ZTE Blade A452 im Test: Großer Akku trifft winzigen Speicher

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ZTE Blade A452: Großer Akku  - und sonst?
ZTE Blade A452: Großer Akku - und sonst?(© 2016 CURVED)

Das ZTE Blade A452 kostet nur 149 Euro und lockt mit einem großem Akku. Ob Ihr der Verlockung widerstehen oder ihr folgen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Mit 4000 mAh weist der Akku des ZTE Blade A452 eine größere Kapazität als die teuren Flaggschiff-Smartphones auf. Im Test hielt das Smartphone dann auch problemlos zwei Tage durch, wozu die verbaute Hardware ihren Teil beiträgt.

Brauchbare Hardware trifft zu wenig Speicherplatz

So bietet das fünf Zoll große Display zum Beispiel nur eine HD-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln. Das ist zwar ausreichend, aber nicht so scharf und detailliert, wie eine Full-HD-Auflösung - verbraucht aber weniger Energie. Auch der verbaute Quad-Core-Prozessor MTK6735P von Mediatek mit 1,0 Gigahertz und die ein Gigabyte Arbeitsspeicher beanspruchen die Batterie weniger als ein Snapdragon 810 und drei Gigabyte Arbeitsspeicher. Im Antutu-Benchmark reicht es für rund 24.000 Punkte, im Geekbench schafft das Setup 488 Single-Core- und 1388 Multi-Core-Punkte. Beides keine berauschenden Werte, aber für simple Alltagsanwendungen reicht die Ausstattung völlig aus.

Asphalt 8 habe ich trotzdem nicht spielen können. Das liegt allerdings nicht an der Hardware, die das Spiel zum Laufen bringen sollte - wenn auch nicht in höchster Auflösung. Als Problem erwies sich der nur acht Gigabyte große interne Speicher, von dem nur 1,3 Gigabyte für meine Daten zur Verfügung standen. Selbst nachdem ich alle löschbare Bloatware entfernt und von anderen Apps die Daten gelöscht hatte, hatte ich noch nicht die vom Spiel benötigten 1,8 Gigabyte frei. Bei so wenig freiem Speicherplatz hilft auch die Erweiterung mit einer microSD-Karte nur wenig.

Auf dem Blade A542 läuft Android 5.1 und ZTE spendiert Euch nicht nur die MiFavor-Nutzeroberfläche, sondern auch die ein oder andere Bloatware - aber immerhin nicht in übermäßiger Zahl. Die vorinstallierte Sicherheits-App Avast Mobile Security nervt mich dafür aber sehr. Sie lässt sich deaktivieren, aber nicht deinstallieren und stört mit penetranten Hinweisen auf nicht aktuelle Viren-Definitionen, schafft es dann aber nicht neue zu laden und sorgt damit nicht wirklich für mehr Sicherheit.

Ein Display mit Trauerrand

Das ZTE Blade A452 verfügt über eine abnehmbare Rückseite aus Kunststoff, die den Blick auf den fest verbauten Akku freigibt und Euch vor allem erlaubt eine oder zwei SIM-Karten sowie die microSD-Karte einzulegen.

Bei unserem Testgerät mit eine weißen Vorderseite fiel der breite, schwarze Rahmen um das Display negativ auf. Er sieht nicht nur unschön aus, sondern legt zumindest unterschwellig nahe, dass hier Platz verschenkt wurde.

Die Kamera des Blade A452 schießt zwar Bilder mit 13 Megapixeln, aber wirklich gut sehen die Aufnahmen nicht aus. Sie wirken selbst bei Tageslicht verwaschen und unscharf. Eine hohe Detailgenauigkeit sieht anders aus. Bei Kunstlicht wird es nicht besser, auch an die 2-Megapixel-Kamera für Selfies darf man keine großen Ansprüche stellen.

Fazit: Ein großer Akku alleine reicht nicht

Das ZTE Blade A452 ist zwar günstig, hat aber außer einer längeren Akkulaufzeit keine wirklichen Vorzüge zu bieten. Die Hardware findet sich so in vielen Einsteiger-Modellen, der Speicher ist zu klein, die Kamera zu schlecht und das Gehäuse nicht besonders schick. Da greife ich für wenig Geld lieber zum Moto E oder einenm Importgerät, wie dem Meizu M2 Note oder dem Bluboo X550, wenn ich wirklich einen großen Akku brauche.

Update vom 14. März 2016: App-Inhalte auf Speicherkarte

ZTE hat ein Software-Update für das Blade A452 veröffentlicht. Die Version 1.0.1 verringert die negativen Auswirkungen des knappen Speicherplatzes ein wenig. Sie macht ihn nicht größer, erlaubt jetzt aber immerhin die Auslagerung von App-Inhalten auf eine microSD-Karte. Somit konnte ich auf dem Smartphone jetzt auch endlich Asphalt 8 spielen. Das war allerdings keine uneingeschränkt Freude: Die Ladezeiten waren extrem lang und das Spiel wählte zwar selbstbewußt die beste Grafikqualität aus, hätte sich aber auf die mittlere beschränken sollen, um richtig flüssig zu laufen. Das Software-Update löst die Probleme des ZTE Blade A452 nicht, ist aber eine Brücke, die das Smartphone nutzbarer macht.


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