Black Friday Preise: Wie kommen die Angebote zustande?

Wie können Händler am Black Friday so hohe Rabatte gewähren?
Wie können Händler am Black Friday so hohe Rabatte gewähren?(© 2019 Stocksy)

Nahezu jeder Anbieter bietet zum Black Friday satte Rabatte an – und das auf der ganzen Welt. Der Shopping-Tag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving ist der umsatzstärkste des Jahres, so ist es kein Wunder, dass mittlerweile Händler aus allen Ländern mitziehen. Doch wie kann das sein?

Der Schnäppchentag Black Friday kam aus den USA zu uns – dort wird aber auch vermehrt in den Läden geshoppt, nicht derart stark online wie in Deutschland. Campen vor den Läden ist dort keine Seltenheit, sondern Tradition. Immerhin wollen die Leute die besten Deals vor allen anderen Schnäppchenjägern abgreifen – und wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

So kam es im Jahr 2014 zu dem Fall, dass sich zwei Frauen mehr als eine Nacht vor den Ladentüren eines Shops häuslich eingerichtet haben. Ganze 22 Tage haben die beiden gecampt, nur um am Black Friday die ersten im Geschäft zu sein und die Top-Angebote abzugreifen.

Klar, hierzulande findet der Black Friday vor allem im Online-Handel statt. Niemand muss also tagelang vor einem Geschäft campen. Aber lohnt sich das überhaupt? Wie können die Hersteller derart stark mit den Preisen heruntergehen, ohne ein Minusgeschäft zu machen?

Black Friday Preise: Große Falle oder echte Schnäppchen?

In der Black Friday Woche, oft auch Black Week genannt, werdet ihr förmlich bombardiert von Rabatten, Bundles oder "nimm zwei – zahle eins"-Angeboten. Doch wer sich von der Prozentzeichen-Flut überrollen lässt, landet im schlimmsten Fall einen Fehlkauf. Denn auch bei attraktiven Rabatt-Aktionen solltet ihr zunächst die Füße stillhalten und ein paar Dinge prüfen.

In vielen Fällen geben die Hersteller ihre UVP ("Unverbindliche Preisempfehlung") als Vergleich an. Der wird auf dem Markt meist unterboten, sodass ihr die Geräte auch günstiger bekommt, wenn gerade nicht Black Friday ist. In anderen Fällen werden bereits reduzierte Produkte noch ein wenig günstiger gemacht – hier müssen sich manche Anbieter den Vorwurf gefallen lassen, zum Black Friday ihre Ladenhüter loswerden zu wollen.

Tipps in der Woche um den Black Friday: So macht ihr echte Schnäppchen

Trotzdem: Viele Angebote sind auf jeden Fall einen Blick Wert. Ein Beispiel: Auch wenn die UVP als Vergleichswert angegeben wird und der Anbieter mit einem satten Rabatt von bis zu 50 Prozent im wirbt, könnt ihr immer noch günstiger wegkommen. Die Ersparnis im Vergleich zum realen Ladenpreis liegt dann womöglich nur noch um die 10 Prozent - sparen könnt ihr trotzdem. Und wer schon länger einen Blick auf ein spezielles Gerät geworfen hat und eigentlich nur darauf wartet, dass es günstiger wird, kann auch am Black Friday zuschlagen.

Vor allem solltet ihr Ruhe bewahren. Die zeitlich begrenzten Angebote mit groß ausgerufenen Rabatten können einen schon ziemlich unter Druck setzen. Spontankäufe sind allerdings oft keine gute Idee. Im Notfall könnt ihr zwar das 14-tägige Widerrufsrecht nutzen, allerdings fallen dafür unter Umständen Versandkosten an.

Im Idealfall habt ihr schon vor der Black Friday Woche die Preisentwicklung eures Wunschproduktes verfolgt und vergleicht während der Rabattwoche die Angebote verschiedener Händler – egal ob online oder offline. So kommt ihr zum besten Preis.

Black Friday Preise vergleichen und mit Bedacht entscheiden

Wie und was ihr am Rabatt-Tag auch immer kaufen wollt – Black Friday Preise können wirklich echte Kampfansagen sein. Es lohnt sich immer, die Preise zu vergleichen und zu recherchieren, ob die Produkte nicht auch an anderen Tagen ähnlich günstig sind. Und lasst euch nicht wegen der bloßen Prozentangaben zum Kauf verführen: Denkt noch einmal noch, ob ihr das Produkt wirklich braucht und lest Testberichte, ob sich der Kauf lohnt. Übrigens: Auch Cyber Monday gibt es attraktive Angebote.

Und ganz besonders in Online-Shops, die derart offensiv mit Angeboten werben, dass die ganze Homepage mit Offers überflutet ist, solltet ihr vorsichtig sein. Es gibt online immer ein paar schwarze Schafe, die eure Kaufeslust missbrauchen wollen.

Bieten diese als Zahlungsweise dann nur Vorkasse an, solltet ihr besser die Finger davon lassen. Im Zweifel hilft auch immer ein Klick ins Impressum – ist das nicht vorhanden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein betrügerisches Angebot handelt.


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