativ klobig und machen das filigrane iPhone schnell zum dicken Klotz in der Hosentasche. Das Mophie Space Pack präsentiert sich hier – trotz seiner Funktionsvielfalt – erstaunlich dünn. Natürlich unterscheiden sich die Abmessungen des iPhones mit Space Pack dennoch von den Maßen des „puren“ Smartphones.

Sie betragen beim Space Pack 14,3 cm x 1,6 cm x 6,5 cm (Höhe x Tiefe x Breite), während ein iPhone 5s 12,38 x 0,76 x 5,86 cm misst. In der Praxis ist das unserer Ansicht nach aber durchaus zu verschmerzen. Das Gewicht des iPhones mit Space Pack erhöht sich allerdings spürbar: So wiegt ein iPhone 5s 112 Gramm, während das Space Pack zusätzliche 80 Gramm auf die Waage bringt. Design-Puristen müssen also Abstriche machen, wenn sie die Funktionsvielfalt des Space Pack nutzen wollen.

Bedienelemente und Lieferumfang

Das Space Pack besteht aus zwei Elementen. Zunächst schiebt man das iPhone in den größeren Teil der Abdeckung und steckt anschließend das kleinere Element mit Lightning-Anschluss auf. Die Tiefe der Kopfhörer-Öffnung im Space Pack machte es dabei im Test kaum möglich, einen Ohrhörer bei aufgesteckter Akkuhülle mit dem iPhone zu verbinden, da man mit dem instabilen Kopfhörerkabel nicht genug Druck entwickeln kann, um den Stecker der Ohrerhörer richtig in den Audioport einzuführen. Doch auch daran hat man gedacht und eine stabile Kabelerweiterung beigelegt, die problemlos über das Space Pack in die Kopfhörerbuchse des iPhones gesteckt werden kann.

Stummschalter, Laut- und Leise-Regler sowie Power-Button für das iPhone befinden sich außen am Space Pack und lassen sich gut bedienen, die Kamera liegt natürlich frei. Am unteren Teil des Space Packs befindet sich eine LED-Anzeige, die auf Knopfdruck den Ladezustand des Akkus anzeigt. Klugerweise findet sich hier ebenfalls ein Stand-By-Schalter, mit dem Ihr auf Wunsch das Laden des iPhones unterbrechen könnt. Das Space Pack selbst wird über ein im Lieferumfang enthaltenes Micro-USB-Kabel geladen.

Die Space-App

Besonders interessant ist natürlich der integrierte Zusatzspeicher des Space Packs. Zugriff auf diesen erhaltet Ihr vom iPhone aus, indem Ihr Euch die kostenlose Space-App des Herstellers aus dem App Store herunterladet. Diese bietet eine interne Struktur, in die automatische Musik, Videos, Fotos, Dokumente und andere Dateien einsortiert werden. Eine Synchronisationsfunktion ermöglicht das Übertragen von Bilder und Videos aus der iOS-Fotos-App, so dass diese nach der Synchronisierung vom iPhone selbst gelöscht werden können.

Darüber hinaus lassen sich Dateien und Medien vom Computer aus auf das Mophie Space Pack übertragen, das hier wie ein gewöhnliches USB-Laufwerk gemountet wird. Das Space Pack wurde uns hier mit 15,9 GB freiem Speicher angezeigt, so dass tatsächlich fast die vollen angegebenen 16 GB zur Verfügung stehen. Grundsätzlich könnt Ihr sämtliche Dateitypen auf das MFI-zertifizierte Space Pack übertragen, was allerdings nicht bedeutet, dass diese auch über die Space-App lesbar sind.

Hier beschränkt sich die Akku-Hülle auf die Wiedergabemöglichkeit des iPhones, so dass beispielsweise MKV- oder AVI-Dateien nicht wiedergegeben werden. Auch müssen Dateien DRM-frei sein, um über die Space-App lesbar zu sein. Videos aus dem iTunes Store sind also tabu, genauso wie alte Musik-Dateien aus dem iTunes Store als Apple hier noch auf digitales Rechte-Management setzte. Dennoch können solche Dateien natürlich mit dem Space Pack transportiert werden.

Sehr gut ist die Möglichkeit, Dateien aus der Space-App heraus zu teilen, denn es steht die bekannte iOS-Schaltfläche zur Verfügung. Diese ermöglicht das Teilen über Nachrichten, Mail und sogar via AirDrop. Auch können Dateien von der Space-App aus in einer anderen App geöffnet werden. Allerdings funktioniert dies nicht zum Beispiel als Workaround für nicht unterstützte Videoformate, da im Test für eine knapp 2 GB große AVI-Datei diese Schaltfläche nicht angeboten wurde. Stattdessen zeigte die Space-App hier lediglich ein nicht unterstütztes Format an, das keine weiteren Aktionen zuließ.

Fazit

Das Space Pack von Mophie ist ein wirklich innovatives Produkt, das mit von Apple auferlegten Beschränkungen leben muss. Dennoch kann die Akku-Speicher-Hülle eine sinnvolle Anschaffung für Power-User mit chronisch leerem Akku und geringem Speicherplatz sein.

Der Preis ist natürlich hoch. Zumindest bei der Neuanschaffung eines iPhones kann man deshalb gleich darüber nachdenken, zum Beispiel statt des 16-GB-Modells die 32-GB-Variante zu wählen, da Apple hierfür 100 Euro Aufpreis verlangt. Andererseits: Zusätzliche Akkulaufzeit erhält man so natürlich nicht.


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