Xiaomi Redmi Note 4X im Test

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Xiaomi Redmi Note 4X: Fingerabdrucksensor auf der Rückseite.
Xiaomi Redmi Note 4X: Fingerabdrucksensor auf der Rückseite.(© 2017 CURVED)

Xiaomi wird schon wieder dem Ruf gerecht, seine Smartphones mit einem sehr attraktiven Preis-Leistung-Verhältnis anzubieten. Das Mittelklasse-Modell Xiaomi Redmi Note 4X bekommt Ihr bereits für 220 Euro – und müsst dafür keine wirklichen Schwachstellen hinnehmen.

Der Namenszusatz Note war vor gefühlt kurzer Zeit ein deutlicher Hinweis auf ein großes Smartphone. Das Xiaomi Redmi Note 4X hat zwar ein 5,5 Zoll großes Display, ragt damit aber nicht mehr aus der Maße an Smartphones heraus. Ich hab mich schon an die Größe gewöhnt und finde das Note 4X deswegen handlich. Trotzdem fällt der vergleichsweise breite Rahmen auf.

Metallgehäuse, Fingerabdrucksensor und Snapdragon 625

Das Metallgehäuse, auf dessen Rückseite sich ein Fingerabdrucksensor befindet, fühlt sich schön an. Einzig die leicht vertieften Antennenstreifen könnten sich auf Dauer als Schmutzfänger erweisen. Haltet Ihr das Smartphone in der Hand, lässt es sich über den Fingerabdrucksensor schnell und bequem entsperren. Zudem könnt Ihr mit ihm auch den Kindermodus verlassen, falls Ihr diesen für die Kleinen eingerichtet habt, oder den Second Space entsperren. Dies gilt aber nicht, wenn es auf dem Tisch oder ähnlichen Unterlagen liegt. Dafür müsst Ihr nach einem Modell mit Sensor auf der Vorderseite Ausschau halten.

Das IPS-Display bietet Full-HD-Auflösung und lässt bei der Darstellung von Farben, seiner Detailgenauigkeit, den Blickwinkeln und der Helligkeit keine Wünsche offen. Hinter dem Display ist der Snapdragon 625 für die Leistung des Xiaomi Redmi Note 4X zuständig. Ihm stehen drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Zusammen erreichen sie im Antutu-Benchmark über 61.000 Punkte. Bei Geekbench sind es 829 und 3034 Punkte. Keine Spitzenwerte, aber im Alltag erweist sich die Hardware als völlig ausreichend. Auch Spiele wie "Asphalt Xtreme" lassen sich zocken.

Der interne Speicher des Redmi Note 4X ist 32 Gigabyte groß und davon stehen für Eure Daten fast 23 Gigabyte zur Verfügung. Sollte Euch das nicht genügen, könnt Ihr den Steckplatz für die zweite SIM-Karte auch mit einer microSD-Karte belegen. Der Platz geht unter anderem für Android Marshmallow drauf, wobei ein Update auf Android Nougat noch nicht absehbar ist. Xiaomi versieht Googles Betriebssystem mit der hauseigenen Nutzeroberfläche MIUI, die Euch unter anderem einen Kindermodus, einen Second Space, duplizierte Apps oder einen Quick Ball als eingeblendetes Bedienelement bietet.

Schönwetter-Kamera

Neben dem Fingerabdrucksensor befindet sich natürlich auch eine Kamera auf der Rückseite des Xiaomi Redmi Note 4. Sie verfügt über einen Phasendetektionsautofokus, der schnell für scharfe Bilder sorgt und liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Bei Tageslicht gelingen der Kamera echt gute Aufnahmen. Die Farben sind kräftig, aber trotzdem noch natürlich. Die Detailgenauigkeit ist hoch und starke Kontraste kann sie ausgleichen. Bei aktivem HDR-Modus sogar noch etwas besser. Wird es allerdings dunkler und das ist schon bei Zimmerbeleuchtung der Fall, nimmt die Bildqualität spürbar ab. Mich stört nicht nur das Bildrauschen, sondern zusätzlich, dass das Note 4X das vorhandene Licht vergleichsweise schlecht ausnutzt.

Die Frontkamera bietet eine Auflösung von fünf Megapixeln und nimmt Selfies mit einem 85-Grad-Blickwinkel auf. Das Ergebnis ist nicht überragend, aber zumindest bei Tageslicht vorzeigbar.

Der Akku des Xiaomi Redmi Note 4X fällt mit einer Kapazität von 4100 Milliamperestunden vergleichsweise groß aus. Im Test bin ich damit dann auch gut über den Tag gekommen und musste mir meistens keine Sorgen machen, morgens keinen Wecker mehr zu hören. Während ich im Bad war und anschließend frühstücke, tankte die Batterie dann über den Micro-USB-Anschluss Energie nach. Eine explizite Schnellladefunktion fehlt allerdings. Dafür bietet sich das Note 4X mit seinem Infrarotsender als Universalfernbedienung für Fernseher, Blu-ray-Player und Co an. Die passende App ist schon vorinstalliert und zumindest mit einem Geräte funktionierte das problemlos.

Fazit

Das Xiaomi Redmi Note 4X kann und soll gar nicht mit den Flaggschiff-Smartphones mithalten. Stattdessen erhaltet Ihr ein solides Mittelklasse-Modell mit allem was nötig ist: Gutes Display, Metallgehäuse, völlig ausreichende Hardware und eine Kamera, die zumindest bei Tag gute Bilder liefert. Kritik kann man – auch angesichts des Preises – nur im Detail üben: Der Fingerabdrucksensor sitzt hinten, die Kamera ist bei Dunkelheit schlecht und Android Nougat ist noch nicht erschienen.

Das Testgerät des Xiaomi Redmi Note 4X hat uns freundlicherweise Gearbest zur Verfügung gestellt. Bei dem Shop kostet es derzeit rund 220 Euro und ist mit der internationalen ROM der MIUI verfügbar, die Euch Deutsch als Sprache auswählen lässt, auf rein chinesische Apps verzichtet und Google-Dienste an Bord hat.


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