Galaxy S8: Kamera-Tipps für noch schönere Fotos

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Das Galaxy S8 verfügt auf der Rückseite über eine 12-MP-Kamera
Das Galaxy S8 verfügt auf der Rückseite über eine 12-MP-Kamera(© 2017 CURVED)

Mit dem Galaxy S8 tolle Fotos aufnehmen: Samsungs Vorzeigemodell mit der Bixby-Assistenz verfügt auf der Rückseite über eine Kamera, die Aufnahmen in der Auflösung von 12 MP mit HDR und Dual-Pixel-Technologie ermöglicht. Damit Euch schöne Bilder gelingen, hat Samsung im Vergleich zum Vorgänger vor allem die Kamera-App mit neuen Features ausgestattet. Hier findet Ihr ein paar grundlegende Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit der S8-Kamera.

Den selektiven Fokus nutzen

Im Jahr 2017 bieten viele Top-Smartphones wie das iPhone 7 Plus eine Dual-Kamera, die den sogenannten Bokeh-Effekt ermöglicht. Auf einem solchen Foto ist das Motiv scharf, während der Hintergrund unscharf wird. Nutzer können häufig den Grad der Unschärfe sowie den Fokus nachträglich verändern.

Das Galaxy S8 verfügt über eine Hauptkamera mit nur einer Linse – aber dank des "selektiven Fokus" sind Fotos möglich, die den Bokeh-Effekt zumindest imitieren. Öffnet zunächst die Kamera-App und tippt dann auf den "Modus"-Button. Anschließend wählt Ihr die Option "Selektiver Fokus" aus. Nun könnt Ihr im Vorschau-Fenster ein Objekt auswählen, auf dem der Fokus liegen soll, und den Auslöser betätigen. Tippt vorher noch im Idealfall auf das Objekt, damit sich der Autofokus richtig einstellt und das Bild scharf wird.

Wenn Ihr nun auf "Preview" tippt, stehen Euch auf dem Galaxy S8 drei Optionen für den Fokus zur Verfügung: Bei "Schwenk" ist das gesamte Bild scharf, bei "Nah" nur das Objekt im Vordergrund, und bei "Entfernt" ist der Vordergrund unscharf, während ein Motiv im Hintergrund scharf dargestellt wird.

"Food Mode" für Highlights in der Küche

Fotos von Essen gehören nicht nur auf Instagram zum Standard – und für Freunde von Essensbildern bietet das Galaxy S8 den sogenannten "Food Mode". Öffnet die Kamera-App, tippt auf den "Modus"-Button und wählt anschließend das "Essen"-Icon aus, das eine Gabel und einen Löffel zeigt. Nun erscheint im Vorschau-Fenster ein quadratischer Rahmen, den Ihr über das Motiv schiebt. Anschließend wird der Hintergrund unscharf dargestellt. Die Größe des Rahmens könnt Ihr über die Ecken ändern, für die Farbintensität gibt es einen eigenen Regler. Wenn Ihr mit den Einstellungen fertig seid, drückt Ihr das Kamera-Symbol zum Auslösen, um das Motiv zu fotografieren.

Fotos im RAW-Format speichern

Mit dem Galaxy S8 könnt Ihr Fotos im Raw-Format speichern. Dabei handelt es sich um ein Format, das die Bilder unkomprimiert lässt. Auf diese Weise stehen Euch alle Bildinformationen für die Nachbearbeitung zur Verfügung. Wenn Ihr im Raw-Format speichert, solltet Ihr bedenken, dass die Fotos deutlich mehr Platz auf dem Speicher belegen als in einem komprimierten Format wie JPG.

Öffnet die Kamera-App und tippt auf den "Modus"-Button. Anschließend wählt Ihr unter den Aufnahmemodi die "Pro"-Option aus. Nun könnt Ihr in den "Einstellungen" der App die Option "RAW" auswählen – und dort gleichzeitig bei Bedarf festlegen, dass die Bilder auf einer SD-Karte gespeichert werden.

