UE Boom 2 im Test: Noch lauter, noch besser

Die neue UE Boom 2 will lauter und outdoor-fähiger sein als ihr Vorgänger. Um das zu testen, haben wir den Speaker auf Tauchgang geschickt.

Ich mag ja die Produkte von Ultimate Ears. Privat nutze ich die UE Boom, die UE Roll habe ich bereits vor einiger Zeit auf CURVED abgefeiert. Die Speaker-Reihe spricht mich einfach an: schnörkelloses Design, kompakte und robuste Bauweise und vergleichsweise sehr guter Sound.

Nun hat uns die UE Boom 2 erreicht. Und auch dieser Lautsprecher hat mich auf Anhieb überzeugt. Oder sollte ich besser sagen: erschrocken? Verdammt, ist das Ding laut! Bis zu 99 Dezibel sind möglich. In der Wohnung konnte ich das Gerät maximal auf halber Lautstärke nutzen. Ansonsten hätte ich Angst gehabt, dass die Nachbarn die Polizei wegen Ruhestörung rufen.

Endlich auch wasserfest

Die Neue macht also nur mehr Krach? Natürlich hat UE der Boom 2 auch noch weitere Verbesserungen verpasst - auch wenn sich rein äußerlich mit Ausnahme der Gummilasche auf der Unterseite kaum etwas getan hat. Doch eben diese Lasche schützt den Audio-Eingang und den micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus vor eindringendem Wasser. So ist die UE Boom 2 nach IPX67 bis zu einer Tauchtiefe von einem Meter bis zu 30 Minuten wasserdicht. Der Vorgänger war lediglich spritzwassergeschützt. Das haben wir natürlich ausprobiert und können bestätigen: Selbst unter Wasser tönt die Box noch fleißig weiter.

Apropos Ton: Natürlich dürft Ihr bei einem Lautsprecher dieser Größe keinen Hifi-Klang erwarten. In den Mitten und Höhen ist die UE Boom 2 stark, die Bässe sind vergleichsweise schwach. Je lauter Ihr den Speaker aufdreht, desto mehr rückt der Bass in den Hintergrund. Über die Companion-App könnt Ihr neben dem Standard-Equalizer auch noch die "Bassverstärkung" aktivieren, die ein bisschen mehr Tiefen aus der Box herauskitzelt. Über die Software könnt Ihr zudem eine zweite UE-Box mit der UE Boom 2 koppeln. Allerdings lohnt sich das meiner Meinung nach nur, wenn Ihr zwei UE Boom 2 miteinander koppelt - eben weil sie so viel lauter ist als ihr Vorgänger.

Habt Ihr das Smartphone zur Auswahl der Songs gerade mal nicht parat, lässt sich die UE Boom 2 mit sogenannten "Taps" bedienen. Schlagt Ihr mit der Hand einmal auf die Oberseite, pausiert der Song. Ein erneuter Klaps setzt die Wiedergabe fort. Zweimaliges "Tappen", und Ihr springt zum nächsten Song in der Playlist. Cool.

Lohnt sich das Upgrade für 199 Euro?

Der Akku soll laut Herstellerangaben bis zu 15 Stunden durchhalten. Diese Angabe gilt natürlich nicht, wenn Ihr auf voller Lautstärke Eure Musik abspielt. Aber das wollt Ihr auch nicht - ist einfach viel zu laut. So hielt der Speaker bei "normaler" Lautstärke locker die versprochenen 15 Stunden durch und lieferte einmal voll aufgeladen ein ganzes Wochenende Musikgenuss. Top!

Für 199 Euro bekommt Ihr die UE Boom 2 in den Farben Cherrybomb (Rot), Yeti (Weiß), Phantom (Schwarz), Greenmachine (Grün), Tropical (Lila-Orange) und Brainfreeze (Blau). Rund 130 Euro kostet der Vorgänger, rund 270 Euro die größere UE Megaboom. Meiner Meinung nach lohnen sich die rund 60 Euro mehr für die neue Boom. Dafür bekommt Ihr einen robusten Speaker (geschützt vor Stürzen von bis zu fünf Metern Höhe), dessen Akku lange hält, der ordentlich laut ist, wenn Ihr im Freien unterwegs seid und - das ist das größte Plus - endlich wasserdicht ist.


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