RHA MA390 Universal im Test: So gut klingen In-Ear-Kopfhörer für 25 Euro

RHA MA390 Universal
RHA MA390 Universal(© 2017 CURVED)

RHA steht für relativ preiswerte, aber qualitativ hochwertige Kopfhörer. Die aufgerufenen 25 Euro für den RHA MA390 Universal sind aber eine Ansage. Was man dafür bekommt, klärt der Test.

Kopfhörer für 25 Euro? Das riecht stark nach einem Mitnahme-Artikel aus dem Kassenbereich im hiesigen Elektronik-Fachhandel. Eingeschweißt in Plastik, dünne Kabel, scheppernder Sound, allgemein miese Qualität. Mit dem MA390 Universal zeigt Hersteller RHA, dass das so nicht sein muss. Die In-Ears kommen in einer ansprechenden Pappbox, in der sich neben dem MA390 Universal auch Aufsätze in diversen Größen und ein kleines Beutelchen für den Transport in der Tasche oder dem Rucksack befinden.

Aluminium statt Plastik

Nur die Gestaltung und der Inhalt der Verpackung allein machen natürlich noch keinen guten Kopfhörer. Mit einer guten Verarbeitungsqualität punktet der MA390 Universal aber in dieser Preisklasse ebenfalls. Das Kabel ist bis zur Gabelung mit Stoff ummantelt, der Übergang zum Klinkenstecker erscheint stabil. So wirken auch die Ohrhörer: Wo bei anderen Modellen in der Preisklasse Kunststoff die Regel ist, setzt RHA auf Aluminium. Das verleiht den günstigen In-Ears einen Hauch von Premium.

Unterhalb des rechten Ohrhörers gibt es sogar noch eine Fernbedienung. Mit der könnt Ihr Songs pausieren, Anrufe annehmen und beenden, Vor- und zurückspringen und je nach Smartphone Siri und den Google Assistant aktivieren. Eine Wippe zur Regelung der Lautstärke gibt es nicht, was im Alltag durchaus stören kann. Spätestens an der kleinen Fernbedienung merkt man, dass man es hier mit einem Budget-Produkt zu tun hat. Sie wirkt doch etwas zu "clicky" und nicht so gut verarbeitet wie der Rest des MA390 Universal. Das ist aber eher verschmerzbar, als die fehlende Lautstärkewippe.

Klarer Sound ohne drückenden Bass

Klanglich liefert der Kopfhörer für diese Preisklasse solide ab. Mich hat er durch klare Mitten und Höhen überzeugt. Dreht man die Musik zu laut auf, neigt er aber dazu, den Ton zu verzerren. Bis zur mittleren Lautstärke gefällt er aber gut. Besonders gern habe ich mir Soundtracks, etwa von „Interstellar“, angehört, weil man sehr viele Details mitbekommt – auch weil die Gummistöpsel sehr gut isolieren. Natürlich kann man das in keiner Weise mit Active Noise Cancelling gleichsetzen, aber um die Umgebung auszublenden und in Ruhe Musik oder Podcasts zu hören reicht es.

Bass kann der MA390 Universal auch, aber nicht zu viel. So säuft DMX mit "X Gon’ Give It To Ya" nicht direkt ab, so richtig druckvoll dröhnt es nicht aus Stöpseln. Wer das braucht, greift besser zu anderen Marken wie Beats, muss dann aber auch einen deftigen Aufpreis bezahlen. Getestet haben wir den Kopfhörer übrigens mit Songs aus Spotify und Amazon Music, angeschlossen haben wir ihn ans Huawei Mate 10 Pro mit USB-C-Adapter, ans iPhone 7 Plus mit Lightning-Adapter und direkt über die Klinke ans MacBook Pro. Das ist zwar kein Highend-Setup. Diese Kunden will RHA mit dem 25-Euro-Kopfhörer aber sicherlich auch nicht erreichen.

Fazit: Der gehört ja wohl zum guten Ton

Der RHA MA390 Universal eignet sich, na klar, besonders für Sparfüchse. Habt Ihr Euch gerade ein neues Smartphone zugelegt, seid aber mit den mitgelieferten Kopfhörern nicht zufrieden und wollt nicht unnötig viel Geld ausgeben, gehören die In-Ears von RHA auf Eure Liste. Für 25 Euro macht man da nichts verkehrt. Zumindest so lange das Smartphone noch einen Kopfhöreranschluss hat oder der Hersteller einen Adapter beilegt.

Weitere Artikel zum Thema
RHA S500i im Test: EarPods deluxe
Marco Engelien4
Her damit !10RHA S500i
RHA ist bekannt für gute Kopfhörer. Gute, teure Kopfhörer. Mit dem S500i zeigen die Briten aber, dass es auch günstig geht. Der Test.
RHA MA750i im Test: Edel­stahl, Edel­klang
Shu On Kwok1
Her damit !67RHA MA750i
8.5
Beats und Bose kennt jeder. Aber RHA? Dabei hat der schottische Audio-Spezialist mit den In-Ear-Kopfhörer MA750i großartige Arbeit geleistet.
Apple Watch 4 erscheint wohl in sechs Vari­an­ten
Christoph Lübben
Die Apple Watch Series 3 hat noch einen etwas breiteren Rand um das Display herum
Gleich sechs Varianten der Apple Watch Series 4 sollen erscheinen – das wären weniger als beim Vorgänger. Womöglich fällt ein Modell also weg.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.