Kazam

Kazam Thunder Q4.5
Kazam Thunder Q4.5(© 2014 CURVED)

Hinter dem Namen Kazam könnte man zunächst einen chinesischen Smartphone-Hersteller à la Huawei oder Xiaomi vermuten. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Marke ein kleines britisches Start-up, das sich mit Android-Geräten auf den hart umkämpften Markt für Lowcost-Smartphones wagt.

Zwei HTC-Manager wollen den Smartphone-Markt revolutionieren

Das kleine Start-up Kazam wurde im Frühsommer 2013 von den beiden ehemaligen HTC-Managern Michael Coombes und James Atkins in London gegründet. Das ambitionierte Ziel: Kazam soll in Europa innerhalb von drei Jahren zu einem der Top-5-Smartphone-Hersteller werden.

Der Fokus des Unternehmens liegt laut eigenem Bekenntnis weniger auf Spitzen-Hardware und ausgefeilter Software als vielmehr auf gutem Kundenservice und Dienstleistungsgedanke. Zudem will sich Kazam durch günstige Einsteiger-Smartphones auszeichnen. Dies wird unter anderem dadurch möglich, dass das Unternehmen nicht mit großen Herstellern wie Foxconn zusammenarbeitet, sondern kleineren Fertigern Aufträge erteilt.

Umfassender Kundenservice von Kazam soll Kaufgrund für Smartphones sein

Kazam möchte nicht nur einen europäischen Gegenpol zu diversen chinesischen Herstellern von Lowcost-Smartphones wie Huawei, Oppo oder Xiaomi bilden. Beim Thema Kundenservice hat es sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, die Hersteller aus dem Reich der Mitte sogar deutlich zu übertrumpfen. So versprechen die Briten für alle ihre Geräte einen zeitlich unbegrenzten Support per Fernwartung namens Kazam Rescue, bei dem sich ein Mitarbeiter bei Problemen auf dem Gerät einloggt und den Fehler behebt.

Auch die Zusage, ein kaputtes Smartphone-Display einmalig innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf kostenlos auszutauschen, könnte manchen Käufer überzeugen. Sales Director Richard Häussler sicherte uns im Interview sogar zu, dass die kaputten Displays innerhalb von 72 Stunden ausgetauscht werden. Der Vertrieb von Kazam konzentriert sich auf Europa, dort waren im Sommer 2014 circa 200 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. In Deutschland verkauft Kazam seine Smartphones über Fachhandels-Einkaufsgemeinschaften und ausgewählte Online-Händler.

Klotzen, nicht Kleckern – Smartphones mit Dual-Core, Quad-Core oder Octa-Core

Im Unterschied zu OnePlus mit dem One startete Kazam gleich eine volle Offensive auf dem hart umkämpften Markt der Lowcost-Smartphones. Alle Smartphones von Kazam verfügen über Dual-SIM, einen wechselbaren Akku und einen Steckplatz für microSD-Karten. Darüber hinaus läuft auf allen Mobiltelefonen von Kazam ein reines Android 4.2.2 ohne Anpassungen des Herstellers, was das Aufspielen von Updates erleichter.

Als Einsteigermodell verkaufen die Briten ihre Dual-Core-Geräte der Marke Trooper, die es mit verschiedenen Display-Größen zwischen 3,5 und 5,5 Zoll gibt. Als Mittelklassegeräte bewirbt Kazam die Smartphones der Thunder-Serie wie das Kazam Thunder Q4.5. In unserem Test schnitt das Mobiltelefon vergleichsweise gut ab, die durchschnittliche Hardware des Geräts wird durch den günstigen Preis und den guten Kundenservice ausgeglichen. Sowohl die Geräte der Trooper- als auch der Thunder-Reihe kosten unter 200 Euro. Das Flaggschiff der Briten ist das Octa-Core-Device Kazam Tornado 2 5.5 sowie sein kleiner Bruder Kazam Tornado 2 5.0, das bis August 2014 allerdings noch nicht im Handel erhältlich war. Komplettiert wird das Portfolio von Kazam durch die beiden Dumbphones Life B2 und Life B4.

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