Wie das Galaxy Note 10 im Test aus dem Schatten des Note 10+ tritt

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Wir haben das Samsung Galaxy Note 10 für euch getestet.
Wir haben das Samsung Galaxy Note 10 für euch getestet.(© 2019 CURVED)

Ihr wollt wissen, wie sich das Galaxy Note im Test schlägt – insbesondere im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem Galaxy Note 10+? Dann seid ihr hier genau richtig. Wir haben das kleinere Note 10 eine Woche lang für euch getestet.

Als Anfang August das Galaxy Note 10 vorgestellt wurde, freute sich unser Redakteur Martin Haase nach eigener Aussage "wie ein Honigkuchenpferd" darüber, es endlich in die Finger zu bekommen. Um ehrlich zu sein, konnte ich seinen Enthusiasmus für das neue Flaggschiff aus dem Hause Samsung damals nicht wirklich teilen. Ich war noch viel zu sehr von der Mittelklasse-Riege aus Galaxy A50, A70 und A80 angefixt, um dem neuesten Top-Smartphone aus Südkorea wirklich große Beachtung zu schenken.

Doch nach meiner Woche mit dem Samsung Galaxy muss ich tatsächlich sagen: Es gab in den vergangenen sieben Tagen kaum Momente, in denen ich mein geliebtes A50 wirklich vermisst hätte. Denn das Note 10 lässt kaum Wünsche offen – kaum. Den ein oder anderen Schwachpunkt hat leider auch dieses Smartphone. Doch zurück an den Anfang meines galaktischen Kurztrips in die edlen Sphären der Flaggschiffe.

Das Galaxy Note 10 im ersten Hands-On

Als ich das Note-Modell das erste Mal aus seiner Verpackung nahm und vorsichtig die Folie vom Display zog, wurde ich gleich ein wenig ehrfürchtig. Die abgerundeten Kanten lassen das Display nicht nur noch eindrucksvoller wirken, dadurch liegt das Note 10 auch erstaunlich gut in der Hand. Die längliche, schmale Form schmiegt sich perfekt in die Handfläche.

Die Kunststoff-Rückseite in Aura Glow macht ebenfalls einiges her. Nicht nur, dass sie im Licht in allen möglichen Farben schillert, sie kann auch ideal für einen kurzen Spiegel-Check herhalten – wenn es mal sein muss und ihr keine Lust habt, die Frontkamera zu benutzen.

Auf die Plätze, fertig, Note!

Eingerichtet ist das Samsung Galaxy Note 10 in wenigen Schritten. Insbesondere wenn ihr eure Daten sowieso im Google-Konto sichert oder das Samsung-Konto dafür nutzt, könnt ihr im Handumdrehen mit dem Smartphone starten. Und das, ohne erst noch alle Apps händisch herunterladen zu müssen, die ihr für euer digitales Wohlbefinden braucht.

Das Besondere an der Note-Reihe ist natürlich der integrierte S Pen, mit dem ihr einige spannende Features nutzen könnt. Da mein Kollege in seinem Galaxy Note 10+ Test allerdings schon sehr detailliert auf die vielen Möglichkeiten des Smart Pens eingegangen ist, geht es in diesem Test mehr um das tägliche Handling mit dem kleineren Gerät. Wollt ihr dennoch mehr über die S Pen Features wissen, könnt ihr hier mehr erfahren.

Die technischen Daten des Galaxy Note 10

Technisch ist es nur ein schmaler Grat, der das 6,3 Zoll große Galaxy Note 10 und das Note 10+ mit 6,8 Zoll voneinander trennt. Das AMOLED-Infinity-Display löst in Full-HD auf, statt in Quad-HD+, wie beim großen Bruder. Außerdem hat das Note 10 weniger RAM zu bieten, der Akku ist etwas schwächer und es fehlt ein ToF-Sensor.

Dafür ist es allerdings handlicher, aufgrund der kleineren Größe logischerweise leichter und auch noch günstiger. Bei Hersteller Samsung macht der Unterschied etwas mehr als 100 Euro aus.

Die Specs des Galaxy Note 10:

  • Display: 6,3 Zoll, AMOLED-Infinity-Display, Full HD
  • Prozessor: Exynos 9825, Octa-Core 2,7GHz + 2,4 GHZ + 1,4GHz
  • RAM: 8 GB
  • Speicher: 256 GB, Erweiterung nicht möglich
  • Akku: 3.500 mAh, 25 Watt Schnelladen
  • Hauptkamera: 12 MP (Haupt-Kamera, f/1.5, f/1.8, f/2.4) + 12 MP (Tele, f/2.1) + 16 MP (Weitwinkel, f/2.2)
  • Frontkamera: 10 MP Dual Pixel (f/2.2, Autofocus, HDR 10+, Bewegungserkennung, Sprachsteuerung, Frontblitz über das Display)
  • Kopfhöreranschluss: USB-C

So schlägt sich das Galaxy Note 10 im Alltag

Wie bereits erwähnt, lässt das Note 10 wirklich nicht viel vermissen. Sich auf dem kristallklaren Display Videos und Serien anzusehen, macht einfach Spaß – ob nun unterwegs in der U-Bahn oder eingekuschelt im Bett. Das kommt auch durch die handliche Größe des Note 10. Das Smartphone reagiert blitzschnell auf jedes Fingertippen und die Apps laufen ohne irgendwelche Verzögerungen ebenso wie die Gesichtserkennung, doch bei der Preisklasse wäre alles andere auch sehr verwunderlich.

Die Kamera macht gestochen scharfe Aufnahmen, ob nun bei idealen Lichtverhältnissen oder bei Dunkelheit, dank des ausgefeilten Nachtmodus. Zum Foto-Genuss der Galaxys gehört natürlich auch der von Samsung integrierte Szenenoptimierer, von dem ich bereits seit meinem ersten A50 Test ein Fan bin. Doch auch ohne diesen kommen beeindruckende Aufnahmen zustande.

Alles in allem bietet das Note 10 ein rundes Smartphone-Erlebnis. Einzig der Akku könnte stärker sein. Einen Tag schafft man zwar selbst bei intensiver Nutzung, doch dass ein Flaggschiff so leicht von einem Mittelklasse-Smartphone wie dem A70 in dieser Disziplin überrundet wird, ist schon etwas bitter. Ja, man kann argumentieren, dass der S Pen schließlich auch seinen Platz im Gehäuse braucht und daher der Akku zwangsläufig kleiner wird – nichtsdestotrotz trübt diese Tatsache die sonst so sorgenfreie Flaggschiffnutzung.

Ein weiterer, persönlicher Wermutstropfen: der fehlende Klinkenanschluss. Dieser wurde jedoch schnell durch die mitgelieferten AKG In-Ears weggewischt, die einen USB-C-Anschluss haben.

Für wen lohnt sich das Note 10?

Alles in allem lohnt sich der Kauf eines Galaxy Note 10 für jeden, der das galaktische Flaggschiff-Feeling von Samsung erleben, aber dabei nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte wie für das +-Modell. Von zwei verschmerzbaren Nachteilen – die auch sehr von den persönlichen Präferenzen abhängen – einmal abgesehen, bietet das Note 10 alles, was man sich wünschen kann: ein gestochen scharfes Display, Top-Kameras und eine tägliche Performance, die ihresgleichen sucht.


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