Weißabgleich im Pro-Modus einstellen

Samsung hat dem Galaxy S8 mit dem Pro-Modus spendiert weitere Funktionen spendiert. Ihr könnt so die Automatik für die wichtigsten Einstellungen der Hauptkamera deaktivieren. Öffnet in der Kamera-App den Modus-Auswahl und tippt auf das Blenden-Symbol oben rechts. Nun habt Ihr die volle Kontrolle über zum Beispiel Weißabgleich, Verschlusszeit und ISO.

Den Weißabgleich könnt Ihr normalerweise auf der automatischen Einstellung lassen, da Euer Smartphone hier bereits einen guten Job macht. Sofern Ihr an der Farbtemperatur doch Änderungen vornehmt, passt Ihr den Look des Bildes an – Ihr könnt beispielsweise einem Motiv ganz bewusst einen Blaustich verpassen. Aber dafür habt Ihr dann eben keine natürlichen Farben mehr. Solche Änderungen könnt Ihr sonst auch später während der BIldbearbeitung machen.

Profi-Einstellungen für Verschlusszeit und ISO nutzen

Mit der Verschlusszeit beziehungsweise dem Shutter regelt Ihr, wie lange das Galaxy S8 belichtet. Werte von 1/100 machen das Bild dunkler, dafür ist es aber einfacher, sich bewegende Motive scharf einzufangen. Ab einem bestimmten Punkt fangt Ihr sogar einzelne Wassertropfen ein. Stellt Ihr hingegen den Shutter auf 1/60 oder auf noch längere Zeiten ein, wird Euer Foto heller. Gleichzeitig müsst Ihr das Gerät aber auch ruhiger halten, da die Kamera länger braucht, um das Bild zu machen. Mit einem Stativ könnt Ihr den Shutter sogar auf eine oder zwei Sekunden und noch länger einstellen.

Beim ISO-Wert solltet Ihr darauf achten, dass dieser möglichst niedrig eingestellt ist. Für Fotos mit ISO 100 benötigt Ihr viel Licht, dafür habt Ihr aber auch eine hohe Bildqualität. Wählt Ihr beispielsweise ISO 1600, ist Euer Bild viel heller. Allerdings macht sich dann auch ein Bildrauschen bemerkbar, das die Details und die Qualität reduziert. Spielt mit den Einstellungen herum, um tolle Fotos zu schießen. Mit etwas Übung habt Ihr den Bogen sicherlich schnell raus.

Zusammenfassung:

  • Das Galaxy S8 bietet Euch den "selektiven Fokus", um den Hintergrund eines Motivs unscharf darzustellen
  • Öffnet die Kamera-App, tippt auf den "Modus"-Button und wählt "Selektiver Fokus" aus. Nun stehen Euch drei Optionen für den Fokus zur Verfügung (alles, nah, fern)
  • In der Kamera-App könnt Ihr unter "Modus" auf das "Food"-Symbol tippen und anschließend den Rahmen und die Farbintensität einstellen, um tolle Essens-Aufnahmen zu machen
  • Aktiviert unter "Modus" die Option "Pro" um in den "Einstellungen" der Kamera-App das "RAW"-Format auswählen zu können. Dort könnt ihr außerdem eine SD-Karte als Speicherort festlegen
  • Tippt in der Kamera-App auf das Blenden-Symbol, um den Pro-Modus zu aktivieren
  • Stellt den Weißabgleich um, wenn Ihr die Farben des Fotos verändern wollt
  • Mit einer schnellen Verschlusszeit von etwa 1/100 habt Ihr größere Chancen, bewegte Motive scharf einzufangen
  • Wählt Ihr eine langsame Verschlusszeit von zum Beispiel 1/40, wird das Bild heller, jedoch verwaschen Bewegungen viel leichter
  • Mit dem ISO-Wert steuert Ihr vereinfacht gesagt die Helligkeit. Werte von ISO 100 bieten eine gute Bildqualität, doch dafür braucht Ihr viel Licht beim Fotografieren
  • Mit ISO 1600 und noch höheren Einstellungen wird das Bild deutlich heller, es kommt aber zum Bildrauschen, wodurch Euch Details verloren gehen
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