Know! im Test: So viel Spaß macht das Brettspiel mit dem Google Assistant

Bei Know! sorgt der Google Assistant für ständig aktuelle Antworten.
Bei Know! sorgt der Google Assistant für ständig aktuelle Antworten.(© 2018 CURVED)

Sprachassistenten können nicht nur praktisch und hilfreich sein, sondern auch unterhaltsam. Das glauben zumindest Google und Ravensburger und haben mit Know! ein Spiel entwickelt, das durch die Einbindung des Google Assistant nicht veralten soll und je nach Spielort oder -zeit andere Antworten erfordert. Wie viel Spaß das macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Bei Trivial Pursuit sind die Karten irgendwann veraltet und bei anderen Spielen wird das Würfeln und Ziehen über den immer gleichen Spielplan auf Dauer ebenfalls langweilig. Beides soll bei Know! von Ravensburger nicht der Fall sein. Der Google Assistant hat immer aktuelle Antworten parat und die zwölf verschiedenen Mini-Spiele lassen sich sowohl online wie offline spielen.

Ein Dutzend Spiele in Einem

Bis zu sechs Personen sammeln sich um das runde Spielfeld von Know! und wollen natürlich als erste ihre Spielfigur die Runde absolvieren lassen. Gewürfelt wird nicht. Stattdessen darf man für richtige Antworten ein bis drei Felder vor ziehen. Die Fragen oder Aufgaben sind in vier Kategorien eingeteilt: Fun, Intuition, Wissen oder Kreativität. Dabei muss man zum Beispiel aus zwei Geräuschen einen Begriff bilden, Phrasen ergänzen, einen gesummten Song erraten oder schätzen, wie schnell ein Polarhase laufen kann.

Der Google Assistant kommt unter anderem bei Fragen wie "Wie warm ist es aktuell in New York?" oder "Wie lange läuft man zu Fuß zum Eifelturm?" zum Einsatz. Aber auch bei anderen Aufgaben kommen Googles Dienste zum Einsatz. So muss man etwa möglichst viele Sehenswürdigkeiten in Hamburg aufzählen und dann den Google Assistant danach fragen. Er zählt drei auf und für jeden Treffer auf der eigenen Liste darf man ein Feld vorrücken. Oder man muss ein Wort wie "Schuh" um mindestens drei Buchstaben ergänzen, wobei es Punkte für das Wort mit den meisten Suchergebnissen bei Google gibt: Handschuh, Winterschuh, Schuhladen oder doch der Schuhanzieher?

Trotz des Google Assistant bleibt Know! ein klassisches Brettspiel und braucht auch Papier. Bei den Schätzfragen und anderen Aufgaben notiert jeder Spieler seine Antworten für sich. Bei anderen Mini-Spielen muss man dagegen als erster auf den Buzzer hauen, um seine Antwort sagen zu dürfen.

Offline spielen und sich verändernde Fragen und Antworten

Den Google Assistant könnt ihr sowohl von einem smarten Lautsprecher als auch von einen Android-Smartphone zu Know! hinzuschalten. Man kann das Quiz aber auch offline spielen. Ein Teil der 220 Quizkarten, auf denen mitunter mehrere Aufgaben oder Fragen stehen, sind mit einem WLAN-Symbol gekennzeichnet. Für diese braucht man Internet, die anderen kann man dementsprechend offline nutzen. Bei Erfolg des Spiels schließt Ravensburger weitere Karten-Sets als Ergänzung nicht aus.

Da man für Know! den Google Assistant braucht, muss mindestens ein Mitspieler 16 Jahre alt sein – denn so alt muss man sein, um den Sprachassistenten in Deutschland nutzen zu dürfen. Inhaltlich kann man ab etwa zehn Jahren Spaß an den Fragen und Aufgaben haben und mitspielen.

Neben offenen Fragen, die von der Tageszeit, dem aktuellen Standort oder dem aktuellen Ranking bei Google abhängen, gibt es mit dem "Quiz Ungewiss" ein sehr variables Mini-Spiel. Das Know!-Team bei Ravensburger kann dieses Quiz theoretisch täglich ändern und zu besonderen Anlässen anpassen. Aktuell gibt es zum Beispiel ein Herbstquiz, demnächst folgt ein Weihnachtsquiz. Aber auch ein Hamburg-Quiz habe ich schon erwischt und auch wenn es noch vier Jahre hin sind, können auch Ereignisse wie die Fussball-WM Anlässe für eigene "Quiz Ungewiss"-Spiele sein.

Fazit: Unterhaltsam und ausbaufähig

Der große Vorteil von Know! ist, dass das Spiel nicht veraltet und die richtige Antwort nicht immer die gleiche ist. Mit den verschiedenen Mini-Spielen ist Know! dabei abwechslungsreicher als Trivial Pursuit und fragt nicht nur reines Wissen ab. In der richtigen Mitspielerkonstellation kann das sehr viel Spaß machen. Allerdings gibt es beim Spielen mitunter Längen: Ist es etwas lauter, versteht der Google Assistant nicht jede Ansage beim ersten Mal und die Ansprache für Professor Know! ist vergleichsweise lang und könnte genau wie das Jingle auf Dauer ohne Mehrwert nur Zeit kosten. Zum Glück sind beide Elemente nicht Bestandteil von jedem Mini-Spiel. Außerdem können Google und Ravensburger beim Part des Assistant auf Rückmeldungen von Spielern reagieren und beispielsweise den Jingle nur drei Mal pro Spielrunde abspielen und so die Spielzeit nicht unnötig in die Länge ziehen.

Know! gibt es für 37,99 Euro, wenn ihr bereits ein Smartphone oder einen smarten Lautsprecher mit Google Assistant habt. Für 49,99 Euro bekommt ihr das Spiel zusammen mit dem Google Home Mini. So bringt Google seinen eigenen Lautsprecher günstiger unter die Leute als im eigenen Shop. Da kostet er 59,90 Euro.

Weitere Artikel zum Thema
Inter­view: Phil­ipp Sprick über Spiele mit dem Google Assi­stant
Jan Johannsen
Philipp Sprick ist Head of Family Games bei Ravensburger.
Wir haben mit Philipp Sprick von Ravensburger über die Entstehung von Know! und den Sinn und Unsinn von Sprachassistenten bei Brettspielen gesprochen.
kNOW! ist das erste Ravens­bur­ger-Spiel für den Google Assi­stant
Francis Lido
Drei bis sechs Spieler können an einer "kNOW!"-Partie teilnehmen
Quiz- und Brettspiele müssen nicht analog sein: "kNOW!" bezieht den Google Assistant mit ein.
"Forza Hori­zon 4": Erste Erwei­te­rung bringt neue Autos und Schatz­su­che
Lars Wertgen
Forza Horizon 4
Schatzsucher mit viel PS: In "Forza Horizon 4: Fortune Island" warten extremes Wetter, gefährliches Gelände und eine Schatzsuche auf euch.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.